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Archiv des Monats August 2010

CELL 211 (Universum Film)

am 01. August 2010 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

cell

Um bei seinen neuen Vorgesetzten guten Eindruck zu schinden, besucht Juan das Gefängnis, in dem er als Schließer anfangen wird, schon einen Tag vorher. Das hätte er aber besser mal bleiben lassen, denn als ihn die neuen Kollegen herumführen, kommt es zu einem Aufstand der Häftlinge, die sich gewaltsam den Knast aneignen und Geiseln nehmen. Geistesgegenwärtig gibt sich Juan als neuer Insasse aus, um nicht aufzufallen. Er gewinnt auch das Vertrauen des Anführers Malamadre und versucht ihm zu helfen, die Forderungen bei der Gefängnisleitung durchzusetzen. Für die ist der „Neue“ der einzige Kontakt nach drinnen, doch der junge Mann bringt sich immer mehr in Lebensgefahr, als sein Schwindel aufzufliegen droht. Dann kommt es zu einem tragischen Unglück mit seiner Gattin, dass alles verändert.

Joar, das ist doch mal eine ordentliche Story würde ich meinen wollen. Insgesamt weiß der Film, der in seiner Heimat Spanien ein überwältigender Erfolg war, auch zu überzeugen, Der mir gänzlich unbekannte Hauptdarsteller liefert eine sehr gute Leistung ab, sowohl in den Actionreichen, als auch den tragischen Momenten des Streifens.

Die letzte halbe Stunde ist allerdings im Gegensatz zum Rest einen Tick zu vorhersehbar und auch das Verhältnis der beiden Protagonisten driftet in diesem Anschnitt schon ein wenig ins Unglaubwürdige ab.

Fazit: Spannender Knastthriller mit kleinen dramaturgischen Schwächen, aber hohem Unterhaltungswert. Wirklich realistisch erscheint mir das Szenario jedoch nicht.

5chuckys

IN THE ELECTRIC MIST (Koch Media)

am 01. August 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

electric

In New Liberia ist Detective Robicheaux auf der Spur eines Wahnsinnigen, der mit jungen Damen nicht gerade zimperlich umgeht und sie nach allen Regeln der Kunst foltert und umbringt. Einer der Hauptverdächtigen scheint zunächst ein ehemaliger Kumpel namens Balbani zu sein, der in dubiose Geschäfte verstrickt ist. Bei weiteren Nachforschungen wird der Kreis der Verdächtigen jedoch immer größer und als ein Mordversuch auf den Detective verübt wird, weiß er, dass hier weit mehr als nur Mordlust hinter allem steckt. Trotz des Vorfalls forscht er weiter und bringt auch seine Familie damit in Gefahr.

In Sachen Besetzung hat man soweit alles richtig gemacht, Tommy Lee Jones spielt wie immer souverän und auch John Goodman hat in den letzten Jahren ja schon reichlich Erfahrung gesammelt in der Darstellung von fiesen Typen und sich vom Image des lieben Fred Feuersteins gelöst.

Die Story ist allerdings relativ banal und die Handlungsstränge mit dem längst verstorbenen General, der Dave immer in seinen Tagträumen besucht, sind vollkommen deplatziert, weil sie nicht zu dem eher bodenständigen Thriller passen.

Zudem ist der Streifen eine gute halbe Stunde zu lang und die Auflösung relativ simpel.

Fazit: Keine Zeitverschwendung, aber wenn man die 112 Minuten verpasst hat, ist es auch nicht weiter schlimm. Schauspielerisch allerdings ist das hier exzellent, was jedoch nicht über den eigentlich recht simplen Plot hinwegtäuschen kann, den man durch diverse überflüssige Seitenschauplätze zu sehr aufbauscht.

4chuckys

TRAIN (Sunfilm)

am 01. August 2010 unter Horror abgelegt

train

In Osteuropa findet ein Ringerturnier statt, an dem auch ein amerikanisches Team teilnimmt. Als sich einige der Kämpfer nächtlich auf einer Party amüsieren, verpasst man am nächsten Tag den Anschlussflug und ist gezwungen den Zug zu nehmen. Doch da hätte man sich das Turnier besser schenken sollen, denn in einem Abteil gehen merkwürdige Dinge vor. Als der Coach des Teams und ein Mitglied der Mannschaft verschwinden, stellt der Rest Nachforschungen an – und gerät in höchste Lebensgefahr.

Dem Zuschauer droht diese nicht, zumindest nicht in Form eines Herzinfarktes, aufgrund zu hoher Spannung. Bei TRAIN handelt es sich um einen rundum soliden Genrevertreter, der nicht wirklich etwas Neues zu erzählen hat.

Angeblich soll das Ganze ein Remake von „Monster im Nachtexpress“ sein, mit dem die damals noch sehr junge Jamie Lee Curtis ihren Status als Scream-Queen manifestierte. Den habe ich jedoch gänzlich anders in Erinnerung.

Die Darsteller sind allesamt in Ordnung, aber da Thora Birch so etwas wie der einzige „Star“ in dem Haufen ist, weiß man natürlich sofort, wer am Ende überlebt. Allerdings gefällt sie mir gut ihn der Rolle, denn sie übernimmt auch die Initiative statt sich nur einfach niedermetzeln zu lassen.

Alles in allem durchaus ansehbar – wenn man nicht mit riesigen Erwartungen an den Streifen herangeht.

4chuckys

KOPFGELD (Ascot Elite)

am 01. August 2010 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

kopf

Michael hat einen eher miesen Tag vor sich, denn wenn er bis abends die Kohle seines Kredithais Perrier nicht aufgetrieben hat, gibt’s ein paar Knochenbrüche. Also versucht er auf verschiedene Weise den Zaster zu besorgen. Dann platzt plötzlich auch noch sein Vater in die Szenerie, mit dem er jahrelang nicht geredet hat und offenbart ihm, dass er bald das Zeitliche segnet. Bis dahin will er seinem Filius aber noch helfen. Doch die Situation wird immer verfahrener, als Michaels Nachbarin einer der Geldeintreiber versehentlich erschießt, der noch dazu der schwule Freund eines anderen ist, welcher nun Rache will. Außerdem wird Michael von einem anderen Ganoven um sein Geld betrogen, dass ihm aufgrund eines Bruchs eigentlich zusteht. In einem abgelegenen Gebäude laufen dann alle Fäden zusammen.

KOPFGELD sieht sich in der Tradition vom Filmen wie LAYER CAKE, SMOKING ACES oder BUBE DAME KÖNIG GRAS. Und schlechter als diese ist er auch nicht. Einige Wendungen sind sehr skurril und nicht vorhersehbar.

Zudem ist der Streifen hochkarätig besetzt, wobei Brendan Gleeson wieder einmal allen die Show stiehlt. Seine fiesen Sprüche und Beleidigungen bewegen den Zuschauer immer wieder zu einem Grinsen.

Leider hat der Film zwischendurch aber schon mit der ein oder anderen Länge zu kämpfen und auch nicht jeder Spruch sitzt, so dass sich auch ein paar ziemlich öde Kalauer einschleichen. Lediglich die letzte halbe Stunde ist durchweg gelungen und sprüht nur so vor Wortwitz.

Fazit: Unterhaltsamer Streifen, den man aber im Mittelteil etwas hätte straffen können, zumal dort die gelungen Gags etwas ausgehen. Wer diese Art Filme mag, kommt allerdings auf seine Kosten.

5chuckys