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DIE SCHACHSPIELERIN (Concorde)

schach

Helene hat mehrere Jobs um ihre Familie durchzubringen, denn auch ihr Mann verdient nicht gerade üppig, so dass die Familie gerade so über die Runden kommt. Als sie in einem Zimmer des Hotels, in dem sie arbeitet, die Betten macht, beobachtet sie ein junges Paar, das während des Schachspielens romantische Zärtlichkeiten austauscht. Von da an will auch Helene das Spiel erlernen. Zuerst legt sie sich einen Schachcomputer zu, entwickelt jedoch bald Interesse, das Spiel auch gegen einen menschlichen Gegner zu versuchen. Also bittet sie den eigenbrötlerischen Dr. Kröger, bei dem sie für wenig Geld die Wohnung reinigt, mit ihr Schach zu spielen. Anfangs weigert sich der störrische und verbitterte Mann, doch als man sich einmal verabredet hat, wiederholt man diese Treffen in regelmäßigen Abständen. Das Spiel wird für beide zur Obsession.

In dieser Zusammenfassung ist das Problem dieses Streifens schon vorhanden, denn wie Madame ihre Leidenschaft für das Spiel entwickelt, nämlich die Szenerie (Minirolle für Flashdance Star Jennifer Beals) mit dem Pärchen, ist schon reichlich weit hergeholt. Natürlich kann man da vieles hinein interpretieren, eben das sie mit ihrem einfachen Leben nicht zufrieden ist und sich nach mehr Aufmerksamkeit auch von Seiten ihres Mannes sehnt, doch wirklich nachvollziehen kann ich die daraus resultierende Obsession nicht.

Eigentlich schade, da hätte man sich etwas besseres einfallen lassen können, für diesen sehr schön photographierten und mit einem wirklich wunderschönen Soundtrack ausgestatteten Streifen, in dem vor allem Kevin Kline als stoischer und unnahbarer Doktor eine richtig gute Show liefert. Frau Bonnaire übertreibt es an manchen Stellen etwas mit ihrer Leidensmiene, gibt ihrer Figur aber dennoch markante Züge und beweist Mut zur Hässlichkeit. Insbesondere wenn sie allmählich dem Spiel verfällt, und darin ein Ventil sieht, ihrem langweiligen und deprimierenden Alltag zu entfliehen, ist ihre Darstellung sehr gelungen..

Fazit: Eine ungewöhnliche Handlung, gepackt in ein schickes Ambiente und guten darstellerischen Leistungen. Allerdings muss man für oder auch durch die schönen Bilder, einige kleinere Längen in Kauf nehmen. Zudem bleibt die oben erwähnte Schwachstelle, die aber praktisch nur zehn Minuten des Films ausmacht. Für Menschen, die Filme wie „Das Piano“ mögen, geeignet.

5chuckys

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