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Archiv für den 01. August 2010

DIE SCHACHSPIELERIN (Concorde)

am 01. August 2010 unter Drama abgelegt

schach

Helene hat mehrere Jobs um ihre Familie durchzubringen, denn auch ihr Mann verdient nicht gerade üppig, so dass die Familie gerade so über die Runden kommt. Als sie in einem Zimmer des Hotels, in dem sie arbeitet, die Betten macht, beobachtet sie ein junges Paar, das während des Schachspielens romantische Zärtlichkeiten austauscht. Von da an will auch Helene das Spiel erlernen. Zuerst legt sie sich einen Schachcomputer zu, entwickelt jedoch bald Interesse, das Spiel auch gegen einen menschlichen Gegner zu versuchen. Also bittet sie den eigenbrötlerischen Dr. Kröger, bei dem sie für wenig Geld die Wohnung reinigt, mit ihr Schach zu spielen. Anfangs weigert sich der störrische und verbitterte Mann, doch als man sich einmal verabredet hat, wiederholt man diese Treffen in regelmäßigen Abständen. Das Spiel wird für beide zur Obsession.

In dieser Zusammenfassung ist das Problem dieses Streifens schon vorhanden, denn wie Madame ihre Leidenschaft für das Spiel entwickelt, nämlich die Szenerie (Minirolle für Flashdance Star Jennifer Beals) mit dem Pärchen, ist schon reichlich weit hergeholt. Natürlich kann man da vieles hinein interpretieren, eben das sie mit ihrem einfachen Leben nicht zufrieden ist und sich nach mehr Aufmerksamkeit auch von Seiten ihres Mannes sehnt, doch wirklich nachvollziehen kann ich die daraus resultierende Obsession nicht.

Eigentlich schade, da hätte man sich etwas besseres einfallen lassen können, für diesen sehr schön photographierten und mit einem wirklich wunderschönen Soundtrack ausgestatteten Streifen, in dem vor allem Kevin Kline als stoischer und unnahbarer Doktor eine richtig gute Show liefert. Frau Bonnaire übertreibt es an manchen Stellen etwas mit ihrer Leidensmiene, gibt ihrer Figur aber dennoch markante Züge und beweist Mut zur Hässlichkeit. Insbesondere wenn sie allmählich dem Spiel verfällt, und darin ein Ventil sieht, ihrem langweiligen und deprimierenden Alltag zu entfliehen, ist ihre Darstellung sehr gelungen..

Fazit: Eine ungewöhnliche Handlung, gepackt in ein schickes Ambiente und guten darstellerischen Leistungen. Allerdings muss man für oder auch durch die schönen Bilder, einige kleinere Längen in Kauf nehmen. Zudem bleibt die oben erwähnte Schwachstelle, die aber praktisch nur zehn Minuten des Films ausmacht. Für Menschen, die Filme wie „Das Piano“ mögen, geeignet.

5chuckys

CELL 211 (Universum Film)

am 01. August 2010 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

cell

Um bei seinen neuen Vorgesetzten guten Eindruck zu schinden, besucht Juan das Gefängnis, in dem er als Schließer anfangen wird, schon einen Tag vorher. Das hätte er aber besser mal bleiben lassen, denn als ihn die neuen Kollegen herumführen, kommt es zu einem Aufstand der Häftlinge, die sich gewaltsam den Knast aneignen und Geiseln nehmen. Geistesgegenwärtig gibt sich Juan als neuer Insasse aus, um nicht aufzufallen. Er gewinnt auch das Vertrauen des Anführers Malamadre und versucht ihm zu helfen, die Forderungen bei der Gefängnisleitung durchzusetzen. Für die ist der „Neue“ der einzige Kontakt nach drinnen, doch der junge Mann bringt sich immer mehr in Lebensgefahr, als sein Schwindel aufzufliegen droht. Dann kommt es zu einem tragischen Unglück mit seiner Gattin, dass alles verändert.

Joar, das ist doch mal eine ordentliche Story würde ich meinen wollen. Insgesamt weiß der Film, der in seiner Heimat Spanien ein überwältigender Erfolg war, auch zu überzeugen, Der mir gänzlich unbekannte Hauptdarsteller liefert eine sehr gute Leistung ab, sowohl in den Actionreichen, als auch den tragischen Momenten des Streifens.

Die letzte halbe Stunde ist allerdings im Gegensatz zum Rest einen Tick zu vorhersehbar und auch das Verhältnis der beiden Protagonisten driftet in diesem Anschnitt schon ein wenig ins Unglaubwürdige ab.

Fazit: Spannender Knastthriller mit kleinen dramaturgischen Schwächen, aber hohem Unterhaltungswert. Wirklich realistisch erscheint mir das Szenario jedoch nicht.

5chuckys

IN THE ELECTRIC MIST (Koch Media)

am 01. August 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

electric

In New Liberia ist Detective Robicheaux auf der Spur eines Wahnsinnigen, der mit jungen Damen nicht gerade zimperlich umgeht und sie nach allen Regeln der Kunst foltert und umbringt. Einer der Hauptverdächtigen scheint zunächst ein ehemaliger Kumpel namens Balbani zu sein, der in dubiose Geschäfte verstrickt ist. Bei weiteren Nachforschungen wird der Kreis der Verdächtigen jedoch immer größer und als ein Mordversuch auf den Detective verübt wird, weiß er, dass hier weit mehr als nur Mordlust hinter allem steckt. Trotz des Vorfalls forscht er weiter und bringt auch seine Familie damit in Gefahr.

In Sachen Besetzung hat man soweit alles richtig gemacht, Tommy Lee Jones spielt wie immer souverän und auch John Goodman hat in den letzten Jahren ja schon reichlich Erfahrung gesammelt in der Darstellung von fiesen Typen und sich vom Image des lieben Fred Feuersteins gelöst.

Die Story ist allerdings relativ banal und die Handlungsstränge mit dem längst verstorbenen General, der Dave immer in seinen Tagträumen besucht, sind vollkommen deplatziert, weil sie nicht zu dem eher bodenständigen Thriller passen.

Zudem ist der Streifen eine gute halbe Stunde zu lang und die Auflösung relativ simpel.

Fazit: Keine Zeitverschwendung, aber wenn man die 112 Minuten verpasst hat, ist es auch nicht weiter schlimm. Schauspielerisch allerdings ist das hier exzellent, was jedoch nicht über den eigentlich recht simplen Plot hinwegtäuschen kann, den man durch diverse überflüssige Seitenschauplätze zu sehr aufbauscht.

4chuckys

TRAIN (Sunfilm)

am 01. August 2010 unter Horror abgelegt

train

In Osteuropa findet ein Ringerturnier statt, an dem auch ein amerikanisches Team teilnimmt. Als sich einige der Kämpfer nächtlich auf einer Party amüsieren, verpasst man am nächsten Tag den Anschlussflug und ist gezwungen den Zug zu nehmen. Doch da hätte man sich das Turnier besser schenken sollen, denn in einem Abteil gehen merkwürdige Dinge vor. Als der Coach des Teams und ein Mitglied der Mannschaft verschwinden, stellt der Rest Nachforschungen an – und gerät in höchste Lebensgefahr.

Dem Zuschauer droht diese nicht, zumindest nicht in Form eines Herzinfarktes, aufgrund zu hoher Spannung. Bei TRAIN handelt es sich um einen rundum soliden Genrevertreter, der nicht wirklich etwas Neues zu erzählen hat.

Angeblich soll das Ganze ein Remake von „Monster im Nachtexpress“ sein, mit dem die damals noch sehr junge Jamie Lee Curtis ihren Status als Scream-Queen manifestierte. Den habe ich jedoch gänzlich anders in Erinnerung.

Die Darsteller sind allesamt in Ordnung, aber da Thora Birch so etwas wie der einzige „Star“ in dem Haufen ist, weiß man natürlich sofort, wer am Ende überlebt. Allerdings gefällt sie mir gut ihn der Rolle, denn sie übernimmt auch die Initiative statt sich nur einfach niedermetzeln zu lassen.

Alles in allem durchaus ansehbar – wenn man nicht mit riesigen Erwartungen an den Streifen herangeht.

4chuckys

KOPFGELD (Ascot Elite)

am 01. August 2010 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

kopf

Michael hat einen eher miesen Tag vor sich, denn wenn er bis abends die Kohle seines Kredithais Perrier nicht aufgetrieben hat, gibt’s ein paar Knochenbrüche. Also versucht er auf verschiedene Weise den Zaster zu besorgen. Dann platzt plötzlich auch noch sein Vater in die Szenerie, mit dem er jahrelang nicht geredet hat und offenbart ihm, dass er bald das Zeitliche segnet. Bis dahin will er seinem Filius aber noch helfen. Doch die Situation wird immer verfahrener, als Michaels Nachbarin einer der Geldeintreiber versehentlich erschießt, der noch dazu der schwule Freund eines anderen ist, welcher nun Rache will. Außerdem wird Michael von einem anderen Ganoven um sein Geld betrogen, dass ihm aufgrund eines Bruchs eigentlich zusteht. In einem abgelegenen Gebäude laufen dann alle Fäden zusammen.

KOPFGELD sieht sich in der Tradition vom Filmen wie LAYER CAKE, SMOKING ACES oder BUBE DAME KÖNIG GRAS. Und schlechter als diese ist er auch nicht. Einige Wendungen sind sehr skurril und nicht vorhersehbar.

Zudem ist der Streifen hochkarätig besetzt, wobei Brendan Gleeson wieder einmal allen die Show stiehlt. Seine fiesen Sprüche und Beleidigungen bewegen den Zuschauer immer wieder zu einem Grinsen.

Leider hat der Film zwischendurch aber schon mit der ein oder anderen Länge zu kämpfen und auch nicht jeder Spruch sitzt, so dass sich auch ein paar ziemlich öde Kalauer einschleichen. Lediglich die letzte halbe Stunde ist durchweg gelungen und sprüht nur so vor Wortwitz.

Fazit: Unterhaltsamer Streifen, den man aber im Mittelteil etwas hätte straffen können, zumal dort die gelungen Gags etwas ausgehen. Wer diese Art Filme mag, kommt allerdings auf seine Kosten.

5chuckys