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Archiv für den 14. Juli 2010

ABGEHÖRT – TRAU NIEMALS EINEM COP (Koch Media)

am 14. Juli 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

ab

Zunächst einmal gibt es einen Abzug für den Titel, der aber auch rein gar nichts mit dem Film zu tun hat, vollkommen dusselig ist und zudem auch falsche Erwartungen weckt.

Johnny ein langjähriger Cop und seine beiden Kollegen Max und Gene haben die Büroräume eines Geschäftsmannes verwanzt, der im Verdacht steht, illegale Börsengeschäfte durchzuführen. Nachdem man mehrere Tage und Nächte Wache gehalten hat, verrät der Verdächtige in einer schwachen Stunde seiner Geliebten, dass durch ein dubioses Geschäft der Wert einer bestimmten Aktie die nächsten Tage exorbitant in die Höhe schnellen wird. Gene und Max jedoch beschließen, diese Information für sich zu behalten und selbst ihr eigenes Erspartes mit einzusetzen, was natürlich illegal ist. Als Johnny das mitbekommt, ist er zunächst wütend, schützt seine Freunde und Kollegen aber, da diese das Geld dringend benötigen. Doch ihre Spekulationen bleiben nicht geheim und man sieht sich plötzlich skrupellosen Killern gegenüber.

Die Geschichte beinhaltet noch mehrere andere Schauplätze. Doch das würde jetzt etwas zu weit führen und womöglich würde ich auch zu viel verraten und das wäre schade, denn wer kein Problem mit asiatischen Streifen hat (ich erwähne das immer wieder in Reviews, da ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die sich solche Filme aufgrund des Herkunftslandes erst gar nicht ansehen), sollte sich ABGEHÖRT auf jeden Fall anschauen, der eigentlich nach einem amerikanischen Remake geradezu schreit. Das mehr als konsequente Ende würde jedoch niemals so übernommen werden.

Sowohl schauspielerisch als auch optisch, bewegt sich der Streifen auf sehr hohem Niveau. Schon der Einstieg ist sehr gelungen, denn bei der Verwanzung des Büros läuft nicht alles glatt und man hat sich in den ersten Minuten ein paar clevere Ideen einfallen lassen. Hier gibt es zudem kein asiatisches Overacting, sondern eher sehr zurückhaltende Darsteller, die durch die Bank glaubwürdig spielen und mit denen der Zuschauer auch mitfühlt, obwohl sie ja im Grunde die „Bösen“ sind.

Fazit: Sehenswerter Streifen mit fast ein wenig zu viel Story. Die Darsteller sind exzellent, die Geschichte ist originell. Über weite Strecken sogar eher ein Drama als ein Thriller.

6chuckys

MAX MANUS (Capelight)

am 14. Juli 2010 unter Biopic, Drama abgelegt

max

Im Jahre 1940 haben die deutschen Truppen auch Norwegen besetzt; Max schämt sich für sein Land und will etwas gegen die Eindringlinge unternehmen. Das geht jedoch vorerst nur im kleinen. Erst als er einige Menschen um sich herumgeschart hat, beginnen Sie mit Sabotageakten. Doch die Bewegung ist einfach zu klein. Je aufwendiger die Operationen werden, desto mehr laufen er und die Beteiligten Gefahr, entdeckt zu werden. Eines Tages ist es dann wirklich soweit, und auf der Flucht verletzt sich Max schwer. Doch seine Freunde befreien ihn aus dem Krankenhaus und sein Kampfeswillen ist ungebrochen. Als weitere seiner Freunde umkommen, fast er einen Entschluss.

In Norwegen ist der Mann wohl so etwas wie ein Volksheld und der Film beruht wohl auch auf dessen Autobiographie. Seine Witwe, mittlerweile kurz vor dem 100 Lebensjahr, erzählt in den umfangreichen Extras von ihrem bewegten Leben.

Aksel Hennie als Manus weiß zu gefallen in der Rolle des Kämpfers und sieht dermaßen extrem nach Bernard Summer aus (Sänger von New Order), dass man wirklich meinen könnte die beiden sind verwandt. Auch Ken Duken (den ich eh mag liefert eine gute Performance als Gestapo Offizier Fahmer ab.

In der Mitte verliert der Streifen dann aber doch seinen Fluss, was auch daran liegt, dass man private Dinge des Protagonisten natürlich auch nicht aussparen will. Das geht jedoch zu Kosten der Spannung und 90 Minuten hätten hier definitiv ausgereicht.

Zudem handelt es sich hier auch nicht wirklich um einen klassischen Kriegsfilm, wie man anhand des Trailers vermuten könnte, sondern eher um ein Drama, das während des Krieges spielt.

Fazit: Schön ausgestattet, gut besetzt, erfreulich neutral geschildert, aber über weite Strecken auch einen Tick zu langatmig, gibt’s hierfür:

4chuckys

halberchucky

STEPFATHER (Sony Pictures)

am 14. Juli 2010 unter Thriller abgelegt

step

Es ist immer wieder interessant, wie man als Rezensent an einen Film herangeht. Da dieses Remake durchweg schlechte Kritiken bekam, habe ich mir nicht wirklich was davon erwartet – und war dann wieder ein mal überrascht, denn der Streifen ist durchaus als gelungen zu bezeichnen.

Es handelt sich hierbei um ein Remake aus dem Jahre 1987, in dem Terry O’ Quinn (mittlerweile Star der Serie LOST), den scheinbar netten neuen Papa spielt, der sich jedoch im Laufe der Zeit als gar nicht so freundlich erweist.

Die Rolle hat im Remake Dylan Walsh übernommen, der auch einen durchaus guten Job abliefert. Im Gegensatz zum Original hat man auch einiges verändert. Zum Beispiel ist die Zusammensetzung der Familie komplett anders und moderne Dinge wie Internet oder Handys, die es im ursprünglichen Streifen natürlich nicht gab, sorgen durch ihren Einsatz für zusätzlichen Suspense.

Zudem agieren die vermeintlichen Opfer auch zwischendurch und denken gar nicht daran, sich von dem Psycho einfach um die Ecke bringen zu lassen. Das gibt dem Film eine gewisse Glaubwürdigkeit, die vielen Verfilmungen in dieser Richtung ansonsten vollkommen abgeht, denn das irrationale Verhalten der Opfer geht mir in anderen Streifen immer tierisch auf die Nüsse.

Fazit: Wer das Original kennt, sollte sich trotzdem die Neuverfilmung ansehen. Der Film ist spannend, ordentlich besetzt und hat auch ein ganz anderes Tempo als der Streifen aus dem Jahre 1987 und ist überraschend gut.

5chuckys

ARMORED (Sony Pictures)

am 14. Juli 2010 unter Action, Thriller abgelegt

arm

Ty Hackett arbeitet bei einer Sicherheitsfirma und schlägt sich eher schlecht als recht durchs Leben, zumal er auf seien kleineren Bruder aufpassen muss, seit die Eltern verstorben sind. Doch eines Tages macht ihm sein Kollege Mike ein verlockendes Angebot. Die Kollegen wollen einen Raub auf ihren eigenen Geldtransporter fingieren und die Kohle einsacken. Nach anfänglichen Zweifeln sagt Ty zu, doch selbstverständlich geht bei dem scheinbar genialen Plan etwas daneben und ein Mensch kommt ums Leben. Nun bekommt der Wackelkandidat Gewissensbisse und will die Sache abblasen, doch die anderen denken gar nicht daran – die Lage eskaliert.

Also zunächst einmal: Der Film bietet ordentliche Unterhaltung und ist durchweg unterhaltsam. Das war es dann aber auch. Anscheinend haben sowohl Matt Dillon, als auch Larry Fishburne und Jean Reno entweder das Finanzamt auf dem Hals oder gemeinsam in Vegas ihre Kohle verzockt.

Anders ist es nicht zu erklären, dass drei erwiesen gute Charakterdarsteller in so einem Streifen herumdümpeln. Charakterzeichnung gibt es hier gar keine und keiner der eben aufgeführten Herrschaften muss auch nur 10 % seines (durchaus vorhandenem) schauspielerischen Könnens aufbieten, wobei es Reno am schlimmsten erwischt, da dieser eigentlich nur 10 Sätze zu sagen hat und kaum im Bild ist. Da hätte man auch eine Flachpfeife wie Ben Affleck für besetzen können.

Die Story ist spätestens nach 45 Minuten ziemlich vorhersehbar und das Ende fällt natürlich auch Hollywoodgerecht aus. Gähn.

Was bleibt? Vollkommen verschenkte Darsteller in einem trotzdem kurzweiligen Streifen, den man aber schon wieder vergessen hat, bevor der Abspann auch nur zur Hälfte vorbei ist.

4chuckys

halberchucky

GEGEN JEDEN ZWEIFEL (Koch Media)

am 14. Juli 2010 unter Suspense, Thriller abgelegt

gegen

Journalist JC ist auf der Suche nach einer guten Story, denn er versauert in der Redaktion einer Lokalzeitung und darf mit seinem Partner nur banale Alltagsereignisse filmen. Schon lange hat er der Verdacht, dass Staatsanwalt Mark Hunter seine hohe Verurteilungsrate nicht seinem Geschick, sondern der Tatsache verdankt, gefälschte DNA an Tatorten zu platzieren. Also schnappt sich JC seinen Kollegen und man filmt den Erwerb von belastenden Kleidungsstücken, mit dem Zweck, bei einem ungeklärten Mordfalls JC’ s DNA am Tatort zu platzieren und im Endeffekt beweisen zu können, dass alles nur gefaket war. Die Polizei fällt auch prompt darauf herein und verhaftet den Journalisten. Doch Hunter wittert Lunte und eliminiert daraufhin den Kollegen des Reporters – und mit ihm verschwinden auch die Aufzeichnungen und plötzlich scheint JC für einen Mord verurteilt zu werden, den er nicht begangen hat.

Das ist grundsätzlich eine recht clevere Story, doch wenn man den Film dann komplett gesehen hat, wird man schnell erkennen, dass hier unglaublich viel auf Zufällen basiert (möchte nicht zu viel spoilern). Der Schlusstwist ist durchaus überraschend, aber im Kontext auch ziemlich unglaubwürdig.

Douglas agiert eher lustlos, hat aber immerhin die übliche Synchronstimme (bei einem so kleinen Vertrieb nicht unbedingt Standard). Jesse Metcalfe nimmt man den jungen Nachwuchsreporter durchaus ab, während Amber Tamblyn eigentlich schaut wie in jedem Film, egal ob sie einen Horrorfilm oder eine Komödie dreht.

Insgesamt kann man sich den Streifen durchaus mal ansehen. Wenn man über die turmhohen Konstruktionen der Drehbuchautoren hinwegsehen kann, ist das hier alles sehr unterhaltsam. Aber auch nur dann.

4chuckys

DEAD BROKE (KNM)

am 14. Juli 2010 unter Suspense, Thriller abgelegt

dead

In einem Hinterhof eines zwielichtigen Inkassobüros geschieht ein Mord. Ein Penner alarmiert daraufhin die Polizei. Der ermittelnde Detektive steht jedoch vor einem Rätsel, denn keiner der Angestellten will etwas gesehen oder gehört haben. Bei der Einzelvernehmung aller anwesenden kommt jedoch zum Vorschein, das fast alle in irgend einer Form Dreck am Stecken haben. Somit erhöht sich der Kreis der Verdächtigen minütlich, zumal jeder versucht den anderen auszuspielen.

Eigentlich eine recht ordentliche Grundidee sollte mal meinen und der anfangs sehr träge Thriller kommt mit zunehmender Spieldauer mehr in Fahrt. Insbesondere wenn jeder dem Ermittler von den Geheimnissen der anderen erzählt und mal als Zuschauer immer wieder von den Wendungen überrascht wird, ist das teilweise recht amüsant.

Der auf der Rückseite gedruckte Satz „In berühmter Agatha Christie Manier wird der Zuschauer auf verschiedene Fährten gelockt“ ist von der Sache schon richtig, doch übernimmt man sich bei diesem Vergleich doch ein wenig, denn die Verfilmungen (mit Peter Ustinov zum Beispiel), waren schon etwas cleverer angelegt.

Dennoch weiß der Streifen ordentlich zu unterhalten und für die Auflösung gibt es einen halben Sonderchucky, denn darauf wäre ich beim besten Willen nicht gekommen. Natürlich ist das etwas konstruiert, aber der Überraschungseffekt ist trotzdem wirklich gelungen.

4chuckys