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Archiv des Monats Juli 2010

THE INVESTIGATOR (Schröder Media)

am 23. Juli 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

invest

Tibor Malkav ist Pathologe und halb autistisch. Seine Mutter leidet an Knochenkrebs und wird ohne entsprechende Behandlung sterben, doch diese ist leider zu kostspielig. Die Rettung naht allerdings in Form eines dubiosen Angebots eines Fremden. Für eine enorme Summe Bares soll Tibor einen ihn unbekannten Menschen ermorden. Der verzweifelte Pathologe lässt sich auf den Deal ein und führt den Mord auch durch. Am nächsten Tag erhält er einen Brief, aus dem hervorgeht, dass er einen Halbbruder hat. Und der Absender ist – sein nächtliches Opfer. Also beginnt Tibor Nachforschungen anzustellen.

Eine wirklich tolle Story wie ich finde, die im Laufe der 108 Minuten auch noch die ein oder andere Wende einschlägt und deren Auflösung obendrein stimmig ist. In dieser Beziehung hat man alles richtig gemacht.

Der Hauptdarsteller liefert zudem eine absolut superbe Leistung ab und aus dem Nichts heraus kommt immer mal wieder ein trockener Spruch, mit dem man absolut nicht rechnet und der dann umso wirkungsvoller ausfällt, was die Erheiterung des Zuschauers angeht.

Doch leider ist das Tempo des Films ähnlich träge ausfallen wie die Figur des Hauptdarstellers, nur bei dem ist es positiv gemeint. Ein bisschen mehr Drive hätte dem ganzen nicht geschadet und die surrealistischen Szenen am Anfang des Films sind zwar eine ganz nette Idee, sehen aber ohne entsprechendes Budget leider ziemlich billig aus.

Trotzdem würde ich nicht von dem Streifen abraten, denn sieht man über die beiden o.g. Punkte hinweg, bekommt man eine interessante und teilweise wirklich überraschende Geschichte geboten, die nach einem Remake schreit. In diesem Falle würde ich dies sogar befürworten, denn hier fehlt an manchen Stellen doch die Kohle. Travolta wäre eine gute Besetzung für die Hauptrolle, es sei denn John Goodman nimmt wieder zu.

5chuckys

REC 2 (Universum Film)

am 23. Juli 2010 unter Horror abgelegt

rec

Sehr gespannt war ich auf die Fortsetzung des Überraschungshits REC, der aufgrund seiner Machart vor ein paar Jahren schon etwas außergewöhnliches darstellte. Zudem erwarte ich von Regisseur Balaguero immer etwas besonderes, da er mit FRAGILE einer meiner Lieblingshorrorfilme schuf.

Der Streifen setzt auch genau an seinem Vorgänger an und man bekommt als Zuschauer die letzten Sekunden des Vorläufers noch einmal serviert. Dann gibt es einen Cut und man schaltet in den Van eines SWAT Teams, das zusammen mit einem Arzt die Ursache des Virus klären und nach Überlebenden, in dem immer noch hermetisch abgeriegelten Haus, suchen soll. Doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass der Doktor keiner ist und ganz andere Ziele verfolgt.

Die Auflösung (die man sich im ersten Teil noch schenkte), was das Virus denn nun genau ist, bekommt man hier nachgeliefert und die ist leider erstaunlich konventionell ausgefallen. Auch der Schlusstwist ist doch arg weit hergeholt, lässt aber eine Fortsetzung zu, die dann allerdings nicht mehr im Haus stattfinden dürfte.

Den Inszenierungsstil hat man beibehalten. Der Zuschauer bekommt die ganze Geschichte aus Sicht der diversen Kameras erzählt, die entweder das SWAT Team im Helm integriert haben oder wie im zweiten Abschnitt, aus der Sicht einer Handykamera. Das ist clever gelöst worden, allerdings ist der Teil ein wenig langatmiger erzählt. Ab dem Zeitpunkt wo sich beide Geschichten wieder treffen, wird es auch gleich wieder deutlich interessanter.

Wer den ersten Teil mag dürfte auch an der Fortsetzung Gefallen finden. REC 2 ist spannend inszeniert und hat ein paar nette Einfälle parat. Insbesondere die Idee mit der Nachtsichtkamera (mehr kann ich nicht verraten) ist mehr als originell.

Fazit: Kaum schlechter als der Vorgänger, ist nur die Auflösung des ganzen ein wenig mau ausgefallen. Vielleicht hätte man sich diese einfach komplett schenken sollen. Das ist aber der einzige wirkliche Kritikpunkt.

5chuckys

halberchucky

THE SNIPER (NEW KSM)

am 23. Juli 2010 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

sniper

Hartmann ist der beste Scharfschütze der Spezialeinheit. Über ihm stand nur sein ehemaliger Partner Lincoln, der sich allerdings einem Befehl widersetzte und bei einem Einsatz eine unschuldige Geisel tötete. Dafür landete er 4 Jahre im Knast. Nun ist er wieder auf freiem Fuß und arbeitet für einen Gangster. Als er diesem bei einem Einsatz hilft, erkennt Hartmann sofort, dass es sich um seinen ehemaligen Kollegen handelt. Als immer mehr Menschen zu Schaden kommen, weil sein Ex-Kollege wild in der Gegend herumballert, will er ihm das Handwerk legen. Doch das ist leichter gesagt als getan.

Nach den ersten 30 Minuten dachte ich, es handelt sich hierbei wieder um einen durchgestylten asiatischen Ballerfilm, denn da bekommt der Zuschauer keine wirklich stringente Handlung geboten und der Film ist irgendwie nur eine Aneinanderreihung von stylischen Szenen und Rückblenden.

Doch dann besinnt sich Regisseur Dante Lam eines Besseren und der Film wird zu einem spannenden Actionthriller, der zwar den hippen Look beibehält, sich aber nun auch den Charakteren widmet und eine Geschichte erzählt.

Zudem kann ich mich nicht erinnern in einem asiatischen Film so viele gute Schauspieler gesehen zu haben, denn die beiden vermeintlichen Protagonisten Richie Jen und vor allem Huang Xiaoming liefern eine darstellerische Glanzleistung ab. Auch in den eher ruhigen Momenten machen sie einen guten Job.

Fazit: Nach einigen Startschwierigkeiten entwickelt sich SNIPER zu einem richtig guten Film und zwar ab dem Moment, als auch dramatische Abschnitte mit einfließen. Das reicht aber aufgrund des schwachen Start nur zu 5 Chuckys – es hätten mehr sein können.

5chuckys

BATTLE IN SEATTLE (NEW KSM)

am 23. Juli 2010 unter Drama abgelegt

battle

Mit „Battle in Seattle“ liefert Schauspieler Stuart Townsend sein beachtliches Regiedebüt ab. Die Handlung dreht sich um die Chaostage in Seattle Ende der 90er, als dort ein Treffen der WTO (Welthandelsorganisation) stattfindet und diese massive Proteste hervorruft, was zu Demonstrationen führt. Da es aber zu viele Splitterparteien bei den Gegnern gibt, verlaufen diese eben nicht friedlich, sondern einige Spinner beginnen Menschen zu verletzen und Randale zu veranstalten. Der Film zeigt diverse Schicksale beteiligter Menschen auf, ähnlich wie es auch in „L.A. Crash“ passierte. Das interessante hierbei sind die verschiedenen Sichtweisen der Beteiligten, denn sowohl die Ziele der verschiedenen Demonstrantengruppen, der Länder innerhalb der WTO und auch „normaler“ Menschen werden dem Zuschauer abwechselnd gezeigt, was zur Folge hat, das der Streifen aufgrund der häufigen Szenenwechsel nie langweilig wird.

Um darzulegen, wieso diese WTO Konferenz so umstritten ist, müsste ich hier allerdings einen politischen Exkurs halten und dieser gehört nicht wirklich in eine Filmkritik. Wen die Hintergründe aber trotzdem interessieren, dem sei diese Seite ans Herz gelegt.

http://www.greenpeace.de/themen/umwelt_wirtschaft/wto/

Was man hier an schauspielerischen Größen für das Projekt gewinnen könnte ist schon beeindruckend,. Charlize Theron, Woody Harrelson, Ray Liotta, Michelle Rodriguez, Joshua Jackson, Connie Nielsen und noch viele weitere bekannte Gesichter mehr sprechen wohl dafür, dass dieser Film auch den Darstellern am Herzen lag.

Townsend gelingt zudem das Kunststück, trotz des eigentlich recht trockenen Stoffs (der immer mal wieder in dokumentarischem Stil daherkommt) den schwierigen Spagat zwischen Anspruch und Unterhaltung zu finden, denn der Streifen hat keine nennenswerten Durchhänger und ist extrem kurzweilig.

Wer sich allerdings mit solchen Themen im Allgemeinen nicht auseinandersetzt, für den dürfte das alles Zeitverschwendung sein. Enttäuschend auch die nicht vorhandenen Extras, bei so einer Thematik. Aber dafür kann ja der Film an sich nichts. Sehenswert!!

6chuckys

halberchucky

PARAGRAPH 78 (Euro Video)

am 23. Juli 2010 unter Action, SciFi abgelegt

para

Offiziell besitzt kein Land der Welt mehr irgend eine Massenvernichtungswaffe. Aber natürlich wird in geheimen Laboren weiter experimentiert. In einem passiert ein folgenschwerer Unfall, bei denen die Forscher entweder ihr Leben lassen oder komplett durchdrehen. Ein Team um Elitesoldaten und einem Arzt soll aufklären was passiert ist. Als sich herausstellt, dass diese tödliche Waffe eine ganz besonders bösartige Spezies ist, die noch dazu durch Räume wandern kann, muss man verhindern, dass sie das Labor verlässt.

Daraus könnte man einen spannender Sci-Fi Thriller werden lassen, doch nach der Hälfte des Films wurde wohl das Skript vernichtet, denn als die Soldaten ebenfalls infiziert werden, kommt man auf die wahnsinnig tolle Idee, die Kameraden in Zweiergruppen kämpfen zu lassen, weil sie ja eh alle draufgehen (???).

Natürlich ist die einzige Tusse der Truppe die Freundin des Chefs, hatte aber vorher mal was mit nem anderen der Hohlbirnen und so kommt es zwischen den beiden Rivalen zum entscheidenden Kampf.

Himmel, wie kann man sich denn so einen Scheißdreck einfallen lassen, noch dazu bei dem vielversprechenden Start. Die ersten 60 Minuten gehen völlig in Ordnung, doch diese stumpf- und vor allem unsinnige Klopperei der Soldaten untereinander, ist ein solcher Schwachsinn, dass ich kurz davor war auszuschalten, bietet aber immerhin viel Platz für optische Spielchen, denen sich der Regisseur in Matrix Manier auch voll und ganz hingibt.

Noch dazu kommt dieser Nonsens auf eine unglaubliche Laufzeit von über zwei Stunden, die mit fortlaufender Filmdauer, immer mehr zur Qual geraten. Die Synchro ist zudem eher schwach.

Fazit: Nach wirklich gutem Start geht es im zweiten Abschnitt vollkommen in den Keller. Statt einen spannenden Thriller in einem Labor im Stile von Resident Evil zu drehen, lässt man sich die Soldaten die Birnen einschlagen. Von dem Krampf gibt es sogar noch einen zweiten Teil, wer haut sich denn da gegenseitig die Fresse ein? Lebt ja fast keiner mehr – aber hee Soldatennachwuchs gibt’s in Russland doch immer.

2chuckys

TANNÖD (Highlight)

am 23. Juli 2010 unter Drama abgelegt

tan

Familie Tanner wurde mitsamt Angestellten auf ihrem Hof ermordet. Als die Krankenschwester Kathrin zurück in ihr altes Heimatdorf kommt, um an der Beerdigung ihrer Mutter teilzunehmen, spürt sie, dass die Verdächtigungen die jeder gegen jeden hegt, noch nicht nachgelassen haben. Insbesondere Traudl, die Schwester der damals ebenfalls ermordeten Magd, kann ihr Schandmaul nicht halten und gießt immer wieder Öl ins Feuer, auch, weil sie sich für den Tod ihrer Schwester mit verantwortlich fühlt. Nach und nach findet Kathrin heraus, dass in diesem Dorf jeder ein Motiv für den Mord hatte.

Ich kenne den Roman nicht, sondern habe nur die andere Verfilmung gesehen (Hinter Kaifeck), die ja eher einen Mystery-Background hatte. Hier handelt es sich um ein Drama mit seltenen Thrillerelementen, dass aber den Zuschauer nur bedingt bei der Stange halten kann.

Das liegt eventuell auch daran, dass Kathrin zwar die Hauptfigur des Films ist, jedoch eben keine Polizistin und daher auch nicht wirklich Nachforschungen anstellt, sondern alles von den Dorfbewohnern eher zufällig zugetragen bekommt, was teilweise reichlich konstruiert daherkommt.

Visuell braucht sich der Film sich nicht zu verstecken, denn die vielen Grünfilter und die anmutigen Aufnahmen der Umgebung sind sehr schön eingefangen. Das alleine reicht jedoch nicht für einen guten Film aus, dessen Handlung sich langsamer nach vorne schleppt, als eine dreibeinige Schildkröte.

Schauspielerisch durch die namhafte Besetzung durchaus ansprechend, scheitert das Unternehmen letztendlich an der fehlenden Spannung und macht den letzten beiden Buchstaben seines Titels über weite Strecken alle Ehre.

3chuckys

ABGEHÖRT – TRAU NIEMALS EINEM COP (Koch Media)

am 14. Juli 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

ab

Zunächst einmal gibt es einen Abzug für den Titel, der aber auch rein gar nichts mit dem Film zu tun hat, vollkommen dusselig ist und zudem auch falsche Erwartungen weckt.

Johnny ein langjähriger Cop und seine beiden Kollegen Max und Gene haben die Büroräume eines Geschäftsmannes verwanzt, der im Verdacht steht, illegale Börsengeschäfte durchzuführen. Nachdem man mehrere Tage und Nächte Wache gehalten hat, verrät der Verdächtige in einer schwachen Stunde seiner Geliebten, dass durch ein dubioses Geschäft der Wert einer bestimmten Aktie die nächsten Tage exorbitant in die Höhe schnellen wird. Gene und Max jedoch beschließen, diese Information für sich zu behalten und selbst ihr eigenes Erspartes mit einzusetzen, was natürlich illegal ist. Als Johnny das mitbekommt, ist er zunächst wütend, schützt seine Freunde und Kollegen aber, da diese das Geld dringend benötigen. Doch ihre Spekulationen bleiben nicht geheim und man sieht sich plötzlich skrupellosen Killern gegenüber.

Die Geschichte beinhaltet noch mehrere andere Schauplätze. Doch das würde jetzt etwas zu weit führen und womöglich würde ich auch zu viel verraten und das wäre schade, denn wer kein Problem mit asiatischen Streifen hat (ich erwähne das immer wieder in Reviews, da ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die sich solche Filme aufgrund des Herkunftslandes erst gar nicht ansehen), sollte sich ABGEHÖRT auf jeden Fall anschauen, der eigentlich nach einem amerikanischen Remake geradezu schreit. Das mehr als konsequente Ende würde jedoch niemals so übernommen werden.

Sowohl schauspielerisch als auch optisch, bewegt sich der Streifen auf sehr hohem Niveau. Schon der Einstieg ist sehr gelungen, denn bei der Verwanzung des Büros läuft nicht alles glatt und man hat sich in den ersten Minuten ein paar clevere Ideen einfallen lassen. Hier gibt es zudem kein asiatisches Overacting, sondern eher sehr zurückhaltende Darsteller, die durch die Bank glaubwürdig spielen und mit denen der Zuschauer auch mitfühlt, obwohl sie ja im Grunde die „Bösen“ sind.

Fazit: Sehenswerter Streifen mit fast ein wenig zu viel Story. Die Darsteller sind exzellent, die Geschichte ist originell. Über weite Strecken sogar eher ein Drama als ein Thriller.

6chuckys

MAX MANUS (Capelight)

am 14. Juli 2010 unter Biopic, Drama abgelegt

max

Im Jahre 1940 haben die deutschen Truppen auch Norwegen besetzt; Max schämt sich für sein Land und will etwas gegen die Eindringlinge unternehmen. Das geht jedoch vorerst nur im kleinen. Erst als er einige Menschen um sich herumgeschart hat, beginnen Sie mit Sabotageakten. Doch die Bewegung ist einfach zu klein. Je aufwendiger die Operationen werden, desto mehr laufen er und die Beteiligten Gefahr, entdeckt zu werden. Eines Tages ist es dann wirklich soweit, und auf der Flucht verletzt sich Max schwer. Doch seine Freunde befreien ihn aus dem Krankenhaus und sein Kampfeswillen ist ungebrochen. Als weitere seiner Freunde umkommen, fast er einen Entschluss.

In Norwegen ist der Mann wohl so etwas wie ein Volksheld und der Film beruht wohl auch auf dessen Autobiographie. Seine Witwe, mittlerweile kurz vor dem 100 Lebensjahr, erzählt in den umfangreichen Extras von ihrem bewegten Leben.

Aksel Hennie als Manus weiß zu gefallen in der Rolle des Kämpfers und sieht dermaßen extrem nach Bernard Summer aus (Sänger von New Order), dass man wirklich meinen könnte die beiden sind verwandt. Auch Ken Duken (den ich eh mag liefert eine gute Performance als Gestapo Offizier Fahmer ab.

In der Mitte verliert der Streifen dann aber doch seinen Fluss, was auch daran liegt, dass man private Dinge des Protagonisten natürlich auch nicht aussparen will. Das geht jedoch zu Kosten der Spannung und 90 Minuten hätten hier definitiv ausgereicht.

Zudem handelt es sich hier auch nicht wirklich um einen klassischen Kriegsfilm, wie man anhand des Trailers vermuten könnte, sondern eher um ein Drama, das während des Krieges spielt.

Fazit: Schön ausgestattet, gut besetzt, erfreulich neutral geschildert, aber über weite Strecken auch einen Tick zu langatmig, gibt’s hierfür:

4chuckys

halberchucky

STEPFATHER (Sony Pictures)

am 14. Juli 2010 unter Thriller abgelegt

step

Es ist immer wieder interessant, wie man als Rezensent an einen Film herangeht. Da dieses Remake durchweg schlechte Kritiken bekam, habe ich mir nicht wirklich was davon erwartet – und war dann wieder ein mal überrascht, denn der Streifen ist durchaus als gelungen zu bezeichnen.

Es handelt sich hierbei um ein Remake aus dem Jahre 1987, in dem Terry O’ Quinn (mittlerweile Star der Serie LOST), den scheinbar netten neuen Papa spielt, der sich jedoch im Laufe der Zeit als gar nicht so freundlich erweist.

Die Rolle hat im Remake Dylan Walsh übernommen, der auch einen durchaus guten Job abliefert. Im Gegensatz zum Original hat man auch einiges verändert. Zum Beispiel ist die Zusammensetzung der Familie komplett anders und moderne Dinge wie Internet oder Handys, die es im ursprünglichen Streifen natürlich nicht gab, sorgen durch ihren Einsatz für zusätzlichen Suspense.

Zudem agieren die vermeintlichen Opfer auch zwischendurch und denken gar nicht daran, sich von dem Psycho einfach um die Ecke bringen zu lassen. Das gibt dem Film eine gewisse Glaubwürdigkeit, die vielen Verfilmungen in dieser Richtung ansonsten vollkommen abgeht, denn das irrationale Verhalten der Opfer geht mir in anderen Streifen immer tierisch auf die Nüsse.

Fazit: Wer das Original kennt, sollte sich trotzdem die Neuverfilmung ansehen. Der Film ist spannend, ordentlich besetzt und hat auch ein ganz anderes Tempo als der Streifen aus dem Jahre 1987 und ist überraschend gut.

5chuckys

ARMORED (Sony Pictures)

am 14. Juli 2010 unter Action, Thriller abgelegt

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Ty Hackett arbeitet bei einer Sicherheitsfirma und schlägt sich eher schlecht als recht durchs Leben, zumal er auf seien kleineren Bruder aufpassen muss, seit die Eltern verstorben sind. Doch eines Tages macht ihm sein Kollege Mike ein verlockendes Angebot. Die Kollegen wollen einen Raub auf ihren eigenen Geldtransporter fingieren und die Kohle einsacken. Nach anfänglichen Zweifeln sagt Ty zu, doch selbstverständlich geht bei dem scheinbar genialen Plan etwas daneben und ein Mensch kommt ums Leben. Nun bekommt der Wackelkandidat Gewissensbisse und will die Sache abblasen, doch die anderen denken gar nicht daran – die Lage eskaliert.

Also zunächst einmal: Der Film bietet ordentliche Unterhaltung und ist durchweg unterhaltsam. Das war es dann aber auch. Anscheinend haben sowohl Matt Dillon, als auch Larry Fishburne und Jean Reno entweder das Finanzamt auf dem Hals oder gemeinsam in Vegas ihre Kohle verzockt.

Anders ist es nicht zu erklären, dass drei erwiesen gute Charakterdarsteller in so einem Streifen herumdümpeln. Charakterzeichnung gibt es hier gar keine und keiner der eben aufgeführten Herrschaften muss auch nur 10 % seines (durchaus vorhandenem) schauspielerischen Könnens aufbieten, wobei es Reno am schlimmsten erwischt, da dieser eigentlich nur 10 Sätze zu sagen hat und kaum im Bild ist. Da hätte man auch eine Flachpfeife wie Ben Affleck für besetzen können.

Die Story ist spätestens nach 45 Minuten ziemlich vorhersehbar und das Ende fällt natürlich auch Hollywoodgerecht aus. Gähn.

Was bleibt? Vollkommen verschenkte Darsteller in einem trotzdem kurzweiligen Streifen, den man aber schon wieder vergessen hat, bevor der Abspann auch nur zur Hälfte vorbei ist.

4chuckys

halberchucky