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DAYBREAKERS (Sunfilm)

day

Wir schreiben das Jahr 2019. Auf der Erde leben mittlerweile deutlich mehr Vampire als Menschen, da viele in früheren Zeiten den Weg der Unsterblichkeit wählten und das menschliche Dasein aufgaben. Doch mittlerweile gibt es eben nur noch sehr wenige Menschen auf der Erde, was gleichzeitig bedeutet, dass es für die vielen hungrigen Blutsauger keine Nahrung mehr gibt und auch in den „Blutfarmen“ in denen man die humanoiden Wesen festhielt um sie als Spender zu benutzen, herrscht mittlerweile gähnende Leere. In einem Labor arbeitet der Wissenschaftler Edward Dalton fieberhaft an einem Blutersatz, doch immer wieder schlagen die Experimente an den Probanden fehl. Zudem hat er das Menschsein und die damit verbundenen schönen Dinge wie zum Beispiel Sonne genießen noch nicht vergessen und kommt auch mit den Blutfarmen nicht wirklich klar. Eines Tages rettet er abends eine menschliche Familie vor der Polizei und dem damit verbundenen Tod. Eine der Herrschaften stellt sich als die Freiheitskämpferin Lisa Barrett heraus, die ihn kurz darauf aufsucht und um seine Hilfe bittet. Doch der Feind hört mit und schon bald wird das Flüchtlingslager von den Vampiren zerstört. Deren Anführer Lionel Cormack hat die Lösung für alle Probleme, denn er war auch mal Vampir und ist nun wieder Mensch. Doch die Obrigkeiten sind an einer friedlichen Lösung keineswegs interessiert…

Für meine Verhältnisse ist dies eine recht umfangreiche Zusammenfassung, was damit zusammenhängt dass die Story eine Menge hergibt und auch einige Überraschungen parat hält, die man so noch nicht gesehen hat.

Das Problem haben allerdings auch die beiden Regisseure, denn ihr Film ist mal locker eine halbe Stunde zu kurz. Viele Dinge die man hätte näher beleuchten können, viele kleine Einfälle (Beispiel die „Subwalks“) werden nur am Rande erwähnt, weil man diesen Film, krampfhaft in ein 90 Minuten Korsett presste (oder pressen musste?). Selten habe ich einen Streifen mit so vielen tollen Ideen und Ansätzen gesehen, die er aber alle ganz schnell abhakt. Der Look in der Stadt wirkt dabei wie eine Mischung aus „I robot“ und „Equilibrium“. Das sieht mal richtig genial aus. Der Splatteranteil ist relativ heftig und an manchen Stellen gar ultrabrutal.

Auch die Schauspieler liefern eine gute Leistung ab, allen voran Ethan Hawke, der in den letzten Jahren eine Menge guter Sachen gedreht hat (allen voran natürlich der überragende „Gattaca“) Sam Neill hat man auch schon lange nicht mehr gesehen und Herr Defoe macht seinen „Antichrist“-Ausrutscher auch wieder wett.

Trotzdem hätte man hieraus ein kleines Kunstwerk machen können, wäre man nicht über die gute Story hinweggefegt. In der letzten halben Stunde gibt es dann keine Story mehr – darauf verwendet man dann deutlich zu viel Zeit.

Fazit: Ein toller Look, ein cooler Film, aber hier schreit es an jeder Ecke nach einem Directors Cut, bei dem man auf viele Dinge deutlich mehr eingehen und die Charaktere näher beleuchten könnte. Ich bin gespannt ob der noch kommt. Es wäre dem Filmfreund zu wünschen.

6chuckys

halberchucky

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