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Archiv für den 18. Juni 2010

SECRET DEFENSE (Capelight)

am 18. Juni 2010 unter Action, Thriller abgelegt

secret

Diane, eine ehemalige Edelhure will ihr Leben ändern und als Übersetzerin arbeiten. Doch bei der Prüfung fällt sie durch,. Kurz darauf wird sie jedoch vom französischen Geheimdienst mit einer recht fiesen List angeworben. Gleich ihr erster Auftrag ist brisant, denn sie soll sich an einen islamischen Terroristen heranmachen und diesen ausspionieren, denn nach zuverlässigen Informationen des Geheimdienstes plant der einen Giftgasanschlag auf die Franzosen. Dafür soll ein zum Islam konvertierter Krimineller als Selbstmordattentäter herhalten, zumal dieser eh nichts mehr zu verlieren hat. Als Diane herausbekommt wo der Anschlag stattfinden soll, ist es jedoch fast schon zu spät.

Das Problem des Streifens ist seine Thematik. Giftgasanschläge sind nun wirklich ein unglaublich alter Hut, nur hat man das Land gewechselt da ja (ähnlich wie bei Angriffen von Außerirdischen) sonst grundsätzlich nur die USA betroffen sind. Dazu nimmt man ein bisschen Nikita, ein wenig Traitor, würzt mit Sleeper Cell und 24. Fertig ist der solide Genre-Vertreter, der aber an keiner Stelle etwas wirklich Neues erzählt.

Allerdings ist der Streifen sehr kurzweilig und in äußerst stylische Bilder gepackt. Gegen Ende gibt es zwei wirklich überraschende kleine Auflösungen mit denen man niemals rechnet. Gerard Lanvin als Dianes Vorgesetzter würde in Sachen Coolness und Gefühlskälte selbst einen Bruce Willis alt aussehen lassen.

Hier passt alles, bis auf den öden Plot und der ist leider nunmal das Wichtigste an einem Film, so tue ich mich ganz schwer mit einer Bewertung, zumal mir der Inszenierungsstil wirklich gut gefallen hat, was aber eben nichts an der 0815 Story ändert.

4chuckys

halberchucky

SEXY BEAST ( Universum Film)

am 18. Juni 2010 unter Thriller abgelegt

sexy

Der Streifen ist bereits 10 Jahre alt, doch ich habe ihn zuvor noch nie gesehen. Die Rechte wechselten nun von Universal zur Ufa und die haben das ganze noch einmal in neuem Gewand wiederveröffentlicht.

Gal, ein ehemaliger Profiräuber hat sich im sonnigen Spanien zur Ruhe gesetzt und mit seinem alten Leben abgeschlossen, bis eines Tages sein ehemaliger Boss Don Logan auftaucht, und ihn zuerst bittet, dann jedoch zwingt,  an einem letzten Coup teilzunehmen. Gal willigt dann schließlich doch ein, wohlwissend, dass er sonst nie mehr ein ruhiges Leben haben wird, denn sein ehemaliger Chef ist eine extrem fiese Type. Der Raub funktioniert auch, doch plötzlich ist Don verschwunden….

Die Show die Ben Kingsley hier abzieht ist nahezu unfassbar gut und vielleicht die beste Performance die er jemals abgeliefert hat. Seine fiesen und erniedrigenden verbalen Rundumschläge sind im Zusammenspiel mit seiner stoischen Mimik einfach grandios. Aber auch Ray Winstone macht seine Sache gut, ebenso wie Ian Mc Shane, der in Sachen Coolness Kingsley in fast nichts nachsteht, aber deutlich weniger Screentime hat.

Trotzdem ist der Film an manchen Stellen etwas langatmig geworden, denn die Story gibt eben nicht wirklich viel her. Zudem lässt man sich anfangs viel Zeit und zeigt ein wenig viel von Gals „Dolce Vita“.

Aufgrund der staubtrockenen Dialoge und eines unglaublich genialen Ben Kingsley aber auf jeden Fall einem Blick wert für Menschen, die Filme wie „Lucky Number slevin“ oder „Bound“ mögen. Sicherer Tipp für Uwe Meyer an den ein Gruß geht.

5chuckys

DIE HORDE (Kinowelt)

am 18. Juni 2010 unter Action, Horror abgelegt

horde

Ein Cop wird hingerichtet aufgefunden. Auf seiner Beerdigung schwören seine Kollegen Rache und lassen dem Schwur auch Taten folgen. Man verschafft sich Zugang zu dem Haus in dem die Verbrecher hausen und will sie liquidieren. Doch dazu kommt es nicht, denn die sind durchaus gewitzt und nicht unvorbereitet. Und so werden aus Jägern Gejagte. Doch dann muss man sich zu einer ungeliebten Allianz zusammenschließen, denn von der einen auf die andere Minute taucht eine riesige Horde Zombies auf, die ziemlichen Hunger hat.

Wesentlich mehr gibt die Story nicht her. Man bekommt für die Invasion nicht wirklich eine plausible Erklärung und ist genauso schlau wie die Protagonisten. Der Ansatz der Geschichte ist sicherlich gar nicht mal uninteressant, doch verkommt das ganze im Laufe der Geschehnisse dann eigentlich wieder nur zu einer „Zombies machen Jagd auf Menschen“ Variante, die nicht wirklich etwas neues zu bieten hat und zudem in Deutschland von unseren Freunden der FSK kräftig zerschnippelt wurde. Bis auf eine Stelle wurde das immerhin recht professionell gemacht. Jetzt muss man diese Institution für so etwas schon loben.

Fazit: Nicht unspannender und blutiger Streifen, aus dem aber noch etwas mehr herauszuholen gewesen wäre, denn so etwas wie Charakterzeichnung gibt es hier gar nicht, wenn die Schauspieler auch alle ziemlich „cool“ sind. Der Rest ist jedoch absoluter Standard.

4chuckys

WHITECHAPEL (WVG Medien)

am 18. Juni 2010 unter Thriller abgelegt

white

DI Joe Chandler hat es nicht leicht. Als absoluter Neuling bei einem eingespielten Einsatzkommando wird er von seinen Mitarbeitern nicht ernst genommen, weil diese ihn als Schreibtischpolizisten abtun. Zudem geht in London gerade ein wahnsinniger Killer um, der anscheinend die Morde des legendären Jack The Ripper nachahmt und dies vollkommen detailgetreu. Als Chandler nicht weiterkommt, bittet er den den Geschichtshistoriker und Experten Edward Buchan um Hilfe. Der kann zwar wichtige Tipps geben, doch die nächsten Morde auch nicht verhindern. Im Gegenteil, er gerät sogar selbst unter Mordverdacht und Chandler steht vor dem Verlust seiner Glaubwürdigkeit – und der Ripper mordet fröhlich weiter.

BBC Serien sind eigentlich immer einen Blick wert. Ich kann mich nicht erinnern, da jemals Schrott gesehen zu haben, sei es nun SPOOKS oder FITZ – alle lohnten das Ansehen und so ist es auch mit Whitechapel.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist die unglaublich genaue Recherche der Autoren. Hier wird man wirklich mit jedem (für den Laien) noch so unbekannten Fakt der Ripper- Historie versorgt und bettet zudem verschiedenste Theorien die es über den Killer gibt, geschickt in die Handlung ein. Auch die Rolle des Ripper-Experten ist ein guter Einfall und wirkt an keiner Stelle unglaubwürdig.

Die Schauspieler spielen ihren Part solide, aber nicht überragend. Am besten gefällt mir hierbei Schlitzer-Fan Steve Pemberton.- genauso stellt man sich einen spleenigen Forscher vor.

Fazit: Durchaus spannende Mini-Serie mit tollen Bildern aus London und wenigen Längen. Lediglich Darsteller und auch Synchro sind an manchen Stellen etwas steif geraten.

5chuckys

THEM (Ascot Elite)

am 18. Juni 2010 unter Horror, Suspense abgelegt

them

Clementine und Lucas sind gerade in ein schickes Häuschen außerhalb der Stadt gezogen. Während erstere an einer Schule unterrichtet, ist ihr Ehegatte Schriftsteller. Ihr Leben verläuft so weit in ruhigen Bahnen. Eines Tages schreckt Clementine aus dem Schlaf, weil sie merkwürdige Geräusche gehört hat. Das ist der Beginn einer langen Nacht, die für beide zum reinsten Horror mutieren wird.

Fakt ist auf jeden Fall, das insbesondere Olivia Bonamy ihre Rolle absolut glaubwürdig rüberbringt. Die Angst in ihrem Gesicht wirkt erschreckend real und ihre Aktionen und Reaktionen auf die Geschehnisse sind nachvollziehbar und nicht schwachsinnig wie in diversen Teenie-Slashern. Ihr Partner schneidet hingegen einen Tick schlechter ab.

Der Film dauert zwar „nur” 75 Minuten – das ist in diesem Fall aber die richtige Entscheidung, weil dies für mein persönliches Empfinden genau die richtige Laufzeit ist. Hätte man den Terror noch mehr in die Länge gezogen (was ohne weiteres möglich gewesen wäre), hätte das ganze zu eintönig werden können.

Viele Einstellungen wurden mit der Handkamera aufgenommen, die ja nicht unbedingt zu meinen Lieblings-Stilmitteln gehört, aber in diesem Fall kann man wirklich damit leben, da sie die Angst der Protagonisten für den Zuschauer noch verstärkt. Außerdem wird sie so eingesetzt, dass man trotzdem dem Geschehen problemlos folgen kann, da sich das Gewackel in Grenzen hält.

Ein dickes Lob geht vor allem an die beiden Regisseure. Die haben wohl „The others” gesehen und dachten sich, einen spannenden Film ohne jegliche Special Effects können wir auch drehen, denn abgesehen von etwas Kunstblut verlässt sich der Film alleine auf seine Spannung und diese wird fast ausschließlich durch Geräusche erzeugt.

Die Auflösung der Geschichte ist überraschend, und nur wer ganz am Anfang genau aufpasst, kann sie erahnen. Genial hierbei die zweitletzte Einstellung von „Them”, obwohl es sich um eine Szene handelt, die sich täglich Tausende Male vor Schulbeginn ereignet. Im Kontext mit den vorherigen Ereignissen wirkt sie jedoch total verstörend.

Einziger wirklicher Kritikpunkt ist die Auflösung. Wie? Der Trottel hat doch gerade geschrieben, dass die klasse ist. Auf der einen Seite schon, weil man damit nicht rechnen kann – auf der anderen Seite ist es keine übernatürliche Sache, was dann bei genauem Nachdenken schon wieder einiges Unlogische aufwirft, zum Beispiel wie menschliche Wesen einfach in ein Auto kommen ohne die Tür zu öffnen, das ganze Haus des Pärchens anscheinend in und auswendig kennen, immer an der richtigen Stelle stehen, um den Eheleuten zu folgen, usw.

Trotzdem gibt es für den Streifen der praktisch ein „Strangers“ in spannend ist, viele Chuckys.

6chuckys

halberchucky