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Archiv für den 09. Juni 2010

SPECIAL FORCE HONG KONG (KNM)

am 09. Juni 2010 unter Action abgelegt

special

Inspektor Chang von der Special Force hat gerade einen seiner Mitarbeiter verloren und gibt sich dafür selbst die Schuld. Zudem macht dem Team ein Raub auf eine unterirdische Bank zu schaffen, wo Hong Kongs Gangster ihr Geld waschen. Einerseits wurden die Angestellten brutal ermordet, andererseits scheint es so, als hätten die Räuber eigentlich ein Blutbad verhindern wollen. Im Laufe der Zeit verdichten sich die Anzeichen, das es bei den Tätern um Polizisten handelt, die allerdings einen guten Grund haben, denn ein Kollege wurde bei einem Einsatz halbseitig gelähmt und von der Führungsriege der Polizei fallengelassen – und die Operation ist schier unbezahlbar. Chang gerät in einen Interessenskonflikt…..

Gute Story für einen Film aus diesem Land, bei dem ja meist Explosionen im Vordergrund stehen. Da der Streifen schon 9 Jahre alt ist (aber erst jetzt auf DVD erscheint) wundert mich, dass Hollywood noch kein Remake gestartet hat. Das schreit geradezu danach.

Was mit sehr positiv auffiel ist, dass die Schauspieler für asiatische Verhältnisse sehr zurückhaltend agieren und erstaunliche darstellerische Qualitäten an den Tag legen. Insbesondere Daniel Wu als Inspektor liefert eine sensationelle Performance ab. Zudem fehlt der obligatorische Witzbold, der mir an Filmen aus Asien meistens auf den Senkel geht.

Fazit: Wieder einmal nichts erwartet und recht viel bekommen. Ich bin nun wahrlich kein Fan von asiatischen Filmen und schon gar nicht von Actionstreifen. Dieser hier ist aber richtig gut und ich werde mir auch den zweiten Teil anschauen. Einziger kleiner Kritikpunkt – bei den Nebendarstellern hat man bei der Synchronisation etwas gespart, aber das lässt sich verschmerzen,. Für meine Verhältnisse eine recht hohe Bewertung, was dieses Genre angeht:

5chuckys

halberchucky

EXTERMINATORS (Ascot Elite)

am 09. Juni 2010 unter Komödie abgelegt

exrterm

Es gibt Männer, die sind bei Frauen so beliebt wie Kakerlaken und ebenso resistent gegen jegliche Entfernung. Da helfen nur unkonventionelle Methoden der Schädlingsbekämpfung. Statt das richterlich verordnete Anti-Aggressions-Training für Frauen brav zu absolvieren, entwickeln Alex und Nikki mit Kammerjägerin Stella deshalb ein kreatives Servicekonzept der ganz besonderen Art. Der Begriff “Ungeziefervernichtung” bekommt für Stellas Firma eine wesentlich umfassendere Bedeutung. Und es herrscht kein Mangel an Kundinnen, die Probleme mit dem Ex oder Noch-nicht-Ex endgültig lösen wollen…

Das ist die offizielle Beschreibung des Films von der Verleih-Firma, und die hat mir so gut gefallen, dass ich sie gleich mal hier übernommen habe. Endlich mal nicht diese lausigen, lahmen Produktinfos, sondern eine humorvolle Zusammenfassung der Geschehnisse.

Heather Graham ist einfach putzig mit der Riesen-Brille und Jennifer Coolidge (sonst eher in TV- Serien präsent) macht den ersten 4 Buchstaben ihres Nachnamens alle Ehre. Ihre Vorstellung ist grandios und man freut sich jedesmal wenn sie ins Bild kommt, denn dann weiß man, dass entweder ein cooler Blick oder ein dummer Spruch bevorsteht.

Allerdings trägt die putzige Idee keinen ganzen Film und so schleichen sich hier und da schon einige Längen ein, insbesondere im Mittelteil.

Trotzdem eine witzige Indie-Komödie, die jobmäßig eine echte Marktlücke an den Tag bringt. Man solle diese Idee an die Agentur für Arbeit verkaufen, aber dafür fehlt denen sicherlich der Humor. Klar bei den schlimmen Arbeitszeiten. *hust*

5chuckys

MERRY GENTLEMAN (Universal Pictures)

am 09. Juni 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

merry

Kate Frazier verlässt fluchtartig ihre Heimatstadt, als ihr Ehegatte mal wieder zugeschlagen hat und diesmal so hart, dass wohl ein Schaden am Auge bleiben wird. In Chicago findet sie aber schnell Anschluss und rettet eines Abends einen Killer, der sich nach einem durchgeführten Auftrag anscheinend das Leben nehmen will. Oder etwa nicht? Der wiederum ist nun misstrauisch und versucht mehr über Madame herauszufinden. Hat sie ihn trotz der Entfernung deutlich erkannt und muss ebenfalls liquidiert werden? Und so kommt man sich natürlich zwangsläufig näher.

Gar keine schlechte Ausgangsposition sollte man meinen. Noch dazu mit dem eh immer guten Michael Keaton besetzt, der hier auch erstmals Regie führt. Vielleicht hätte er sich aber ein anderes Drehbuch für sein Debüt heraussuchen sollen, denn hier ist alles grausig vorhersehbar.

Zudem geht mir die sonst eher als positive Erscheinung bekannte Kelly Mc Donald mal richtig auf den Zeiger, denn ihre Leidensmiene nervt nach einer gewissen Zeit extremst. Klar bekommt sie das vom Drehbuch auch so vorgeschrieben, doch da stand bestimmt nicht, dass sie ihre Tränendrückermimik nicht auch mal zumindest in Nuancen variieren darf. Wenn sie lacht sieht das genau so aus, als wenn sie flennt.

Eine wirklich interessante Grundidee wird hier leider vermasselt. Das liegt aber keineswegs an Keatons Regie, sondern eher am Drehbuchautor, der sich den ganzen Film nicht entscheiden kann ob er dem Zuschauer jetzt ein Drama, einen Thriller oder sonst was kredenzen möchte. So bleibt’ s dann eher halbgar.

3chuckys

BIS NICHTS MEHR BLEIBT (Ascot Elite)

am 09. Juni 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

bleibt

Frank kämpft vor Gericht um das Sorgerecht für seine kleine Tochter. Die ist nämlich gemeinsam mit ihrer Mutter in den Fängen der Scientology gelandet und Frank möchte nicht dass seine Tochter so aufwächst, denn auch er war mal Mitglied der Sekte, und weiß, wie es dort zugeht. In Rückblenden bekommt der Zuschauer dann die Geschehnisse parallel zur Gerichtsverhandlung erzählt und erhält einen sehr guten Einblick in die Machenschaften der Vereinigung, deren bekanntestes Mitglied sicher Tom Cruise ist.

Dieser Streifen beruht auf dem Tatsachenbericht eines ehemaligen Scientologen und scheint daher authentisch zu sein, auch wenn ich das im Endeffekt trotzdem nicht beurteilen kann. Das Drehbuch ist ebenfalls mehr als gelungen, denn obwohl man schon Kritik an der Sekte übt, bezieht man nicht komplett Stellung und als Zuschauer findet man einige Dinge die dort ablaufen, von der Grundidee gar nicht so schlecht, nur leider wird diese durch die gierigen Oberen vollkommen zerstört. Auch die Rehabilitationsmaßnahmen für ehemalige Mitglieder sind schon mehr als grenzwertig und haben mit einer Religion überhaupt nichts zu tun,.

Der mit völlig unbekannte Felix Klare (ich schau leider keinen Tatort) liefert hierbei als besorgter Vater eine respektable Leistung ab, Die Nebenrollen wurden mit Susanne Von Borsody, Kai Wiesinger, Sabine Postel (schon wieder Tatort) und Robert Atzorn (und nochmal Tatort) ebenfalls eindrucksvoll besetzt und tragen erheblich zur Glaubwürdigkeit des Streifens bei.

Mich hat das ganze so bewegt, dass ich danach noch im Internet gegoogelt und mir Informationen über die Scientology eingeholt habe und wenn ein Film das bei mir erreicht, dann muss er schon gelungen sein.

Fazit: Glänzend gespielter und weit über dem üblichen TV-Niveau liegender Streifen, mit einer interessanten Story und gelungener Umsetzung. Wer kein Problem mit deutschen TV-Filmen hat sollte mal reinschauen.

6chuckys

halberchucky