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Archiv für den 06. Juni 2010

DAYBREAKERS (Sunfilm)

am 06. Juni 2010 unter Horror, SciFi abgelegt

day

Wir schreiben das Jahr 2019. Auf der Erde leben mittlerweile deutlich mehr Vampire als Menschen, da viele in früheren Zeiten den Weg der Unsterblichkeit wählten und das menschliche Dasein aufgaben. Doch mittlerweile gibt es eben nur noch sehr wenige Menschen auf der Erde, was gleichzeitig bedeutet, dass es für die vielen hungrigen Blutsauger keine Nahrung mehr gibt und auch in den „Blutfarmen“ in denen man die humanoiden Wesen festhielt um sie als Spender zu benutzen, herrscht mittlerweile gähnende Leere. In einem Labor arbeitet der Wissenschaftler Edward Dalton fieberhaft an einem Blutersatz, doch immer wieder schlagen die Experimente an den Probanden fehl. Zudem hat er das Menschsein und die damit verbundenen schönen Dinge wie zum Beispiel Sonne genießen noch nicht vergessen und kommt auch mit den Blutfarmen nicht wirklich klar. Eines Tages rettet er abends eine menschliche Familie vor der Polizei und dem damit verbundenen Tod. Eine der Herrschaften stellt sich als die Freiheitskämpferin Lisa Barrett heraus, die ihn kurz darauf aufsucht und um seine Hilfe bittet. Doch der Feind hört mit und schon bald wird das Flüchtlingslager von den Vampiren zerstört. Deren Anführer Lionel Cormack hat die Lösung für alle Probleme, denn er war auch mal Vampir und ist nun wieder Mensch. Doch die Obrigkeiten sind an einer friedlichen Lösung keineswegs interessiert…

Für meine Verhältnisse ist dies eine recht umfangreiche Zusammenfassung, was damit zusammenhängt dass die Story eine Menge hergibt und auch einige Überraschungen parat hält, die man so noch nicht gesehen hat.

Das Problem haben allerdings auch die beiden Regisseure, denn ihr Film ist mal locker eine halbe Stunde zu kurz. Viele Dinge die man hätte näher beleuchten können, viele kleine Einfälle (Beispiel die „Subwalks“) werden nur am Rande erwähnt, weil man diesen Film, krampfhaft in ein 90 Minuten Korsett presste (oder pressen musste?). Selten habe ich einen Streifen mit so vielen tollen Ideen und Ansätzen gesehen, die er aber alle ganz schnell abhakt. Der Look in der Stadt wirkt dabei wie eine Mischung aus „I robot“ und „Equilibrium“. Das sieht mal richtig genial aus. Der Splatteranteil ist relativ heftig und an manchen Stellen gar ultrabrutal.

Auch die Schauspieler liefern eine gute Leistung ab, allen voran Ethan Hawke, der in den letzten Jahren eine Menge guter Sachen gedreht hat (allen voran natürlich der überragende „Gattaca“) Sam Neill hat man auch schon lange nicht mehr gesehen und Herr Defoe macht seinen „Antichrist“-Ausrutscher auch wieder wett.

Trotzdem hätte man hieraus ein kleines Kunstwerk machen können, wäre man nicht über die gute Story hinweggefegt. In der letzten halben Stunde gibt es dann keine Story mehr – darauf verwendet man dann deutlich zu viel Zeit.

Fazit: Ein toller Look, ein cooler Film, aber hier schreit es an jeder Ecke nach einem Directors Cut, bei dem man auf viele Dinge deutlich mehr eingehen und die Charaktere näher beleuchten könnte. Ich bin gespannt ob der noch kommt. Es wäre dem Filmfreund zu wünschen.

6chuckys

halberchucky

ZOMBIELAND (Sony Pictures)

am 06. Juni 2010 unter Komödie abgelegt

zombie

Die Menschheit existiert nicht mehr, es gibt fast nur noch Zombies auf dieser Welt (als Angestellter im Media Markt Alzey glaube ich das aber eh schon seit Jahren). Ausgerechnet College-Streber Columbus hat das alles überlebt weil er seit Jahren feste Grundregeln befolgt. Dann trifft er auf Tallahassee, dem genauen Gegenteil seiner Person. Ihn kann nichts erschüttern und Zombies werden einfach umgemäht. Als das eh schon ungleiche Duo das Geschwisterpaar Wichita und Little Rock kennenlernt, muss man sich erstmal zusammenraufen um allerhand skurrile Abenteuer zu erleben.

Zombieland ist durchweg nett. Nette Grundidee, nette Darsteller, nette Kulissen, nette Effekte und nette Unterhaltung – ohne jeglichen Tiefgang. Wem das reicht, für den werden die 84 Minuten wie im Flug vergehen, denn der Streifen ist sehr kurzweilig.

Wirklich originell sind allerdings hierbei nur der Handlungsstrang mit Bill Murray und die ständigen visuellen Einblendungen von Columbus Überlebensliste. Den Rest hat man so oder so ähnlich schon dutzendfach in anderen Komödien dieses Subgenres gesehen.

Fazit: Wenig originell, aber immerhin sehr kurzweilig – Das muss dann halt auch mal reichen oder nicht?

4chuckys

halberchucky

THE TRUTH (Hamburger Medienhaus)

am 06. Juni 2010 unter Suspense, Thriller abgelegt

truth

Eines Nachts wird das gut betuchte Ehepaar Jonathan und Dana in ihrem Haus von einem Einbrecher überrascht. Der fesselt die beiden an einen Stuhl und beginnt ein recht perfides Frage- und Antwortspielchen mit den beiden. Im Laufe der kommenden Stunden stellt sich heraus, das die beiden Eheleute sich nicht wirklich kennen, denn beide haben eine dunkle Vergangenheit. Doch woher weiß der Einbrecher davon? Ist das Schicksal der beiden sogar mit seinem eigenen verknüpft?

Grundsätzlich ist das eine recht interessante Ausgangsbasis. Die Story an sich kann man zwar in einem Satz zusammenfassen, doch einige der Wendungen während der 96 Minuten sind durchaus überraschend. Weniger, dass Madame und der Einbrecher sich kennen, aber wie der Ehegatte dazu passt, ist schon recht originell. Die zweite Geschichte die in Rückblenden erzählt wird ist gut aufgebaut und wirkt stimmig und nachvollziehbar.

Trotzdem gerät der Streifen an manchen Stellen ein wenig zu geschwätzig und Brendan Sexton ist als böser Kidnapper doch ziemlich fehlbesetzt. Den bösen Buben nimmt man ihm nicht wirklich ab. John Heard (Edison) und Erin Cadillo (Zack and cody) schlagen sich als Ehepaar aber durchaus ordentlich.

Fazit: Netter kleiner Thriller, der gerne etwas schlauer wäre als er letztendlich ist. Dennoch ist Ansehen keine Zeitverschwendung. Zudem gibt es für einen so kleinen Film ein sehr gutes Blue ray Bild.

4chuckys

HIGH LANE (Koch Media)

am 06. Juni 2010 unter Drama, Horror abgelegt

high lane

Fred und Karine sind erfahrene Bergsteiger und haben ihre beste Freundin Chloe und deren neuen Freund Lioc eingeladen. Fünfter im Bund ist Chloes Exfreund Guilleaume, der sich mehr oder minder aufgedrängt hat. Der Kletterpfad ist allerdings bei der Ankunft gesperrt, doch Fred überredet den Rest der Truppe, trotzdem das angestrebte Ziel in Angriff zu nehmen. Also kraxelt man in schwindelerregende Höhen. Doch es kommt wie es kommen muss. Der unter Höhenangst leidende Lioc dreht irgendwann durch und es kommt zu einem Unglück. Fred und Karine wollen Hilfe holen, haben allerdings nicht damit gerechnet, das in den Bergen ein Herr wohnt, der Eindringlingen gar nicht freundlich gesinnt ist, was einer nach dem anderen mit dem Leben bezahlen muss.

Der erste Teil des Streifens ist richtig gut geworden,. Die Landschaftsaufnahmen sind fantastisch und die Kameraführung lässt einem praktisch am Aufstieg teilhaben. Der zweite Abschnitt bleibt zwar spannend, doch mutiert das ganze dann zum „Wrong Turn“ Klon und das hätte es nicht unbedingt gebraucht. Wäre man bei einem Bergsteigerdrama geblieben, wäre das sicher deutlich origineller geworden.

Trotzdem ist High Lane bis zum Ende spannend und hält ein paar nette kleine Gemeinheiten parat…doch hat man eben schon zu oft gesehen wie Eindringlinge von irgendwelchen Höhlenaffen niedergemetzelt werden.

Schauspielerisch ist das auf einem durchaus guten Niveau, denn keiner der Darsteller fällt irgendwie ab und auch der Splatter- Ötzi liefert eine formidable Leistung ab.

Fazit: Durchweg spannend, opfert man den zweiten Teil des Films dem, was die meisten Zuschauer sehen wollen, nämlich Metzel-Horror. Wäre man bei einem Drama geblieben, hätte das dem ganzen besser zu Gesicht gestanden. – hätte aber auch die potentielle Klientel, die sich den Film anschaut, genauso drastisch verringert, wie die Bergsteiger.

5chuckys

halberchucky

THE DESCENT 2 (Universum Film)

am 06. Juni 2010 unter Horror abgelegt

descent

Sarah ist als einzige aus den Höhlen des ersten Teils entkommen, hat jedoch ihre Erinnerung komplett verloren. Eine groß angelegte Suchaktion der örtlichen Behörden kommt nicht voran und so beschließt der starrköpfige Sheriff Vaines, Sarah mit einzubinden, was bedeutet, dass Madame wieder in die Tiefe muss. Dort kommen die Erinnerungen schnell wieder, genauso wie die Crawlers, die weiterhin enormen Appetit verspüren und für die das Rettungsteam eine willkommene Abwechslung auf der Speisekarte darstellt.

Natürlich strotzt das nicht gerade vor Innovation, aber der Film kommt mir in den meisten Foren zu schlecht weg, denn spannend ist er allemal und viel mehr Story bot Teil 1 doch auch nicht. Das diese Fortsetzung ungeschnitten über die FSK kam, gleicht einem Wunder.

Sehr schön auch die überraschende Wende in der Mitte des Films, mit der man sicherlich keinesfalls rechnet, die aber nicht ganz unplausibel ist.

Ich mag wie auch bei „Cold Prey 2“, Fortsetzungen, die genau am vorherigen Teil anschließen, denn das wirkt dann meistens glaubwürdiger und man ruft sich unbewusst die Szenerien des Vorläufers nochmals in Erinnerung. Das gibt schon mal Pluspunkte.

Zudem hat man die Crawler mit deutlich mehr Facetten ausgestattet als noch in Teil 1 – sie sehen auch nicht mehr alle gleich aus, was den Körperbau und die Mimik angeht.

Regisseur ist übrigens der Cutter des ersten Films Jon Harris, der im wirklich äußerst gelungenen Making of sehr interessante Einblicke in die Produktion gibt. Hier wird wirklich jede noch offene Frage beantwortet.

Da ich den ersten Streifen schon immer für etwas überbewertet halte, bin ich vom zweiten wohl auch weniger enttäuscht als die anderen. Allerdings sollte man den Vorläufer schon gesehen haben, sonst versteht man manche Zusammenhänge nicht wirklich. Bei einer Videonacht also unbedingt beide Teile ausleihen – dies nur als kleiner Tipp von Eurem Chucky.

5chuckys

halberchucky