Kalender

Juni 2010
M D M D F S S
« Mai   Jul »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv des Monats Juni 2010

SECRET DEFENSE (Capelight)

am 18. Juni 2010 unter Action, Thriller abgelegt

secret

Diane, eine ehemalige Edelhure will ihr Leben ändern und als Übersetzerin arbeiten. Doch bei der Prüfung fällt sie durch,. Kurz darauf wird sie jedoch vom französischen Geheimdienst mit einer recht fiesen List angeworben. Gleich ihr erster Auftrag ist brisant, denn sie soll sich an einen islamischen Terroristen heranmachen und diesen ausspionieren, denn nach zuverlässigen Informationen des Geheimdienstes plant der einen Giftgasanschlag auf die Franzosen. Dafür soll ein zum Islam konvertierter Krimineller als Selbstmordattentäter herhalten, zumal dieser eh nichts mehr zu verlieren hat. Als Diane herausbekommt wo der Anschlag stattfinden soll, ist es jedoch fast schon zu spät.

Das Problem des Streifens ist seine Thematik. Giftgasanschläge sind nun wirklich ein unglaublich alter Hut, nur hat man das Land gewechselt da ja (ähnlich wie bei Angriffen von Außerirdischen) sonst grundsätzlich nur die USA betroffen sind. Dazu nimmt man ein bisschen Nikita, ein wenig Traitor, würzt mit Sleeper Cell und 24. Fertig ist der solide Genre-Vertreter, der aber an keiner Stelle etwas wirklich Neues erzählt.

Allerdings ist der Streifen sehr kurzweilig und in äußerst stylische Bilder gepackt. Gegen Ende gibt es zwei wirklich überraschende kleine Auflösungen mit denen man niemals rechnet. Gerard Lanvin als Dianes Vorgesetzter würde in Sachen Coolness und Gefühlskälte selbst einen Bruce Willis alt aussehen lassen.

Hier passt alles, bis auf den öden Plot und der ist leider nunmal das Wichtigste an einem Film, so tue ich mich ganz schwer mit einer Bewertung, zumal mir der Inszenierungsstil wirklich gut gefallen hat, was aber eben nichts an der 0815 Story ändert.

4chuckys

halberchucky

SEXY BEAST ( Universum Film)

am 18. Juni 2010 unter Thriller abgelegt

sexy

Der Streifen ist bereits 10 Jahre alt, doch ich habe ihn zuvor noch nie gesehen. Die Rechte wechselten nun von Universal zur Ufa und die haben das ganze noch einmal in neuem Gewand wiederveröffentlicht.

Gal, ein ehemaliger Profiräuber hat sich im sonnigen Spanien zur Ruhe gesetzt und mit seinem alten Leben abgeschlossen, bis eines Tages sein ehemaliger Boss Don Logan auftaucht, und ihn zuerst bittet, dann jedoch zwingt,  an einem letzten Coup teilzunehmen. Gal willigt dann schließlich doch ein, wohlwissend, dass er sonst nie mehr ein ruhiges Leben haben wird, denn sein ehemaliger Chef ist eine extrem fiese Type. Der Raub funktioniert auch, doch plötzlich ist Don verschwunden….

Die Show die Ben Kingsley hier abzieht ist nahezu unfassbar gut und vielleicht die beste Performance die er jemals abgeliefert hat. Seine fiesen und erniedrigenden verbalen Rundumschläge sind im Zusammenspiel mit seiner stoischen Mimik einfach grandios. Aber auch Ray Winstone macht seine Sache gut, ebenso wie Ian Mc Shane, der in Sachen Coolness Kingsley in fast nichts nachsteht, aber deutlich weniger Screentime hat.

Trotzdem ist der Film an manchen Stellen etwas langatmig geworden, denn die Story gibt eben nicht wirklich viel her. Zudem lässt man sich anfangs viel Zeit und zeigt ein wenig viel von Gals „Dolce Vita“.

Aufgrund der staubtrockenen Dialoge und eines unglaublich genialen Ben Kingsley aber auf jeden Fall einem Blick wert für Menschen, die Filme wie „Lucky Number slevin“ oder „Bound“ mögen. Sicherer Tipp für Uwe Meyer an den ein Gruß geht.

5chuckys

DIE HORDE (Kinowelt)

am 18. Juni 2010 unter Action, Horror abgelegt

horde

Ein Cop wird hingerichtet aufgefunden. Auf seiner Beerdigung schwören seine Kollegen Rache und lassen dem Schwur auch Taten folgen. Man verschafft sich Zugang zu dem Haus in dem die Verbrecher hausen und will sie liquidieren. Doch dazu kommt es nicht, denn die sind durchaus gewitzt und nicht unvorbereitet. Und so werden aus Jägern Gejagte. Doch dann muss man sich zu einer ungeliebten Allianz zusammenschließen, denn von der einen auf die andere Minute taucht eine riesige Horde Zombies auf, die ziemlichen Hunger hat.

Wesentlich mehr gibt die Story nicht her. Man bekommt für die Invasion nicht wirklich eine plausible Erklärung und ist genauso schlau wie die Protagonisten. Der Ansatz der Geschichte ist sicherlich gar nicht mal uninteressant, doch verkommt das ganze im Laufe der Geschehnisse dann eigentlich wieder nur zu einer „Zombies machen Jagd auf Menschen“ Variante, die nicht wirklich etwas neues zu bieten hat und zudem in Deutschland von unseren Freunden der FSK kräftig zerschnippelt wurde. Bis auf eine Stelle wurde das immerhin recht professionell gemacht. Jetzt muss man diese Institution für so etwas schon loben.

Fazit: Nicht unspannender und blutiger Streifen, aus dem aber noch etwas mehr herauszuholen gewesen wäre, denn so etwas wie Charakterzeichnung gibt es hier gar nicht, wenn die Schauspieler auch alle ziemlich „cool“ sind. Der Rest ist jedoch absoluter Standard.

4chuckys

WHITECHAPEL (WVG Medien)

am 18. Juni 2010 unter Thriller abgelegt

white

DI Joe Chandler hat es nicht leicht. Als absoluter Neuling bei einem eingespielten Einsatzkommando wird er von seinen Mitarbeitern nicht ernst genommen, weil diese ihn als Schreibtischpolizisten abtun. Zudem geht in London gerade ein wahnsinniger Killer um, der anscheinend die Morde des legendären Jack The Ripper nachahmt und dies vollkommen detailgetreu. Als Chandler nicht weiterkommt, bittet er den den Geschichtshistoriker und Experten Edward Buchan um Hilfe. Der kann zwar wichtige Tipps geben, doch die nächsten Morde auch nicht verhindern. Im Gegenteil, er gerät sogar selbst unter Mordverdacht und Chandler steht vor dem Verlust seiner Glaubwürdigkeit – und der Ripper mordet fröhlich weiter.

BBC Serien sind eigentlich immer einen Blick wert. Ich kann mich nicht erinnern, da jemals Schrott gesehen zu haben, sei es nun SPOOKS oder FITZ – alle lohnten das Ansehen und so ist es auch mit Whitechapel.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist die unglaublich genaue Recherche der Autoren. Hier wird man wirklich mit jedem (für den Laien) noch so unbekannten Fakt der Ripper- Historie versorgt und bettet zudem verschiedenste Theorien die es über den Killer gibt, geschickt in die Handlung ein. Auch die Rolle des Ripper-Experten ist ein guter Einfall und wirkt an keiner Stelle unglaubwürdig.

Die Schauspieler spielen ihren Part solide, aber nicht überragend. Am besten gefällt mir hierbei Schlitzer-Fan Steve Pemberton.- genauso stellt man sich einen spleenigen Forscher vor.

Fazit: Durchaus spannende Mini-Serie mit tollen Bildern aus London und wenigen Längen. Lediglich Darsteller und auch Synchro sind an manchen Stellen etwas steif geraten.

5chuckys

THEM (Ascot Elite)

am 18. Juni 2010 unter Horror, Suspense abgelegt

them

Clementine und Lucas sind gerade in ein schickes Häuschen außerhalb der Stadt gezogen. Während erstere an einer Schule unterrichtet, ist ihr Ehegatte Schriftsteller. Ihr Leben verläuft so weit in ruhigen Bahnen. Eines Tages schreckt Clementine aus dem Schlaf, weil sie merkwürdige Geräusche gehört hat. Das ist der Beginn einer langen Nacht, die für beide zum reinsten Horror mutieren wird.

Fakt ist auf jeden Fall, das insbesondere Olivia Bonamy ihre Rolle absolut glaubwürdig rüberbringt. Die Angst in ihrem Gesicht wirkt erschreckend real und ihre Aktionen und Reaktionen auf die Geschehnisse sind nachvollziehbar und nicht schwachsinnig wie in diversen Teenie-Slashern. Ihr Partner schneidet hingegen einen Tick schlechter ab.

Der Film dauert zwar „nur” 75 Minuten – das ist in diesem Fall aber die richtige Entscheidung, weil dies für mein persönliches Empfinden genau die richtige Laufzeit ist. Hätte man den Terror noch mehr in die Länge gezogen (was ohne weiteres möglich gewesen wäre), hätte das ganze zu eintönig werden können.

Viele Einstellungen wurden mit der Handkamera aufgenommen, die ja nicht unbedingt zu meinen Lieblings-Stilmitteln gehört, aber in diesem Fall kann man wirklich damit leben, da sie die Angst der Protagonisten für den Zuschauer noch verstärkt. Außerdem wird sie so eingesetzt, dass man trotzdem dem Geschehen problemlos folgen kann, da sich das Gewackel in Grenzen hält.

Ein dickes Lob geht vor allem an die beiden Regisseure. Die haben wohl „The others” gesehen und dachten sich, einen spannenden Film ohne jegliche Special Effects können wir auch drehen, denn abgesehen von etwas Kunstblut verlässt sich der Film alleine auf seine Spannung und diese wird fast ausschließlich durch Geräusche erzeugt.

Die Auflösung der Geschichte ist überraschend, und nur wer ganz am Anfang genau aufpasst, kann sie erahnen. Genial hierbei die zweitletzte Einstellung von „Them”, obwohl es sich um eine Szene handelt, die sich täglich Tausende Male vor Schulbeginn ereignet. Im Kontext mit den vorherigen Ereignissen wirkt sie jedoch total verstörend.

Einziger wirklicher Kritikpunkt ist die Auflösung. Wie? Der Trottel hat doch gerade geschrieben, dass die klasse ist. Auf der einen Seite schon, weil man damit nicht rechnen kann – auf der anderen Seite ist es keine übernatürliche Sache, was dann bei genauem Nachdenken schon wieder einiges Unlogische aufwirft, zum Beispiel wie menschliche Wesen einfach in ein Auto kommen ohne die Tür zu öffnen, das ganze Haus des Pärchens anscheinend in und auswendig kennen, immer an der richtigen Stelle stehen, um den Eheleuten zu folgen, usw.

Trotzdem gibt es für den Streifen der praktisch ein „Strangers“ in spannend ist, viele Chuckys.

6chuckys

halberchucky

SPECIAL FORCE HONG KONG (KNM)

am 09. Juni 2010 unter Action abgelegt

special

Inspektor Chang von der Special Force hat gerade einen seiner Mitarbeiter verloren und gibt sich dafür selbst die Schuld. Zudem macht dem Team ein Raub auf eine unterirdische Bank zu schaffen, wo Hong Kongs Gangster ihr Geld waschen. Einerseits wurden die Angestellten brutal ermordet, andererseits scheint es so, als hätten die Räuber eigentlich ein Blutbad verhindern wollen. Im Laufe der Zeit verdichten sich die Anzeichen, das es bei den Tätern um Polizisten handelt, die allerdings einen guten Grund haben, denn ein Kollege wurde bei einem Einsatz halbseitig gelähmt und von der Führungsriege der Polizei fallengelassen – und die Operation ist schier unbezahlbar. Chang gerät in einen Interessenskonflikt…..

Gute Story für einen Film aus diesem Land, bei dem ja meist Explosionen im Vordergrund stehen. Da der Streifen schon 9 Jahre alt ist (aber erst jetzt auf DVD erscheint) wundert mich, dass Hollywood noch kein Remake gestartet hat. Das schreit geradezu danach.

Was mit sehr positiv auffiel ist, dass die Schauspieler für asiatische Verhältnisse sehr zurückhaltend agieren und erstaunliche darstellerische Qualitäten an den Tag legen. Insbesondere Daniel Wu als Inspektor liefert eine sensationelle Performance ab. Zudem fehlt der obligatorische Witzbold, der mir an Filmen aus Asien meistens auf den Senkel geht.

Fazit: Wieder einmal nichts erwartet und recht viel bekommen. Ich bin nun wahrlich kein Fan von asiatischen Filmen und schon gar nicht von Actionstreifen. Dieser hier ist aber richtig gut und ich werde mir auch den zweiten Teil anschauen. Einziger kleiner Kritikpunkt – bei den Nebendarstellern hat man bei der Synchronisation etwas gespart, aber das lässt sich verschmerzen,. Für meine Verhältnisse eine recht hohe Bewertung, was dieses Genre angeht:

5chuckys

halberchucky

EXTERMINATORS (Ascot Elite)

am 09. Juni 2010 unter Komödie abgelegt

exrterm

Es gibt Männer, die sind bei Frauen so beliebt wie Kakerlaken und ebenso resistent gegen jegliche Entfernung. Da helfen nur unkonventionelle Methoden der Schädlingsbekämpfung. Statt das richterlich verordnete Anti-Aggressions-Training für Frauen brav zu absolvieren, entwickeln Alex und Nikki mit Kammerjägerin Stella deshalb ein kreatives Servicekonzept der ganz besonderen Art. Der Begriff “Ungeziefervernichtung” bekommt für Stellas Firma eine wesentlich umfassendere Bedeutung. Und es herrscht kein Mangel an Kundinnen, die Probleme mit dem Ex oder Noch-nicht-Ex endgültig lösen wollen…

Das ist die offizielle Beschreibung des Films von der Verleih-Firma, und die hat mir so gut gefallen, dass ich sie gleich mal hier übernommen habe. Endlich mal nicht diese lausigen, lahmen Produktinfos, sondern eine humorvolle Zusammenfassung der Geschehnisse.

Heather Graham ist einfach putzig mit der Riesen-Brille und Jennifer Coolidge (sonst eher in TV- Serien präsent) macht den ersten 4 Buchstaben ihres Nachnamens alle Ehre. Ihre Vorstellung ist grandios und man freut sich jedesmal wenn sie ins Bild kommt, denn dann weiß man, dass entweder ein cooler Blick oder ein dummer Spruch bevorsteht.

Allerdings trägt die putzige Idee keinen ganzen Film und so schleichen sich hier und da schon einige Längen ein, insbesondere im Mittelteil.

Trotzdem eine witzige Indie-Komödie, die jobmäßig eine echte Marktlücke an den Tag bringt. Man solle diese Idee an die Agentur für Arbeit verkaufen, aber dafür fehlt denen sicherlich der Humor. Klar bei den schlimmen Arbeitszeiten. *hust*

5chuckys

MERRY GENTLEMAN (Universal Pictures)

am 09. Juni 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

merry

Kate Frazier verlässt fluchtartig ihre Heimatstadt, als ihr Ehegatte mal wieder zugeschlagen hat und diesmal so hart, dass wohl ein Schaden am Auge bleiben wird. In Chicago findet sie aber schnell Anschluss und rettet eines Abends einen Killer, der sich nach einem durchgeführten Auftrag anscheinend das Leben nehmen will. Oder etwa nicht? Der wiederum ist nun misstrauisch und versucht mehr über Madame herauszufinden. Hat sie ihn trotz der Entfernung deutlich erkannt und muss ebenfalls liquidiert werden? Und so kommt man sich natürlich zwangsläufig näher.

Gar keine schlechte Ausgangsposition sollte man meinen. Noch dazu mit dem eh immer guten Michael Keaton besetzt, der hier auch erstmals Regie führt. Vielleicht hätte er sich aber ein anderes Drehbuch für sein Debüt heraussuchen sollen, denn hier ist alles grausig vorhersehbar.

Zudem geht mir die sonst eher als positive Erscheinung bekannte Kelly Mc Donald mal richtig auf den Zeiger, denn ihre Leidensmiene nervt nach einer gewissen Zeit extremst. Klar bekommt sie das vom Drehbuch auch so vorgeschrieben, doch da stand bestimmt nicht, dass sie ihre Tränendrückermimik nicht auch mal zumindest in Nuancen variieren darf. Wenn sie lacht sieht das genau so aus, als wenn sie flennt.

Eine wirklich interessante Grundidee wird hier leider vermasselt. Das liegt aber keineswegs an Keatons Regie, sondern eher am Drehbuchautor, der sich den ganzen Film nicht entscheiden kann ob er dem Zuschauer jetzt ein Drama, einen Thriller oder sonst was kredenzen möchte. So bleibt’ s dann eher halbgar.

3chuckys

BIS NICHTS MEHR BLEIBT (Ascot Elite)

am 09. Juni 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

bleibt

Frank kämpft vor Gericht um das Sorgerecht für seine kleine Tochter. Die ist nämlich gemeinsam mit ihrer Mutter in den Fängen der Scientology gelandet und Frank möchte nicht dass seine Tochter so aufwächst, denn auch er war mal Mitglied der Sekte, und weiß, wie es dort zugeht. In Rückblenden bekommt der Zuschauer dann die Geschehnisse parallel zur Gerichtsverhandlung erzählt und erhält einen sehr guten Einblick in die Machenschaften der Vereinigung, deren bekanntestes Mitglied sicher Tom Cruise ist.

Dieser Streifen beruht auf dem Tatsachenbericht eines ehemaligen Scientologen und scheint daher authentisch zu sein, auch wenn ich das im Endeffekt trotzdem nicht beurteilen kann. Das Drehbuch ist ebenfalls mehr als gelungen, denn obwohl man schon Kritik an der Sekte übt, bezieht man nicht komplett Stellung und als Zuschauer findet man einige Dinge die dort ablaufen, von der Grundidee gar nicht so schlecht, nur leider wird diese durch die gierigen Oberen vollkommen zerstört. Auch die Rehabilitationsmaßnahmen für ehemalige Mitglieder sind schon mehr als grenzwertig und haben mit einer Religion überhaupt nichts zu tun,.

Der mit völlig unbekannte Felix Klare (ich schau leider keinen Tatort) liefert hierbei als besorgter Vater eine respektable Leistung ab, Die Nebenrollen wurden mit Susanne Von Borsody, Kai Wiesinger, Sabine Postel (schon wieder Tatort) und Robert Atzorn (und nochmal Tatort) ebenfalls eindrucksvoll besetzt und tragen erheblich zur Glaubwürdigkeit des Streifens bei.

Mich hat das ganze so bewegt, dass ich danach noch im Internet gegoogelt und mir Informationen über die Scientology eingeholt habe und wenn ein Film das bei mir erreicht, dann muss er schon gelungen sein.

Fazit: Glänzend gespielter und weit über dem üblichen TV-Niveau liegender Streifen, mit einer interessanten Story und gelungener Umsetzung. Wer kein Problem mit deutschen TV-Filmen hat sollte mal reinschauen.

6chuckys

halberchucky

DAYBREAKERS (Sunfilm)

am 06. Juni 2010 unter Horror, SciFi abgelegt

day

Wir schreiben das Jahr 2019. Auf der Erde leben mittlerweile deutlich mehr Vampire als Menschen, da viele in früheren Zeiten den Weg der Unsterblichkeit wählten und das menschliche Dasein aufgaben. Doch mittlerweile gibt es eben nur noch sehr wenige Menschen auf der Erde, was gleichzeitig bedeutet, dass es für die vielen hungrigen Blutsauger keine Nahrung mehr gibt und auch in den „Blutfarmen“ in denen man die humanoiden Wesen festhielt um sie als Spender zu benutzen, herrscht mittlerweile gähnende Leere. In einem Labor arbeitet der Wissenschaftler Edward Dalton fieberhaft an einem Blutersatz, doch immer wieder schlagen die Experimente an den Probanden fehl. Zudem hat er das Menschsein und die damit verbundenen schönen Dinge wie zum Beispiel Sonne genießen noch nicht vergessen und kommt auch mit den Blutfarmen nicht wirklich klar. Eines Tages rettet er abends eine menschliche Familie vor der Polizei und dem damit verbundenen Tod. Eine der Herrschaften stellt sich als die Freiheitskämpferin Lisa Barrett heraus, die ihn kurz darauf aufsucht und um seine Hilfe bittet. Doch der Feind hört mit und schon bald wird das Flüchtlingslager von den Vampiren zerstört. Deren Anführer Lionel Cormack hat die Lösung für alle Probleme, denn er war auch mal Vampir und ist nun wieder Mensch. Doch die Obrigkeiten sind an einer friedlichen Lösung keineswegs interessiert…

Für meine Verhältnisse ist dies eine recht umfangreiche Zusammenfassung, was damit zusammenhängt dass die Story eine Menge hergibt und auch einige Überraschungen parat hält, die man so noch nicht gesehen hat.

Das Problem haben allerdings auch die beiden Regisseure, denn ihr Film ist mal locker eine halbe Stunde zu kurz. Viele Dinge die man hätte näher beleuchten können, viele kleine Einfälle (Beispiel die „Subwalks“) werden nur am Rande erwähnt, weil man diesen Film, krampfhaft in ein 90 Minuten Korsett presste (oder pressen musste?). Selten habe ich einen Streifen mit so vielen tollen Ideen und Ansätzen gesehen, die er aber alle ganz schnell abhakt. Der Look in der Stadt wirkt dabei wie eine Mischung aus „I robot“ und „Equilibrium“. Das sieht mal richtig genial aus. Der Splatteranteil ist relativ heftig und an manchen Stellen gar ultrabrutal.

Auch die Schauspieler liefern eine gute Leistung ab, allen voran Ethan Hawke, der in den letzten Jahren eine Menge guter Sachen gedreht hat (allen voran natürlich der überragende „Gattaca“) Sam Neill hat man auch schon lange nicht mehr gesehen und Herr Defoe macht seinen „Antichrist“-Ausrutscher auch wieder wett.

Trotzdem hätte man hieraus ein kleines Kunstwerk machen können, wäre man nicht über die gute Story hinweggefegt. In der letzten halben Stunde gibt es dann keine Story mehr – darauf verwendet man dann deutlich zu viel Zeit.

Fazit: Ein toller Look, ein cooler Film, aber hier schreit es an jeder Ecke nach einem Directors Cut, bei dem man auf viele Dinge deutlich mehr eingehen und die Charaktere näher beleuchten könnte. Ich bin gespannt ob der noch kommt. Es wäre dem Filmfreund zu wünschen.

6chuckys

halberchucky