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WÜSTENBLUME (Fox)

wüstenblume

Die junge Somalierin Waris Dirie wird in einem Fast Food Restaurant von einem Starfotographen entdeckt und avanciert zum Top-Model. Jedoch hat die Dame eine schlimme Kindheit hinter sich. Sie musste mit 13 aus ihrem Land fliehen, um einer Zwangsehe mit einem ziemlich alten Bock zu entgehen. Sie kommt bei der strengen Tante in London unter, die die Gattin des somalischen Botschafters vor Ort ist. Als die Botschaft geräumt wird, flüchtet Waris und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch und findet in Marylin eine gute Freundin. Doch immer wieder wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt, insbesondere wenn sie einen Mann kennenlernt, denn sie wurde als kleines Kind beschnitten – ein in Afrika vollkommen normales Ritual, was allerdings grausam und unsinnig ist. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere macht sie die Machenschaften auf ihrem Heimatkontinent publik und löst eine riesige Protestwelle aus.

Puuuh, so eine schwierige und vielschichtige Lebensgeschichte zusammenzufassen ist gar nicht mal so einfach, es sei denn ich sprenge den vorgesehen Rahmen.

Die Story hat sich ja genauso abgespielt, auch wenn man das nicht wirklich glauben kann. Denn das sie ausgerechnet eine Tante hat, die in England lebt und auch noch zufällig in einem Fast Food Restaurant von einem Starfotographen entdeckt wird, klingt eigentlich viel zu konstruiert. Aber so soll es wohl gewesen sein.

Waris Dirie kämpft nun schon seit Jahren gegen dieses unnötige Ritual und in vielen Ländern wurde es mittlerweile auch verboten – was aber die meisten Mütter trotzdem nicht davon abhält, ihren Töchtern das anzutun.

Insgesamt hat mich die Geschichte schon bewegt und Hauptdarstellerin Liya Kebede liefert eine phänomenale Leistung ab – vollkommen glaubwürdig. Zudem könnte sie auch selbst als Model arbeiten, denn sie sieht halt schon ganz nett aus. ^^

Von Regisseurin Hormann erfährt man in den sehr interessanten Extras, dass die ursprüngliche Fassung des Streifens fast 4 Stunden lang war. Das schreit ja nach einem Directors Cut. Trotzdem kam mir der Film nicht irgendwie zusammengeschustert vor. Lediglich das Verhältnis von Waris zu ihrer Mutter kommt ein wenig kurz

Fazit: Gleichermaßen unterhaltsam wie auch bewegend, bekommt man als Zuschauer hier einen richtigen Hass auf die Vollidioten, die dieses unnötige Ritual durchführen. Trotzdem beschränkt man sich nicht nur auf diesen Teil, sondern bietet auch noch ein sehr interessantes Biopic. Gelungen.

6chuckys

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