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Archiv für den 02. Mai 2010

EVILENKO (KNM Home)

am 02. Mai 2010 unter Biopic, Drama abgelegt

evil

Im Jahre 1984 wird der Lehrer Andrej Evilenko aus dem Schuldienst entlassen, nachdem er versucht hat, sich an einer Schülerin zu vergehen. Doch das ist der Auslöser für eine grauenhafte Mordserie, die Russland im Laufe der nächsten Jahre erschüttert.

Diesen Killer gab es wirklich. Er wurde 1994 hingerichtet und Regisseur Grieco versucht zu ergründen, wie es soweit kommen konnte. Dabei hält er sich nicht haargenau an die Geschichte, sondern konstruiert doch so einiges selbst dazu, was den Film ein wenig an Authentizität nimmt.

Sehr interessant ist allerdings der Ansatz, dass der Fall des Kommunismus in der damaligen Sowjetunion, der mögliche Auslöser für die Taten des Killers war, denn für den überzeugten Kommunisten brach damals eine Welt zusammen.

Der seit Jahrzehnten hoffnungslose unterschätze Malcolm Mc Dowell liefert eine starke Performance ab, bewegt sich insbesondere gegen Ende aber doch gefährlich nah am Overacting. Die Musik wurde von keinem geringeren als Angelo Badalamenti geschrieben, dem Hauskomponisten von David Lynch.

Wer hier allerdings einen Thriller erwartet, wird gänzlich enttäuscht, denn wirklich spannend ist der Streifen nicht und zudem einen Tick zu lang. Trotzdem sollte man, wenn man sich für die Geschichte interessiert durchaus mal einen Blick riskieren, zumal man für günstiges Geld eine schöne Holzbox bekommt, die mit einer Bonus DVD ausgestattet ist, welches ausführliches und interessantes Bonusmaterial enthält.

4chuckys

halberchucky

WAZ (Sony Pictures)

am 02. Mai 2010 unter Horror, Thriller abgelegt

waz

Es ist langes Wochenende aufgrund eines Feiertages und man hat alles gesehen was man so daheim an Lager hat. Also was tun? Die Videothek des Vertrauens besuchen und das Angebot 4 für 2 wahrnehmen um sich einige Streifen anzuschauen, die man meist übersehen und/oder links liegen gelassen hat. WAZ war einer von diesen. Und das zu Unrecht.

Detective Eddie Argo und seine junge Kollegin Helen haben eine bestialische Mordserie aufzuklären, bei denen immer paarweise Menschen des Lebens beraubt werden. Es zeichnet sich ab, dass es sich bei dem Killer um eine Frau handelt, die vor Jahren stundenlang misshandelt wurde und sich nur befreien konnte, in dem sie ihre Mutter opferte. Das scheint Madame jetzt auch mit ihren damaligen Peinigern durchzuziehen. Gibt es Menschen, die für andere die sie lieben ihr eigenes Leben opfern? Je weiter das Duo in den Nachforschungen vordringt, desto kranker werden die Morde. Und Helen ahnt, dass ihr Partner irgend etwas mit der Sache zu tun hat.

Ein wirklich netter, kleiner, fieser Rei゚er, den man hier gebastelt hat – zudem sehr gut besetzt. Stellan Skarsgard ist eh perfekt für die Rolle des desillusionierten Bullen und Melissa George liefert nach TRIANGLE (ebenfalls hier bei videotie besprochen) erneut eine sehr gute Leistung ab.

Eine Klasse für sich ist allerdings der Look des Streifens. Ich kann mich nicht erinnern mal eine durchweg so düstere Atmosphäre gesehen zu haben, was auch daran liegt, dass hier nahezu alles nachts spielt. Dagegen wirkt das Setdesign von Sieben fast schon fröhlich, Vielleicht hat mir auch deshalb der Streifen so gut gefallen, denn die Story ist schon arg konstruiert, wenn auch nicht uninteressant.

Fazit:; Kleiner Geheimtipp, wie so viele B-Movies von SONY PICTRUES, die da fast einen besseren Geschmack beweisen, als bei der Auswahl ihrer A-Filme.

6chuckys

OPERATION: ZEITSTURM (SPV)

am 02. Mai 2010 unter SciFi, Thriller abgelegt

ZEIT

Honey, umtriebiger Frontmann der NDW Gedächtniskapelle Welle Erdball fühlte sich mit Schreiben von Songs nicht wirklich ausgelastet und beglückt die schwarze Szene nun mit einem eigenen Film, den er zudem selbst gedreht hat.

Ein ヨsterreichischer Forscher steht 1944 kurz vor dem Durchbruch mit der Erfindung einer Zeitmaschine. Als die Nazis davon Wind bekommen entführen sie den Wissenschaftler mitsamt Töchterchen kurzerhand und zwingen ihn, für sie weiter zu arbeiten und die Zeitmaschine schnellstens in Gang zu bringen. In ferner Zukunft findet ein Forscher die Aufzeichnungen des Professors und beginnt nach der mittlerweile verschütteten Maschine zu suchen. Tatsächlich findet er diese zusammen mit seinen beiden Kollegen auch und versucht den Lauf der Dinge zu verändern und die Tochter des Wissenschaftlers zu retten, die von den Nazis festgehalten wird.

Klingt hanebüchen? Ist es auch, aber das war auch nicht anders zu erwarten. Im Bonusmaterial äu゚erst sich der nicht uneitle Honey, dass es an der Zeit war, dass die Szene einen eigenen Film bekommt. Nun ja ich bin nicht ganz so sicher ob das nötig gewesen wäre, zumal der Streifen natürlich mit sehr spärlichen Mitteln produziert wurde – und das sieht man ihm auch an.

Schauspielerisch ist das zudem erwartungsgemä゚ eine Katastrophe. ワberraschend allerdings das Plastique (ein weiblicher Teil der Band, für die unschwarzen Leser unter uns) eine erstaunlich gute Performance abliefert.

Am ehesten interessant für mich war beim Kauf dieser DVD die Filmmusik, die praktisch ein neues Album der Band darstellt, Nur wenige Songs kennt man schon von früher und hier sind wirklich einige richtig putzige Sachen dabei.

Beim Bonusmaterial hat man sich auch sehr viel Mühe gegeben und geht auf alle Teile der Produktion ein. Das ist manchmal unterhaltsamer als der Streifen selbst.

Fazit: Unnötig oder charmant ist hier die Frage, die ich auch nicht wirklich beantworten kann, daher lasse ich mal die Bewertung offen. Mal gespannt was die schwarze Szene den Streifen annimmt.

BRISTOL BOYS (KNM Home)

am 02. Mai 2010 unter Biopic, Drama abgelegt

bristol

Michael ist eigentlich kein schlechter Junge, doch sein Job kotzt ihn an, weil ihn der Sohn des Chefs hänselt. Seine Mutter ist drogenabhängig und bläst Dealern ihre Schw….e, um die nötige Dosis sicherzustellen. So landet Michael schnell in der Drogenszene und beginnt für den Kleinhändler Randy mit Marihuana zu dealen. Doch der Stoff ist schlecht und die Geschäfte laufen eher schleppend. Dann bekommt er die Möglichkeit an qualitativ bessere Drogen zu kommen und es beginnt ein kometenhafter Aufstieg, der ihn zudem immer mehr zum Arschloch mutieren lässt. Und die Polizei ist ihm auch schon auf den Fersen.

Das ist sicherlich nichts wirklich neues was uns Bristol Boys da zeigt. Trotzdem hat der Film eine interessante Grundstimmung und man schlägt sich als Zuschauer schon ein wenig auf die Seite des eigentlich bösen Charakters, denn dieser macht das primär aus der Motivation heraus, seine Mutter aus der Drogenabhängigkeit zu befreien und ihr ein besseres Leben zu bieten. Grundsätzlich ist er kein böser Mensch, sondern eher Opfer der Umstände.

Thomas Guiry bietet eine hervorragende Leistung als Michael und stellt die Wandlung seines Charakters durchaus glaubwürdig dar. Die Bullen sind mir etwas zu überzeichnet, aber ansonsten versucht man hier, nicht zu dick aufzutragen. Zudem hat es den Typen wohl wirklich gegeben.

Wer gerne Drogendramen sieht kann hier eigentlich nichts falsch machen.

5chuckys