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Archiv des Monats Mai 2010

EVIL ANGEL (Schröder Media)

am 28. Mai 2010 unter Horror abgelegt

evila

Hier gibt es mal eine wirklich originelle Story zu bewundern oder wusste jemand, dass Eva gar nicht die erste Frau auf Erden war, sondern dass die Lilith hieß? Doch die hatte keine Lust nur Adams Geliebte zu spielen und rebellierte. Daraufhin verstieß sie Gott und seitdem wandelt sie auf der Erde herum und hinterlässt ihre mörderischen Spuren, um sich an Adam und Evas Kindeskindern zu rächen. Als dem Rettungssanitäter Marcus eine junge Dame unter der Hand wegstirbt und er versucht sie wiederzubeleben obwohl sie längst für tot erklärt wurde, steht er kurz vor der Suspendierung. Auch seine Ehe läuft nicht besonders gut, denn seine Frau vögelt fremd und ist stark suizidgefährdet. Nach einem weiteren Versuch kommt sie jedoch völlig verändert nach Hause. In ihr scheint eine andere zu stecken und Marcus erkennt in ihr die kürzlich auf dem OP-Tisch Verblichene. Doch die ist nur anfangs die liebe Ehefrau, handelt es sich hierbei doch um Lilith, die wieder Spaß daran hat zu töten. Als Marcus die Zusammenhänge versteht und Unterstützung vom ehemaligen Cop Carruthers erhält, dessen Sohn ebenfalls ein Opfer der Killerin wurde, ist es jedoch fast zu spät.

Und diese Zusammenfassung beinhaltet nicht einmal 30 % des Films, was damit zusammenhängt, dass man hier unglaublich viel Story hereingepackt hat. Für einen B-Movie-Horrorfilm eher selten. Dementsprechend läuft der Streifen auch satte zwei Stunden, was für dieses Genre schon sehr lange ist. 25 Minuten weniger hätten dem Werk auch gut getan, denn zwischendurch hat man schon das Gefühl, das man das alles etwas hätte straffen können

Dennoch hat der Streifen einen enormen Unterhaltungswert, eben aufgrund der vielen Ereignisse und liefert mit „Wenn du so fickst wie Du Kaffee kochst, muss ich mir keine Gedanken machen“ gleich noch den Spruch des Jahres mit.

Auch die Schauspieler sind durch die Bank weg grandios, insbesondere Ava Gaudet liefert eine vorzügliche Leistung ab, genauso wie Bart Jonson und Ving Rhames ist eh immer gut.

Fazit: Zwar einen Tick zu lang geratener, aber dennoch höchst unterhaltsamer Streifen mit viel Story und recht hohem Bodycount. Zudem gibt’s einige wirklich herrliche Kameraeinstellungen – ich sage nur Augenschutz. Ein kleiner Geheimtipp wie ich finde. Dafür völlig verdiente

6chuckys

WÜSTENBLUME (Fox)

am 28. Mai 2010 unter Biopic, Drama abgelegt

wüstenblume

Die junge Somalierin Waris Dirie wird in einem Fast Food Restaurant von einem Starfotographen entdeckt und avanciert zum Top-Model. Jedoch hat die Dame eine schlimme Kindheit hinter sich. Sie musste mit 13 aus ihrem Land fliehen, um einer Zwangsehe mit einem ziemlich alten Bock zu entgehen. Sie kommt bei der strengen Tante in London unter, die die Gattin des somalischen Botschafters vor Ort ist. Als die Botschaft geräumt wird, flüchtet Waris und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch und findet in Marylin eine gute Freundin. Doch immer wieder wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt, insbesondere wenn sie einen Mann kennenlernt, denn sie wurde als kleines Kind beschnitten – ein in Afrika vollkommen normales Ritual, was allerdings grausam und unsinnig ist. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere macht sie die Machenschaften auf ihrem Heimatkontinent publik und löst eine riesige Protestwelle aus.

Puuuh, so eine schwierige und vielschichtige Lebensgeschichte zusammenzufassen ist gar nicht mal so einfach, es sei denn ich sprenge den vorgesehen Rahmen.

Die Story hat sich ja genauso abgespielt, auch wenn man das nicht wirklich glauben kann. Denn das sie ausgerechnet eine Tante hat, die in England lebt und auch noch zufällig in einem Fast Food Restaurant von einem Starfotographen entdeckt wird, klingt eigentlich viel zu konstruiert. Aber so soll es wohl gewesen sein.

Waris Dirie kämpft nun schon seit Jahren gegen dieses unnötige Ritual und in vielen Ländern wurde es mittlerweile auch verboten – was aber die meisten Mütter trotzdem nicht davon abhält, ihren Töchtern das anzutun.

Insgesamt hat mich die Geschichte schon bewegt und Hauptdarstellerin Liya Kebede liefert eine phänomenale Leistung ab – vollkommen glaubwürdig. Zudem könnte sie auch selbst als Model arbeiten, denn sie sieht halt schon ganz nett aus. ^^

Von Regisseurin Hormann erfährt man in den sehr interessanten Extras, dass die ursprüngliche Fassung des Streifens fast 4 Stunden lang war. Das schreit ja nach einem Directors Cut. Trotzdem kam mir der Film nicht irgendwie zusammengeschustert vor. Lediglich das Verhältnis von Waris zu ihrer Mutter kommt ein wenig kurz

Fazit: Gleichermaßen unterhaltsam wie auch bewegend, bekommt man als Zuschauer hier einen richtigen Hass auf die Vollidioten, die dieses unnötige Ritual durchführen. Trotzdem beschränkt man sich nicht nur auf diesen Teil, sondern bietet auch noch ein sehr interessantes Biopic. Gelungen.

6chuckys

PERKINS 14 (Sunfilm)

am 28. Mai 2010 unter Horror abgelegt

perins

Sheriff Dwayne Hopper ist ein gebrochener Mann, seit sein Kind vor 10 Jahren entführt wurde und nie wieder auftauchte. Die Ehe ist so gut wie im Eimer und auch mit seiner Tochter versteht er sich nicht sonderlich gut. Eines Tages findet er heraus, dass einer der Gefängnisinsassen derjenige sein könnte, der seinen geliebten Kyle damals entführt hat. Als er in dessen Haus eindringt findet er auch die entsprechenden Videos, die das belegen. Dann bekommt der Entführer eine Kugel verpasst. Leider war vorher schon sein Kollege in dem Haus unterwegs und ließ bei seinen Nachforschungen nicht nur sein Leben, sondern auch eine ganze Horde Wilder frei, die der Geisteskranke Entführer von damals dort jahrelang eingesperrt hatte und durch Gehirnwäsche und Experimente zu Kannibalen machte – und die haben sehr viel Hunger und machen Jagd auf alles was sich bewegt.

Dieser Film ist mal wieder ganz schwierig zu bewerten, denn grundsätzlich geht die Story in Ordnung und wird auch konsequent durchgeführt. Die Splattereffekte sind nur sehr dezent, bzw. der Zuschauer sieht sie nur selten. Statt Wackelkamera während dieser Aufnahmen hat man sich hier zu einem „Licht an Licht aus“ Spielchen entschlossen, bei dem man ebenso wenig erkennt.

Regisseur Singer versucht dem ganzen auch noch eine sozialkritische Komponente zu verpassen, was nicht durchgehend gelingt und an manchen Stellen ein wenig aufgesetzt wirkt. Zudem ist das ganze ziemlich steif synchronisiert.

Schauspielerisch für diese Art von Film gar nicht mal so schlecht, versteht der Streifen aber, eine recht bedrohliche Atmosphäre aufzubauen und ein paar nette Kameratricks gibt’s obendrauf.

Fazit: Nicht unspannender, solider Horrorstreifen, dem gegen Ende ein wenig die Puste ausgeht und der ein wenig zu viel will. Das reicht für

4chuckys

VERDAMMNIS (Warner Home Video)

am 28. Mai 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

verdammnis

Für die wenigen die es nicht wissen. Hierbei handelt es sich um die Fortsetzung von „Verblendung“ (auch hier bei videotie besprochen), der auch direkt am ersten Teil ansetzt. Michael Blomkvist arbeitet wieder als Redakteur bei seiner Zeitung Millennium. Als der Nachwuchsjournalist Dag Svennson mit einer heißen Story über illegale Prostitution ins Büro geschneit kommt, ahnt Blomkvist nicht, dass sich seine Wege bald wieder mit Lisbeth kreuzen werden, wenn auch nur per Internet. Svennson wird nämlich nur wenig später zusammen mit seiner Freundin umgebracht. Kurze Zeit später erwischt es auch Lisbeths Vormund Bjurman. Auf der vermeintlichen Tatwaffe werden die Fingerabdrücke von Madame entdeckt und für die Polizei ist schnell klar, wer hier der Mörder bzw die Mörderin ist. Doch Blomkvist ist von der Unschuld seiner Freundin überzeugt und gerät bei seinen entlastenden Nachforschungen in üble Kreise.

Sollte man Teil 1 verpasst haben, macht diese Fortsetzung keinen Sinn, denn sehr viele Sachen beziehen sich auf den Vorgänger und als Zuschauer würde man da überhaupt nicht durchblicken.

Der Film lebt hauptsächlich von dem Kniff, dass beide Hauptdarsteller ihrerseits ermitteln und im Endeffekt zum selben Ziel gelangen, wenn auch mit unterschiedlichen Methoden. Das die beiden im ganzen Film nur eine Szene haben, ist ein interessanter Schachzug. Die Story ist natürlich schon relativ weit hergeholt – die Überraschung wer Lisbeths Vater ist allerdings gelungen und nicht unbedingt vorhersehbar. Zudem ist man als Zuschauer mit dem beiden Protagonisten auch schon vertraut, und fiebert irgendwie mit. So entfällt eine lange Einführung der Charaktere, was im ersten Teil doch relativ viel Zeit in Anspruch nahm

Zwischendurch gibt es immer mal recht drastische Gewaltdarstellungen, insbesondere Lisbeths Vergangenheit betreffend, ohne dass das jetzt in Splatter ausarten würde

Allerdings sieht man auch diesem Teil seine europäische Herkunft in jeder Minute an und wie ich auch schon beim Vorgänger bemerkte, glaube ich dass viele damit ein Problem haben werden, da Streifen aus Amerika einfach ganz anders gedreht werden

Fazit: Fast gleich starke Fortsetzung, die weniger Längen, dafür aber ein paar mehr Logikfehler als der Vorgänger aufweist. Trotzdem auf jeden Fall sehenswert.

6chuckys

SHUTTER ISLAND (Concorde)

am 13. Mai 2010 unter Suspense, Thriller abgelegt

shutter

Wir schreiben das Jahr 1954. US-Marshal Teddy Daniels und sein neuer Kollege Chuck haben einen äußerst mysteriösen Fall zu lösen. Auf Shutter Island, einer abgeschiedenen Insel, auf der sich geisteskranke Verbrecher befinden, ist eine Frau spurlos verschwunden – aus ihrer verschlossenen Zelle. Die Nachforschungen gestalten sich hierbei relativ schwierig, da der Anstaltsleiter die beiden nur sehr spärlich mit Informationen versorgt. Teddy findet nach intensiven Recherchen aber heraus, dass in der ach so vorbildlichen Einrichtung, so einiges nicht stimmt. Zudem benimmt sich auch sein neuer Partner merkwürdig. von dem er eigentlich so gar nichts weiß. Je weiter die Nachforschungen geraten, desto mehr bahnt sich ein schreckliches Geheimnis an, dass den Marshal mit seiner Vergangenheit konfrontiert.

Die Auflösung ist allerdings nicht ganz so sensationell wie sie gerne wäre. Wenn man genau aufpasst, kann man des Rätels Lösung schon recht früh herausfinden.

Allerdings gibt es hier ansonsten wenig auszusetzen. Ich bin nicht zwingend ein Fan von Scorsese, weil er die Angewohnheit hat, in seinen Regiearbeiten die Spannungskurve immer wieder absinken zu lassen. Normalerweise steigert sich ein Film immer mehr bis zum Ende hin – bei Scorsese ist das meist nicht so. Das ist auch bei Shutter Island nicht wirklich anders, denn auch hier stockt die Handlung zwischendurch desöfteren. Das stört aber in diesem Falle nicht sonderlich, auch weil sich der Starregisseur auf seinen Hautdarsteller verlassen kann. Ich bin auch kein Di Caprio Fan, doch seine Leistung hier ist oscarreif, zumal sein Charakter sehr viele Facetten und Gefühlsregungen durchlebt, die er allesamt meisterlich bewältigt. Mark Ruffalo ist nur Stichwortgeber und ein wenig verschenkt, während Ben Kingsley eh immer gut ist – auch in seinen zahlreichen schlechten Filmen.

Ein durchaus sehenswerter Streifen mit teilweise exzellenten Kameraschwenks und Einstellungen sowie einem sehr stimmigen Ambiente geben im Zusammenspiel mit den guten Darstellerleistungen und der doch recht ausgefallenen Story jede Menge Chuckys..

6chuckys

halberchucky

FALL 39 (Paramount)

am 13. Mai 2010 unter Horror, Suspense, Thriller abgelegt

fall

Emily Jenkins ist Sozialarbeiterin und engagiert in ihrem Job. Insbesondere bei Kindesmisshandlungen oder Vernachlässigungen, geht sie gerne auf die Barrikaden. Doch in ihrem neuesten Fall wird alles bisher dagewesene noch gesteigert. Die Eltern der 10 jährigen Lilith kommen ihr sehr merkwürdig vor und die schulischen Leistungen des Kindes haben stark nachgelassen. Zudem erzählt ihr das kleine Mädchen, dass sie denkt, ihre Eltern wollen sie umbringen. Zunächst hält Emily dies für übertrieben doch dann überrascht sie das Ehepaar bei einem Mordversuch. Als diese in die Klapse kommen nimmt sie das Kind bei sich auf. Doch bald muss sie feststellen, dass die kleine nicht annähernd so unschuldig ist, wie sie sich nach außen gibt.

Zum ersten Mal sehe ich einen Film in dem Renee Zellweger mitspielt, was wohl daran liegt, dass ich keine Komödien schaue, in denen Madame ja vornehmlich auftaucht. Hier versucht sie sich an einem Horrorthriller und liefert eine durchaus ansprechende Leistung ab. Klasse auch die kleine Jodelle Ferland, die das erst liebe, dann eher gemeine Gör richtig gut verkörpert.

Der Film ist zu 2/3 auch als gelungen zu bezeichnen, doch der erfahrene Leser ahnt es – das aber kommt noch. Das Ende ist wieder typisch Hollywood-Like und statt dem ganzen ein Happy-End zu verpassen (wobei das Wort happy es nicht ganz trifft) hätte man das ganze hier anders enden lassen können/müssen, zudem die Möglichkeiten dafür gegeben waren. Ob da wieder mal ein Studioboss sein Veto eingelegt hat? Schade denn das mindert dann doch den Gesamteindruck und es reicht nur noch für


5chuckys

COFFIN ROCK (Koch Media)

am 13. Mai 2010 unter Drama, Suspense abgelegt

coff

Jess und Rob leben in einem kleinen Fischerdorf an der australischen Küste und haben schon lange den Wunsch Kinder zu bekommen, doch der deutlich ältere Rob scheint an Unfruchtbarkeit zu leiden. Also entschließt man sich Spezialisten konsultieren und die Spermien untersuchen zu lassen. An der  Information der Klinik sitzt ein junger Mann, der sich auf der Stelle in Jess verliebt, für sie den Job aufgibt und ihr hinterherfährt – natürlich ohne ihr Wissen. Zuerst finden seine Avancen wenige Beachtung bei den Angebeteten, doch nach einem Streit mit ihrem Ehemann kommt es zwischen ihm und Jess zum Geschlechtsverkehr. Und schon kurz darauf ist sie auch schon schwanger. Doch der Dame tut die Affäre leid und sie teilt ihrem One-Night Lover mit, dass er sich bitte entfernen möge. Das sieht der jedoch gar nicht ein und es beginnt Psychoterror, bei dem so einige Unbeteiligte ihr Fett abbekommen.

Sicher erfindet der Streifen das Genre nicht neu. Das haben wir so oder so ähnlich schon öfters gesehen wie die Steuersenkungsversprechen der Regierung gehört. Dennoch punktet der Film mit einer sehr schönen Atmosphäre und, das rechne ich ihm hoch an – durchaus glaubwürdigen Figuren und Dialogen. Man hat nie das Gefühl, das das alles aufgesetzt wirkt, sondern so könnte man sich da in der Realität durchaus vorstellen.

Schaupielerisch ist das ebenfalls ansprechendes Niveaus, wobei ich von den Darstellern noch nie jemanden in einem anderen Film gesehen habe.

Allerdings ist das ganze dann doch fast eher ein Drama denn ein Thriller oder gar Horrorfilm, weil man die Schockeffekte eher spärlich setzt und ,wie bereits erwähnt, eher versucht recht authentisch zu gestalten. Dafür und für die gute Atmosphäre, sowie der netten Schlusspointe gibt’s

4chuckys

halberchucky


 

DOUBLE IDENTITY (Kinowelt)

am 13. Mai 2010 unter Action, Thriller abgelegt

doubl

Und wieder eine Videopremiere mit Val Kilmer, der in einem Jahr mehr Filme dreht als andere in einem Jahrzehnt – leider nicht immer mit besonders guter Qualität. Dieser ist ganz ordentlich.

Kilmer spielt den Arzt Nicholas Pinter der bei seinem Aufenthalt in Bulgarien für einen Agenten gehalten wird. Das passt den ortsansässigen Dealern und Diamantengroßhändlern gar nicht und so wollen sie ihn beseitigen lassen. Unerwartete Hilfe erhält er von der Freundin des Oberschurken, die für den Geheimdienst arbeitet. Oder doch nicht? Pinter versucht nun auf eigene Faust herauszufinden was Sache ist, und gerät in ziemlich üble Machenschaften. Oder ist er etwa doch ein Agent?

In diesem Streifen weiß man nie wer die Guten und die Bösen sind. Das macht immer Spaß. Insgesamt ist der Film trotzdem nichts besonderes, aber die 90 Minuten haben mich doch gut unterhalten, wenn es gegen Ende dann aber schon undurchsichtig wird und der Zuschauer gar nicht mehr durchblickt, wer hier Dealer, Gangster, Cop oder sonst was ist.

Kilmer zeigt etwa 30 % seines schauspielerischen Vermögens und das genügt auch. Die restlichen Darsteller sind eher unbekannt und sind mir weder postitiv noch negativ aufgefallen.

Fazit: Der klassische „Ganz nett“- Film für zwischendurch, den man aber aber nach dem Abspann schon wieder vergessen hat.

3chuckys

halberchucky

SHROOMS (Ascot Elite)

am 05. Mai 2010 unter Horror abgelegt

shromms

5 Freunde wollen ein paar Tage in Irland verbringen. Begleitet werden sie dabei von einem Einheimischen. Zusammen fährt man in einen beschaulichen Wald um die berühmten Magic Mushrooms zu testen, die einem extreme Trips bescheren. Tara futtert jedoch aus Versehen einen falschen Pilz und bekommt dadurch wüste Halluzinationen, in denen sie den Tod ihrer Freunde voraussieht – der dann auch genauso eintritt.

Bis es aber mal losgeht, bekommt man wieder die üblichen sexistischen Phrasen geboten. Der will mit dem ficken, die findet den geil usw. Anscheinend gibt es keine amerikanischen Teens und Twens, die auch mal ein intelligentes Gespräch führen können.

Kommt der Film mal ins Rollen, gibt es zumindest ein paar recht witzige Einfälle zu bewundern, wobei die sprechende Kuh da den absoluten Höhepunkt darstellt. Ansonsten tritt man hier doch so ziemlich jedes Horrorklischee platt und 80 Minuten Blaufilter machen eben noch keinen spannenden Film. Auch schauspielerisch ist das alles mehr als überschaubar.

Zudem ist keiner der Protagonisten dem Zuschauer in irgendeiner Form sympathisch, was dazu führt, dass man sich automatisch wünscht, dass alle draufgehen. Die Auflösung ist aber immerhin gelungen, kommt jedoch deutlich zu spät. Bis dahin kredenzt man dem Zuschauer einige ganz nette Morde, die aber auch nicht wirklich originell sind.

Fazit: Ganz nettes Horrorfilmchen, das in das Genre allerdings keinerlei neue Ideen einbringt und auf Dauer etwas ermüdet. Keine Zeitverschwendung, aber auch kein “Must-see”.

3chuckys

halberchucky

MICHAEL CLAYTON (Highlight)

am 05. Mai 2010 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Michael Clayton ist bereits seit dreizehn Jahren in einer New Yorker Anwaltskanzlei tätig. Doch fungiert er hier als so genannter Ausputzer und nicht etwa als Rechtsanwalt. Wenn es ein Problem mit Klienten oder Mitarbeitern gibt, wird er gerufen, um dieses zu beseitigen. Arthur Edens, ein Kollege, genießt hingegen einen hervorragenden Ruf, bis er sich gegen den größten Klienten der eigenen Kanzlei wendet, weil ihn plötzlich Gewissensbisse plagen. Clayton soll den aus dem Ruder gelaufenen Kollegen wieder in die richtige Spur bringen, doch  dieses Vorhaben scheitert. Nun übernimmt die Chemiefirma selbst die Regie, was tödliche Folgen hat. Und plötzlich ist auch Clayton in deren Visier.

Der Film war für insgesamt 6 Oscars nominiert, doch nur Tilda Swindon bekam ihn für die beste Nebenrolle – warum dem so ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn ihre eher gelegentlichen Auftritte sind nicht sonderlich berauschend. Da hat man sie schon wesentlich besser gesehen. Clooney allerdings hätte ich das goldene Männchen gegönnt, denn er spielt hier die bislang beste und vor allem glaubwürdigste Rolle seiner Karriere, die ihm wie auf den Leib geschrieben scheint.

Anfangs ist der Film eher ein Drama, das, wenn ich mir so manche Reviews durchlese, sicherlich für den ein oder anderen zu langsam in die Gänge kommt und eigentlich erst in den letzten dreißig Minuten zum Thriller mutiert.

Ich persönlich fand nicht, dass der erste Abschnitt des Films öde geriet, denn er gibt uns einen interessanten Einblick in das Leben eines mit viel Hoffnung in eine Anwaltskarriere gestarteten Loser, der aber trotzdem seine Bestimmung gefunden hat, auch wenn ihn seine privaten Probleme zu erdrücken drohen. Zudem sind die Szenen in der Kanzlei und die dortigen Dialoge absolut brillant.

Nochmals ein dickes Lob an Clooney, der sich mit Ausnahme der drei “Oceans”-Filme in den letzten Jahren doch eher auf anspruchsvolle Kost spezialisiert hat (Syriana, Good night and good luck) und eindrucksvoll zeigt, dass er mehr kann, als für die Frauenwelt jenseits der 40 den charmanten Lover zu mimen.

7chuckys