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Archiv für den 12. April 2010

DAS GESETZ DER RACHE (Paramount Pictures)

am 12. April 2010 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

gesetz

Plötzlich und unerwartet dringen 2 Einbrecher in das Haus von Clyde Shelton ein und töten dessen Frau und Tochter. Beim Gerichtsprozess muss sich Staatsanwalt Nick Rice auf einen Deal einlassen und so kommt einer der beiden Verbrecher schon nach wenigen Jahren frei. Wäre er besser mal bei drei Mahlzeiten am Tag hinter schwedischen Gardinen geblieben, denn Shelton tötet in auf bestialische Weise. Doch damit nicht genug. Nach und nach nimmt er sich alle Beteiligten vor, die in den damaligen Prozess involviert waren. Selbst als er geschnappt und ins Gefängnis eingeliefert wird, hören die Morde nicht auf. Hat er einen Komplizen? Als im Umfeld von Rice die Menschen sterben wie die Fliegen, beginnt er intensiv nachzuforschen.

Ein Drehbuch von Kurt Wimmer kann nicht wirklich schlecht sein. Der Mann hat in der Vergangenheit fast durchweg überzeugende Geschichten geschrieben („Sphere“, „Der Einsatz“) und auch sein Regiedebüt „Equilibrium“ war sehr gelungen, floppte aber gnadenlos.

Zwar sind die Charaktere hier durchaus an manchen Stellen etwas überzeichnet und die Auflösung wieso der gute Shelton das alles so macht und kann, ist natürlich weit hergeholt, tut der Spannung aber keinen Abbruch.

Zudem ertappt man sich als Zuschauer dabei, dem Antihelden zunächst zu applaudieren, doch das schwenkt irgendwann um, als auch Menschen sterben, die nicht direkt an dem Fall beteiligt sind – ein interessanter Drehbuchkniff.

Gerard Butler bietet dabei eine ansprechende Leistung und auch Jamie Foxx, in meinen Augen nicht gerade mit irrsinnig schauspielerischem Talent gesegnet, ist in der Rolle des Staatsanwaltes glaubwürdig

Natürlich muss man hier schon einige Ungereimtheiten in Kauf nehmen, auf die ich jetzt nicht im Einzelnen eingehen will, weil ich sonst zu viel verraten würde, doch der Film ist durchweg spannend und auch rasant inszeniert. Sehenswert.

5chuckys

halberchucky

STAG NIGHT (Koch Media)

am 12. April 2010 unter Horror abgelegt

stag

Nach einem Junggesellenabschied landet ein Quartett zunächst in der U Bahn und dann in den dazugehörigen Tunneln, denn nach einem missglückten Anmachversuch, „flüchten“ 2 Damen nach draußen, da die U Bahn eh gerade steht. Die Herren folgen alsbald – wären jedoch lieber in den Räumlichkeiten geblieben, denn bald sind die meisten von ihnen tot, denn im düsterem Untergrund lauern allerlei Gefahren und gefährliche zerzauste Irre, die hier schon lange hausen und Eindringlingen eher unfreundlich gesinnt sind.

Zuerst einmal muss man dem Film eine wirklich schön-schaurige Atmosphäre bescheinigen. Die weitverzweigten Gänge bilden da natürlich auch das optimale Umfeld. Zudem arbeitet man mit sehr vielen scharf/unscharf Einstellungen, was dem ganzen noch ein wenig mehr Intensität verleiht.

Wenn allerdings die böse Horde auftaucht wird es jedesmal ärgerlich, denn dann fängt die Kamera dermaßen heftig an zu zucken, wie Ratzingers Geschlechtsteil beim Akt nach 60jähriger Orgasmusabstinenz. Ich habe kein Problem damit, wenn man die Handkamera als Stilmittel einbaut, doch wenn man 2 Minuten am Stück nur Gewackele sieht, geht einem das mächtig auf den Zeiger, spart allerdings die Kosten für Effekte, denn die Splatterszenen sind immer schon vorbei, wenn man mal wieder was erkennt.

Eigentlich schade, denn ansonsten ist der Streifen durchaus interessant, wenn auch nicht gerade originell. Die Schauspieler sind ebenfalls passabel, doch der latente Wackelkameraeinsatz beschert hier einen glatten Minuspunkt. Bleiben unter dem Strich noch:

4chuckys

THE CODE (Ascot Elite)

am 12. April 2010 unter Suspense, Thriller abgelegt

code

Keith Ripley ist ein Meisterdieb und wird von der Polizei schon jahrelang gejagt. Für seinen neuesten Coup benötigt er allerdings Hilfe und engagiert auf ungewöhnliche Weise den „Kollegen“ Gabriel Martin. Der scheint erst nicht interessiert, doch dann lernt er dessen Nichte kennen und lieben. Jetzt sieht das ganze schon anders aus. Allerdings gestaltet sich der Bruch schwierig, denn die Sicherheitsvorkehrungen sind mehr als gründlich. Und dann ist da auch noch der russische Schurke hinter den beiden her….

Menschen die Filme wie „The Score“ oder „Heist“ mögen, werden auch Gefallen an THE CODE finden. Der Film bietet ordentliche Unterhaltung, ohne jeglichen Tiefgang.

Morgan Freeman, einer meiner Lieblingsschauspieler, der es sich aber zwischenzeitlich mal verscherzt hatte, weil er in dem Ultraschwachsinn „Wanted“ mitspielte, überragt hier wieder mit seiner Leinwandpräsenz und spielt Antonio Banderas (erwartungsgemäß) an die Wand, obwohl er nicht mal ein Drittel seines Könnens zeigen muss. Die hoffnungslos unterschätzte Radha Mitchell, kann leider nicht zeigen was sie drauf hat, denn ihre Rolle ist dafür zu einseitig und unspektakulär ausgelegt.

Fazit: Brave Unterhaltung, die fast schon als familientauglich durchgeht und irgendwann mit Sicherheit mal ein SAT1 FILM FILM wird. Wem das genügt, wird nicht enttäuscht werden.

4chuckys

DIE GRENZE (Kinowelt)

am 12. April 2010 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

grenze

Die Lage in Deutschland ist ernst geworden. Die Börsenkurse brechen ein, Benzin wird immer teurer und das Land steht vor dem Kollaps. Ein perfekter Nährboden für radikale Parteien, die versuchen die Wähler auf ihre Seite zu ziehen. Die rechte DNS erhält immer mehr Zulauf und möchte, das aus Mecklenburg-Vorpommern ein eigenständiges Land wird. Ins gleiche Horn, nur mit wesentlich weniger radikalen Methoden, bläst die Linke unter Chef Geri. Die Regierung sieht ihre Felle wegschwimmen und unterstützt letztgenannten, weil die Gruppierung unter akuter Geldnot leidet und so besser zu kontrollieren ist, während die DNS aufgrund ihres steinreichen Vorsitzenden Maximilian Schnell, diesbezüglich keinerlei Probleme hat. Um letzteren aufzuhalten, schleust man seinen ehemals besten Freund Rolf Haas in die Partei ein, damit dieser wichtige Informationen sammeln kann.

Doch wie das dann letztendlich abläuft, insbesondere wie man Haas dazu bekommt diesen „Job“ zu erledigen, ist hanebüchen. Ebenso wie große Teile des Films, für den mit Roland Suso Richter einer der besten deutschen Regisseure verpflichtet wurde und zudem die gleichen Leute am Drehbuch mitwirkten wie im genialen „Verschwende deine Jugend“. Dafür ist das Ergebnis mau.

Allerdings – betrachtet man „Die Grenze“ als reinen Unterhaltungsfilm erfüllt er die Ansprüche durchaus, denn ich habe die 3 Stunden am Stück gesehen und war an keiner Stelle gelangweilt.

Wenn man sich aber die öffentlichen Diskussionen zu dem Streifen ansieht, die in fast jeder Gazette geführt wurden, scheitert der Film kläglich, dafür gibt es hier zu viele Stereotypen und konstruierten Unsinn.

Zudem ist, und das werden die meisten nicht ahnen, „Die Grenze“ eigentlich ein Horrorfilm, denn es wimmelt hier von Mutanten. Der Werbefachmann mutiert zum Undercover Agent, der brave Fischer zum unerschrockenen Soldaten, die Ex-Frau wird ebenfalls Agent (war aber früher immerhin mal Polizistin..hoho) und ein in der Organisation eingesetzter Spitzel mutiert zum Helden, als er sich todesmutig eine Kugel ins Hirn jagt, um Haas und Land zu retten. Hallelujah was eine Scheiße.

Schauspielerisch ist das gar nicht mal übel, denn Fürmann agiert glaubwürdig (obwohl es seine Figur eigentlich gar nicht zulässt) und Kretschmann finde ich immer klasse und hat internationales Format.

Hier gibts von mir 2 Bewertungen:

ALS  UNTERHALTUNGSFILM

5chuckys

ALS REALISTISCHES SZENARIO

2chuckys

THE PROTOCOL (Koch Media)

am 12. April 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

protocol

Raoul Krafts Leben wird plötzlich aus den Fugen gerissen, als er erfährt, dass sein Sohn Frank einen tödlichen Unfall hatte. Auf dessen Handy meldet sich jedoch eine Frau die behauptet, dass dieser Opfer einer mysteriösen Tablettenversuchsreihe wurde. Kraft forscht nach und kommt hinter üble Machenschaften eines Pharmaunternehmens. Mit Hilfe der ominösen Anruferin, mit der er alsbald nach anfänglichem Zögern doch Kontakt aufnimmt, versucht er den Konzern zur Strecke zu bringen. Doch das gestaltet sich erwartungsgemäß schwer.

Das Hauptproblem des Films ist, dass er erst einmal locker 35 Minuten braucht, um in die Gänge zu kommen. Danach allerdings gestaltet sich das ganze recht spannend und ist mit deutlich mehr Action gespickt.

Auch das Ende ist sehr gelungen, denn da wird die eigentliche Hoffnungslosigkeit aufgezeigt, der sich eine einzelne Person gegenübersieht, im Kampf gegen einen großen Konzern.

Insgesamt kann man sich den Streifen durchaus ansehen, ist allerdings in seinem Inszenierungsstil sehr europäisch gehalten, was vielen nicht unbedingt zusagen wird. Ein wenig mehr Drive am Anfang hätte dem Ganzen auch gut zu Gesicht gestanden. Trotzdem keine Zeitverschwendung – auch wegen einem recht guten Schauspielerensemble.

4chuckys