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Archiv des Monats Februar 2010

CITY OF EMBER (Capelight)

am 12. Februar 2010 unter Action, SciFi abgelegt

city

In der letzten Zeit gibt es doch einige Filme die mich ratlos zurücklassen – dieser Streifen hier gehört definitiv dazu. Auch nach intensivem Nachdenken ist es fast unmöglich eine Wertung abzugeben, da die Macher so vieles richtig, aber auch genauso viel falsch gemacht haben.

Lina und Doon leben in Ember, einer Stadt unterhalb der Erde. Die Einwohner wissen dies jedoch nicht – Sonnenlicht ist ihnen gänzlich fremd. Der Generator, der dafür sorgt dass die Stadt mit Energie versorgt wird, droht nun zusammenzubrechen. Der technisch begabte Doon ist fest davon überzeugt, dass Ember bald untergehen wird und will dies mit allen Mitteln verhindern. Das es eine Welt außerhalb der Stadt gibt weiß er nicht mit Bestimmtheit, ahnt es aber, zumal sein Vater immer mal wieder Andeutungen diesbezüglich macht. Doch es ist streng verboten in Gebiete außerhalb Embers vorzudringen. Als Loons beste Freundin Lina eine merkwürdige Box findet, die von den Erbauern der Stadt gefertigt wurde, stellen sie Nachforschungen an und beiden wird schon bald klar, das die Tage ihrer Heimat gezählt sind, doch es gibt einen Ausweg – dazu müssen die beiden aber sehr große Risiken eingehen.

Auf der Habenseite dieses Streifens steht ein wirklich wunderschönes Setdesign, bei dem sich die Macher enorme Mühe gegeben haben. Kostüme, Häuser, Innenausstattungen sind einfach imponierend. Andererseits ist genau dies aber auch unpassend. Wieso sehen in einer Stadt der Zukunft, die noch dazu von Menschen der Zukunft erschaffen wurden, alle aus wie Einwohner aus dem 19. Jahrhundert?

Ebenfalls auf der Habenseite befindet sich ein sehr guter Cast, und vor allem die beiden Hauptdarsteller wissen zu gefallen. Andererseits – wieso verschenkt man zwei so großartige Schauspieler wie Tim Robbins und Bill Murray in solch undankbaren Rollen?

Die Herleitung des Ganzen und die Nachforschungen die das Teenager Duo anstellt sind anfangs sehr originell, schlüssig und unterhaltsam. Im letzten Drittel jedoch hangelt sich alles nur noch von einem Zufall zum nächsten und es wird immer unglaubwürdiger.

Für jeden positiven Punkt lässt sich in dem Streifen auch wieder ein negativer finden. Insbesondere das Ende ist eigentlich nicht schlüssig – das will ich aber hier nicht verraten.

Daher ist es wirklich schwierig hierfür eine adäquate Bewertung zu finden, denn überragend ist der Streifen nun wirklich nicht, aber zerreißen kann man ihn auch nicht, das wäre genauso ungerecht, zumal ich auch kein ausgewiesener Fan des Fantasy Genres bin. Deshalb habe ich mich für eine besondere Wertung entschieden.

VON

3chuckys

BIS

6chuckys

alles drin

BOSTON STREETS (Ascot Elite)

am 12. Februar 2010 unter Drama abgelegt

bostom

Paulie und Brian sind seit ihrer Kindheit Freunde. Schon seit ewigen Zeiten erledigen sie Jobs für einen gewissen Pat Kelly, der sie schon früh unter seine Fittiche nahm. Doch mittlerweile haben die beiden auch erkannt, dass sie eigentlich nur dessen Drecksarbeit erledigen und dafür noch relativ bescheiden entlohnt werden. Als sie eines Tages einen eigenen Deal einfädeln wollen, landen sie im Knast – und das für satte fünf Jahre. In dieser Zeit kommt der zwischenzeitlich den Drogen und Alkohol verfallene Brian zur Besinnung und nimmt sich vor, in der Freiheit für seine Familie und insbesondere für seine beiden Söhne da zu sein, die er viel zu sehr vernachlässigt hat. Doch das Leben außerhalb des Gefängnisses holt ihn schnell wieder ein.

„Boston streets“ ist deutlich mehr Drama denn Action Film und lebt von seiner Authentizität. Die Figuren wirken hierbei nie überzeichnet und deren Sorgen und Träume sind problemlos nachvollziehbar.

Mark Ruffalo ist in den letzten Jahren sehr häufig auf der Leinwand präsent und hat auch bislang nur wenige schlechte Streifen abgeliefert. Auch dieser zählt zweifelsohne nicht dazu. Ethan Hawke ist zwar nicht mein Traumcast für die zweite Hauptrolle, aber immerhin schön gegen den Strich besitzt und fühlt sich in der ungewohnten Funktion des toughen Typen ziemlich wohl, da er sonst ja eher sanftere Charaktere spielt.

Gewöhnungsbedürftig ist sicherlich der fast schon dokumentarische Stil des Streifens. Nicht dass hier nicht auch die normalen Mechanismen des Unterhaltungsspielfilms greifen, aber die Cuts sind teilweise doch recht ungewöhnlich und man bekommt durch den Inszenierungsstil das Gefühl vermittelt, näher bei den Protagonisten dabei zu sein. Ungewöhnlich aber trotzdem nicht schlecht.

Fazit: Das angeblich wahre Drama hat seine stärksten Momente in den eher ruhigen Passagen, und lebt auch vom tristen Look und seinem guten Cast. Allerdings bekommt man in der Werbung hier wieder mal einen völlig falschen Eindruck suggeriert, denn da wird das ganze als Thriller verkauft, was „Boston streets“ beileibe nicht ist.

6chuckys

FINAL DESTINATION (Warner Home Video)

am 12. Februar 2010 unter Horror, Reviews abgelegt

final

Braucht noch jemand die vierte Ausgabe eines Konzepts das schon nach dem zweiten Teil durchgenudelt war? Klare Antwort: Jein.

Auch in Teil 4 hat einer der Herrschaften vorab eine Vision – diesmal passiert auf einer Rennstrecke ein furchtbarer Unfall, bei dem viele Menschen ihr Leben lassen. Doch als der gute Mann eingreift und vielen Leuten eben dieses rettet, weil sie durch seine Panik vorzeitig das Stadion verlassen, ist Gevatter Tod erneut ungehalten und hetzt die dem Tod entronnenen.

Eigentlich gibt es hier gar nichts neues zu bewundern, das haben wir alles so oder so ähnlich schon in den Vorgängerteilen miterleben dürfen. Die Schauspieler sind aber auch hier für einen Splatterstreifen recht ordentlich und die Todesarten mal wieder ziemlich eklig, was ja im Endeffekt auch die einzige Daseinsberechtigung dieser Streifen ist. In 3-D erlebt man das Ableben der Darsteller noch realer mit.

Das sich der Beelzebubb immer so komplizierte Sachen einfallen lässt, um die Herrschaften ihres Lebens zu berauben ist natürlich totaler Nonsens, aber bei normalen Unfällen hätten wir als Zuschauer ja keinen Spaß..

Man muss dem Streifen zudem aber zu Gute halten, dass er sich zu keinem Zeitpunkt ernst nimmt und das es schon lustig anzusehen ist, welche schrägen Todesarten sich die Autoren wieder haben einfallen lassen.

Fazit: Vollkommen unoriginell, aber unterhaltsam.

4chuckys

BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER (Warner Home Video)

am 03. Februar 2010 unter Drama abgelegt

leben

Die 11-jährige Anna Fitzgerald ist ein Retortenkind. Sie wurde nur erschaffen, damit sie ihrer an Leukämie erkrankten Schwester Kate in Form von Blut und Rückenmarkspenden hilft weiterzuleben. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Das aufgeweckte Mädchen will nicht mehr nur das Ersatzteillager für ihre Schwester sein, zumal sie nun eine ihrer Nieren abgeben soll. Sie engagiert einen Anwalt der auf Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper klagt. Annas Mutter, die ihre Leukämiekranke Tochter über alles liebt und auch ihre erfolgreiche Karriere aufgegeben hat, ist darüber natürlich gar nicht erfreut und es kommt zum Streit, denn ohne diese Niere ist Kate zum Tode verurteilt. Die Familie droht zu zerbrechen.

Endlich mal eine Story die nicht schon 1000 mal verfilmt wurde wird der Leser sagen. Doch das ist nicht alles. Was die Schauspieler hier leisten ist ganz großes Kino.

Cameron Diaz spielt die Mutter absolut glaubwürdig und die innere Zerrissenheit ihres Charakters ist jederzeit präsent. Auch Jason Patric als ihr Gatte und die zauberhafte Abigail Preslin sind für ihre Rollen perfekt gecastet worden. Alec Baldwin als Anwalt passt eh immer – ebenso Joan Cusack als Richterin.

Was jedoch Sofia Vassilieva als krebskranke Tochter hier hinlegt, ist wirklich sensationell und es ist eine unglaubliche Unverschämtheit, das das Mädel nicht wenigstens eine Nominierung für den Oscar bekommen hat – klar, denn da werden mal wieder nur bekannte Namen genommen.

Ihre verschiedenen Phasen der Krankheit, auch die Abschnitte in denen sie einfach nur ihr wahrscheinlich kurzes Leben genießt, sind so herzergreifend gespielt, das man als Zuschauer wirklich mitleidet, ohne das das ganze zu einem Schmachtfetzen verkommt. Insbesondere während der kurzen Lovestory mit einem anderen krebskranken Patienten hatte ich ständig Wasser in den Augen, was mir nun wirklich nicht sehr oft passiert und schon gar nicht während der Hälfte eines kompletten Spielfilms.

Nick Cassavetes hat auch bereits mit JOHN Q beweisen, dass er ein sehr gutes Gespür für familiäre Dramen besitzt hat das ganze sehr einfühlsam inszeniert – ergänzt von einem unauffälligen, aber perfekt eingesetzten Score. Dazu kommt die vollkommen überraschende Wende im Gerichtssaal, die mir niemals in den Sinn gekommen wäre.

Der einzige kleine Kritikpunkt ist der deutsche Name des Films, denn „My sisters keeper“ ist eben aufgrund seiner Doppeldeutigkeit passender, aber dafür kann der Streifen ja nichts. Außerdem gibt es ja auch Gebiete in unserem Land, in denen man die englische Sprache nicht beherrscht (Beispiel: Alzey und Oettinger).

Fazit: Ich tue mich oft schwer mit der Höchstwertung, da ich denke das sie in anderen Formen viel zu leichtfertig vergeben wird. Doch dieser Streifen hat mich nachhaltig berührt und auch einen Tag später denke ich immer noch über das Gesehene nach. Und wenn es einmal soweit ist, dann muss hier einfach die Höchstwertung hier. Wer diesen Film verpasst ist selbst schuld.

8chuckys

KILLSHOT (Universum Film)

am 03. Februar 2010 unter Action, Thriller abgelegt

KILL

Diane Lane, Mickey Rourke, Thomas Jane und Joseph Gordon-Levitt. Nicht gerade die mieseste Besetzung für einen Thriller und das noch vom “Shakespeare in love”- Regisseur. Aber alles das rettet eben nichts, wenn dem ganzen nur ein 0815 Drehbuch zu Grunde liegt.

Armand Deags (was für ein behämmerter Name) ist Profikiller, will aber aus dem Geschäft aussteigen. Als der Kleinganove Richy Nix (???) ihn nach einem Restaurantbesuch zwingt seine Brieftasche herauszurücken und dabei äußerst dilettantisch vorgeht, nimmt Deags den Nachwuchskriminellen unter seine Fittiche und will ihm helfen, einen Deal durchzuziehen. Leider geht dieser schief und die beiden werden von Wayne und Carmen Colson gesehen. Da aber Deags keine Zeugen zurücklasst, beginnt eine Jagd auf das in Trennung lebende Ehepaar, das auch im Zeugenschutzprogramm nicht sicher scheint.

Die Story ist von Anfang bis Ende vollkommen überraschungsfrei und Diane Lane wirkt, als hätte sie vor jedem Drehtag eine ganze Packung Valium genommen. Jane glaubt noch immer das er sich in Teil 1 vom Punisher befindet und Gordon-Levitt ist die Fehlbesetzung des Jahrzehnts. Niemand der schon einen anderen seiner (eigentlich durchweg guten) Filme gesehen hat, nimmt ihm seine Rolle als hyperaktiver Krimineller ab. Sein Gezappele und obercooles Machogehabe bewegen sich am am Rande der visuellen Körperverletzung. Lediglich Rourke vermag in seiner Rolle zu überzeugen.

Auch die Story wurde so oder so ähnlich schon dutzendweise gezeigt und wird hier wirklich nur in Nuancen variiert.

Muss man wirklich nicht gesehen haben.

3chuckys

TRICK `R TREAT (Warner Home Video)

am 03. Februar 2010 unter Horror, Komödie abgelegt

trick

Halloween ist immer wieder ein beliebtes Thema für Horrorfilme. Dafür sorgen schon die Masken die man an diesem Tag überzieht. Doch hier gib es mal etwas ganz anderes zu bestaunen. Man widmet sich nämlich längst vergessenen traditionellen Sagen, auf die sich das Fest beruft und lässt sie wieder auferstehen. In mehreren Geschichten, die gegen Ende alle in irgendeiner Form zusammenlaufen, bekommen wir teils gruselige, teils sogar eher lustige Ereignisse geboten, die fast alle eine überraschenden Ausgang haben.

Zudem hat man hier einige Stars aufgeboten – zumindest des B-Films. Brain Cox, Dylan Baker und Anna Paquin sind unter anderem mit dabei und Regisseur Doherty hat schon an den X-Men Filmen mitgewirkt.

Wirklich lohnend sind hier auch die Extras, in denen man eben die Herkunft des Halloween Festes beleuchtet und einige sehr interessante Informationen vermittelt, die man so nicht kannte, weil sich eigentlich mit der klassischen Traditionen noch nie ein Film beschäftigt hat, sondern das Fest aufgrund der Verkleidungen immer nur zum Anlass genommen wurde, um gestörte Killer in Masken in Szene zu setzen. Oder weiß von Euch jemand woher das „Süßes oder Saures“ kommt, das die Kids vor jeder Haustür aufsagen?

Fazit: Ein wirklich putziger kleiner B-Movie, der richtig Spaß macht.

6chuckys