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Archiv für den 26. Februar 2010

DIE VIERTE ART (Ascot Elite)

am 26. Februar 2010 unter Horror, Suspense abgelegt

4t

Jetzt wird es richtig unheimlich. Und das sagt jemand, den nun wirklich (zumindest in Filmen) kaum noch etwas erschrecken kann. Doch dieser Streifen ist wirklich eine absolute Granate.

Erzählt wird die Geschichte von Dr. Abigail Tyler, einer Psychologin, die Anfang des neuen Jahrtausends, eine Studie ihres verblichenen Mannes weiterführt, der einem Mord zum Opfer fiel. Allen Patienten scheint das gleiche passiert zu sein. Sie können nachts nicht schlafen und sehen eine weiße Eule, die sie anstarrt. Als Dr. Tyler versucht, einem der Herrschaften mittels Hypnose zu helfen, wird dieser mit einem unglaublichen Erlebnis konfrontiert, welches ihn dermaßen verstört, dass er kurz danach sich und seine eigene Familie umbringt. Trotz dieser Umstände möchte ein anderer Patient ebenfalls hypnotisiert werden. Auch wenn man in dem Fall behutsamer vorgeht, kommt es zu einer Katastrophe. Als die Psychologin auf einem Band hört, dass auch sie nachts von merkwürdigen Kräften heimgesucht wird, ist es schon zu spät.

Eine solide Handlung, die durchaus Potenzial zu einem spannenden Film hat, werden die meisten sagen. Doch Regisseur Osunsanmi fährt weitaus gruseligere Geschütze auf.

Das ganze beginnt nämlich als Interview mit der „echten“ Frau Doktor, denn es handelt sich hier angeblich um eine wahre Geschichte. Im Film wird sie von Milla Jovovich verkörpert, allerdings bekommt der Zuschauer parallel dazu die Geschehnisse im Splitscreenverfahren real dazu geschnitten, denn es existieren Videoaufzeichnungen der Sitzungen und auch der Polizeikamera, die den mehrfachen Mord live aufnahm. Das ist dermaßen nervenaufreibend, dass man im Sitz hockt und schweissnasse Hände bekommt.

Dieser Kniff der parallelen Darstellung der Ereignisse, erweist sich daher im Nachhinein als absoluter Glücksfall, ebenso wie die durchweg guten Schauspieler, denn mit Elias Koteas und Will Patton konnte man zwei renommierte Darsteller gewinnen. Dazu gesellt sich ein schauderhaft schöner Score.

Gegen Ende bekommt man dann noch per Text erzählt, was aus allen Beteiligten geworden ist, und man bleibt mit einem fragenden Gesicht zurück.

Hierfür gibt es definitiv die Höchstwertung, denn so oft bin ich seit Jahren während eines Streifens nicht mehr hochgeschreckt. Zudem gibt die „echte“ Dr Tyler ein erschreckendes Bild ab und man kann nur erahnen, was diese Frau durchgemacht hat.

Viele Details habe ich bewusst weggelassen, denn das sollt ihr Euch mal schön selbst anschauen, Ob diese Geschichte wirklich so geschehen ist und die Kameraaufnahmen der Psychologin echt sind oder ob das alles eine weitere Blair Witch Project Variante ist, vermag ich natürlich nicht zu sagen, aber es sieht schon verdammt real aus und ob wahr oder nicht: Es ist sauspannend..

Volle Chuckys!!!!!

8chuckys

BLOOD RIVER (Euro Video)

am 26. Februar 2010 unter Horror, Thriller abgelegt

blood

Clerk und Summer fahren durch die Einöde Amerikas als auf einem abgelegenen Highway ein Reifen platzt. Das Ersatzrad ist merkwürdigerweise verschwunden und so läuft man viele Kilometer bis zur nächsten Stadt durch die heiße Landschaft und muss alsbald feststellen, dass der Ort nur noch aus verlassenen Häusern besteht – zudem ist kein Trinkwasser vorhanden. Doch dann scheint die Rettung  in Form eines Fremdenzu nahen, der den beiden hilft. Es stellt sich jedoch heraus, dass der gute Mann keinesfalls freundliche Absichten hat.

Die Auflösung des Ganzen ist eigentlich ganz nett, wenn auch an den Haaren herbeigezogen. Zudem sind mehrere Handlungsweisen der Protagonisten – gerade gegen Ende, absolut nicht nachvollziehbar und teilweise auch schwachsinnig.

Die Atmosphäre passt, ebenso wie der spartanische Einsatz der Musik. Überhaupt ist das Wort spartanisch hier angebracht, denn ein großes Budget braucht man für diesen Streifen wahrlich nicht. Drei Schauspieler, ein paar verlassene Häuser, jede Menge Sand und einen Highway, fertig ist die Chose.

Fazit: Passabler Thriller für zwischendurch, der allerdings bei weitem nicht so überraschend ist wie er gerne sein will.

3chuckys

CASH (Ascot Elite)

am 26. Februar 2010 unter Komödie, Thriller abgelegt

cash

Sam und Leslie scheinen ihren Glückstag zu haben, denn ersterem fällt ein Geldkoffer mit einer Summe von 600.000 Dollar auf die Fronthaube seiner Rostlaube (hach das reimt sich aber schön). Zunächst hat man Bedenken die Kohle zu behalten, doch dann lockt der schnelle Reichtum und man geht auf Shoppingtour. Leider etwas vorschnell, denn einige Tage später taucht ein gewisser Pyke auf und fordert das Geld zurück. Das es auch ihm nicht gehört, spielt für den stoischen Gauner keine Rolle. Aber statt mit dem Rest zu verschwinden, zwingt er das Pärchen, die bereits ausgegebenen 70.000 Dollar im Form von Raubüberfällen wieder aufzufüllen. Na wenn das mal nicht zu gierig ist!

Die Grundstory ist gar nicht mal schlecht und am Anfang ist der Film auch recht unterhaltsam. Doch als der Streifen sich irgendwann nicht mehr entscheiden kann ob er ein Thriller oder eine Komödie sein will, geht es bergab.

Sean Bean weiß am Anfang zu gefallen, doch mit zunehmender Spieldauer nimmt man ihm die Rolle nicht mehr ab, denn kein Bandit der Welt würde sich an fehlenden 8.000 Dollar aufgeilen, statt mit der restlichen Kohle zu verschwinden.

Zudem gibt es einige dramaturgische Durchhänger und die Überfälle langweilen ebenfalls irgendwann, weil es einfach immer das gleiche ist. Immerhin stimmt das Ende versöhnlich und der kleine Gag zum Schluss ist auch gelungen.

Fazit: Verschenkte Möglichkeiten wäre wohl das passende Fazit für diesen Streifen, der in der Summe weder seine Story, noch sein darstellerisches Potenzial zu nutzen versteht und somit im Mittelmaß versinkt.

4chuckys