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Archiv für den 03. Januar 2010

THE CHILDREN (Ascot Elite)

am 03. Januar 2010 unter Horror abgelegt

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Die kinderreichen Familien von Elaine und Chloe treffen sich zu einer Weihnachtsfeier auf dem Land. Alle freuen sich auf das Wiedersehen, nur die älteste Tochter Casey wäre lieber auf eine coole Party gegangen, statt sich im Familienkreise zu Tode zu langweilen. Als jedoch Chloes Ehemann plötzlich tot im Garten liegt, ist es mit der Langeweile vorbei, denn es verdichten sich die Anzeichen das die Racker für dessen Ableben verantwortlich sind, zudem alle plötzlich unter Husten, Erbrechen, Übelkeit und extremer Bosheit leiden. Als es zu weiteren mysteriösen Todesfällen kommt beginnt der Kampf ums Überleben.

Und der ist teilweise ziemlich deftig, denn ich kann mich nicht erinnern jemals schon mal einen Film gesehen zu haben, in dem 8-jährige Kids auf ziemlich drastische Weise ums Leben kommen. Somit wäre die letzte Hemmschwelle des Horrorfilms auch überwunden.

Wer damit kein Problem hat, bekommt einen durchaus spannenden Streifen zu sehen, der zwar dramaturgisch ab und an durchhängt, dessen Atmosphäre aber, insbesondere durch das winterliche Ambiente, äußerst beklemmend ist.

Das Ende wird jedoch nicht jedem zusagen – genauso wenig wie der Streifen selbst.

Fazit: Geheimtipp für Freaks.

6chuckys

ILLUMINATI (Sony Pictures)

am 03. Januar 2010 unter Thriller abgelegt

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Nach Da Vinci Code spielt Tom Hanks in „Illuminati“ zum zweiten mal den Kunsthistoriker Lengdon.

Der Papst hat das Zeitliche gesegnet. Es verdichten sich die Anzeichen, dass das kirchliche Oberhaupt nicht eines natürlichen Todes gestorben ist. Fünf Kardinäle, allesamt vermeintliche Nachfolger des Verschiedenen, werden kurz darauf entführt. Zur gleichen Zeit wird ein Behälter mit Antimaterie gestohlen und die Entwender drohen, das ganze im Vatikan hochgehen zu lassen. Hinter beidem scheinen die Illuminaten zu stecken. Das diese Ereignisse zusammenhängen, findet Lengdon natürlich schnell heraus und hetzt mit der Polizei von Kirche zu Kirche, um zu verhindern, dass die Kardinäle ihr Leben lassen.

Solltet Ihr irgendwann mal einem Alien begegnen, das gerne das Wort „Logikloch“ erklärt haben will, empfehlt ihm einfach diesen Streifen, denn dieser ist ein einziges großes.

Einen enormen Unterhaltungswert kann man dem Ganzen  sicher nicht absprechen, doch irgendwann ist es dann mal genug. Spätestens die Wendung im zweiten Abschnitt ist dermaßen abstrus, das es schwer fällt den Film zu Ende zu schauen – es sei denn es gelingt, sämtliche fürs Denken zuständige Hirnzellen abzuschalten.

knappe

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WOLVERINE (Fox)

am 03. Januar 2010 unter SciFi abgelegt

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Nach dem drei X-Men Filmen schoss man nun die Geschichte des Wolverine hinterher, ursprünglich, um diesen beliebten Charakter etwas näher zu beleuchten. Der Anfang des Streifens ist auch viel versprechend, denn wie die beiden Brüder sich erst später kennenlernen und dann gemeinsam in alle Weltkriege ziehen ist durchaus originell. Ebenso die unterschiedlichen Entwicklungen. Während der eine den Krieg hasst, findet der andere Gefallen am Töten.

Doch danach mündet das alles in eine reine Effektorgie und jegliche Charakterzeichnung wird links liegen gelassen – vielleicht auch so gewollt, denn damit hätte man vielleicht den durchschnittlichen Mainstreamzuschauer vergrault.

Pech für Hugh Jackman, dass man als Gegenpart Liev Schreiber besetzte, denn der spielt ihn locker an die Wand.

Da hatten die drei X-Men Filme deutlich gehobeneres Niveau. Wer sich nur unterhalten will und sich einen Scheiß für Charakterzeichnung interessiert, wird hier gut bedient – aber auch nur der.

4chuckys

DRAG ME TO HELL (Universal Pictures)

am 03. Januar 2010 unter Horror abgelegt

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Christine Brown schielt auf den stellvertretenden Posten des Filialleiters in der Bank für die sie Kreditgeschäfte abwickelt. Ihr Chef ist allerdings nicht davon überzeugt, dass sie hierfür die nötige Härte besitzt. Also muss sich Christine beweisen, doch leider legt sie sich da mit der falschen Person an, denn als eine alte Zigeunerin sie anfleht einen Zahlungsaufschub zu gewähren, damit sie ihr Haus nicht verliert, lehnt Madame ab – mit fatalen Folgen, denn die alte spricht daraufhin einen Fluch aus, der unweigerlich in der Hölle endet und dem so gut wie nicht beizukommen ist.

Die Story ist witzig und Sam Raimi, von dem alle glaubten er könne nur noch Mainstream drehen, zeigt dass er es doch noch kann.

Skurille Ideen, interessante Kameraperspektiven und ein überraschendes Ende erinnern deutlich mehr an den Stil von Tanz der Teufel oder Darkman, denn an den Spiderman-Murks.

Zudem wurde die Rolle der Zigeunerin mit Lorna Raver ideal besetzt und Alison Lohman ist eh immer schnuckelig.

Spannend und bei weitem nicht so vorhersehbar wie der restliche Müll der letzten Monate in diesem Genre.

6chuckys

DEAD SNOW (Splendid)

am 03. Januar 2010 unter Horror abgelegt

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Eine Gruppe junger Medizinstudenten will in den Bergen abschalten. Da trifft es sich gut, dass einer der Damen Eigentümerin einer Skihütte ist. Dort angekommen klopft abends ein merkwürdiger älterer Herr an die Tür und warnt die Jugendlichen vor einer Horde Zombies die aus SS Tagen übrig geblieben sind. Die nehmen das nicht ernst, doch als der erste den Kopf verliert ändert sich deren Einstellung zu dem Thema schnell.

Hört sich total behämmert an? Ist es aber gar nicht denn die Dialoge der Herrschaften sind bei weitem nicht so schlimm wie die der amerikanischen Pendants, dazu gesellen sich lustige Zitate aus Horrorfilmen der letzten beiden Jahrzehnte und vollkommen abstruse Splatterszenen, die man so noch nicht gesehen hat.

Wie dieser Film in dieser Version durch die FSK kam ist mit unbegreiflich, daher denke ich auch nicht, dass er lange auf dem Markt sein wird.

Fazit: Schnell zugreifen.

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SLUMDOG MILLIONÄR (Euro Video)

am 03. Januar 2010 unter Drama abgelegt

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Ein Film, der so viele Preise abgeräumt hat, kann doch gar nicht schlecht sein – sollte man meinen. Das kommt allerdings darauf an, aus welcher Perspektive man ihn beleuchtet.

Die Geschichte des kleinen Jamal der sich mit seinem Bruder durchs Leben kämpft, um dann später in einer Gameshow zum Millionär zu werden, hat in den Abschnitten seine starken Momente, in denen das Leben in Indien beschrieben wird. Das wirkt sehr authentisch und das Schicksal der beiden Jungen und der von Jamal so geliebten Latika ist herzergreifend.

Natürlich wünscht man sich als Zuschauer ein Happy-End und bekommt es letztendlich auch, doch das ist dermaßen hanebüchen konstruiert, dass es schon wehtut. Der Film hangelt sich von Zufall zu Zufall und auch die Auswahl der Fragen die Jamal beantworten kann/muss, ist erschreckend simpel zusammengeschustert.

Andererseits stehen eine tolle Regie und wirklich fantastische Darsteller (auch die Zwerge die Jamal und seine beiden Wegbegleiter als Kinder spielen machen einen Superjob) auf der Habenseite. Als Unterhaltungsfilm geht der Streifen daher problemlos durch – als authentisches Drama versagt er allerdings in der zweiten Filmhälfte dann völlig.

Unterhaltungswert

6chuckys

Authenzität

2chuckys

DER VORLESER (Universum Film)

am 03. Januar 2010 unter Drama abgelegt

vorleser

Ende der 50er Jahre lernen sich Hanna und Michael zufällig kennen und lieben. Problem an der Sache ist jedoch, dass er gerade mal 15 Jahre alt ist und sie Mitte 30. Ihre Treffen bestehen anfangs nur aus dem sexuellen Akt, doch langsam findet man auch Gemeinsamkeiten. Zudem liebt Hanna es, wenn ihr vorgelesen wird und so bringt Michael jedes mal ein neues Buch mit. Doch eines Tages ist sie plötzlich verschwunden. Acht Jahre später ist aus dem Jungen ein Mann geworden, der in Berlin studiert. Als er mit einem Kurs eine Gerichtsverhandlung besucht, die Verbrechen von Aufseherinnen in der Nazizeit aufzuklären versucht, traut er seinen Augen nicht, denn Hanna ist ebenfalls angeklagt und wird lebenslang verurteilt. Da es ihm nicht gelingt sie zu vergessen, schickt er ihr massenweise Tonbänder, auf denen er ihr aus Büchern vorliest. Doch dann soll Hanna entlassen werden….

Der Film wird überall ziemlich niedergemacht, was ich nur bedingt nachvollziehen kann – ich kenne allerdings auch die Buchvorlage nicht.

Schauspielerisch ist das Weltklasse, denn alle drei Hauptdarsteller bieten eine famose Leistung und auch die Nebenrollen sind exzellent besetzt. Nur den kitschigen Soundtrack, der noch dazu fast die komplette Laufzeit im Hintergrund dudelt, hätte man etwas reduzieren können.

Fazit: Unterbewertet.

6chuckys

DER FLUCH DER ZWEI SCHWESTERN (Highlight)

am 03. Januar 2010 unter Horror abgelegt

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Nach einem Jahr in der Nervenklinik kommt Anna nach Hause. Ihre Mutter kam in einem Feuer um, dessen Ursache nie geklärt wurde. Die damalige Krankenschwester Rachel ist mittlerweile mit Annas deutlich älterem Vater liiert und ihre Schwester Alex nimmt sie anfangs auch nicht gleich wieder mit offenen Armen auf. Doch dann verdichten sich die Anzeichen, das die neue Geliebte des Vaters etwas mit dem Mord an der Mutter zu tun hat – das schweißt die beiden Schwestern wieder zusammen. Als ein Freund von Anna umkommt, der ihr die Wahrheit über die Brandnacht erzählen wollte und sich mysteriöse Geschehnisse und Erscheinungen ereignen, stöbern die beiden in der Vergangenheit von Rachel herum – was Madame gar nicht gefällt.

Ich kann mich an nicht einen Moment erinnern, der in diesem Streifen nicht vorhersehbar war. Sicherlich eine schicke Optik und ein paar nette Schockeffekte sind vorhanden, doch das lockt niemanden mehr so wirklich hinter dem Ofen hervor.

Wer Filme wie „The Grudge“ aufregend findet, der wird auch hier zittern.

3chuckys

PUSH (Universum Film)

am 03. Januar 2010 unter SciFi abgelegt

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Die Messlatte für den neuesten Film von Paul McGuigan lag natürlich hoch, nachdem er mit „Lucky Number slevin“ein kleines Meisterwerk  abgeliefert hatte. Sein neuester Film lässt jedoch die Raffinesse und Intelligenz des Vorgängers völlig vermissen. Fairerweise muss man natürlich schon anmerken, dass es sich hierbei um ein gänzlich anderes Genre handelt.

Es geht, ähnlich wie in X-Men, um Superhelden sie keine sein wollen, Menschen mit übersinnlichen Fähigkeiten, seien es nun Seher, Heiler, Pusher oder Watcher. Aus diesem Grundgerüst zauberte man eine hanebüchene Story, in deren Mittelpunkt Nick und Cassie stehen, die von der „Division“ gejagt werden, welche, genau wie die Hongkong-Mafia, hinter einem gefährlichen Zaubermittelchen her sind, dass eine junge Dame aus dem Labor der „Firma“ entwendet hat.

Das ist die Grundlage für massenweise Special Effects und Verfolgungsjagden, unterstützt von einer vollkommen unglaubwürdigen und mit Logiklöchern durchsetzten Story.

Leute die Filme wie „Jumper“ mögen werden auch hier ihre Freude haben, denn auch da ging eine eigentlich interessante Grundidee in Effektschlachten unter. Aber eben auch nur die.

2chuckys

FROST/NIXON (Universal Pictures)

am 03. Januar 2010 unter Drama abgelegt

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Richard Nixon wurde durch Watergate zur tragischen und gescheiterten Figur Amerikas. Als ein für eher harmlose Unterhaltung bekannter Talkmaster namens David Frost auf die Idee kommt, ein mehrtägiges Interview mit dem ehemaligen Präsidenten zu führen, wittert der seine Chance, der Welt seine Beweggründe zu erklären und sich reinzuwaschen. Anfangs klappt das auch hervorragend, doch als Frost finanzielle Probleme bekommt, weil er die ganze Aktion selbst stemmen muss, packt ihn sein Ehrgeiz und er drängt Nixon in der letzten Phase in eine unerwartete Position.

Die Dialoge sind vom allerfeinsten und der Streifen ist bis in die Nebenrollen (Kevin Bacon, Oliver Platt, Sam Rockwell) exzellent besetzt.

Einziger kleiner Wermutstropfen ist, das mir David Frost etwas zu schlecht wegkommt, weil Regisseur Howard zu viel von dessen Playboy-Images in den Fokus stellt.

Dennoch packend.

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