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BRAVEN (Universum Film)

am 11. Dezember 2018 unter Action, Suspense abgelegt

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Joe Braven und sein Vater fahren zu ihrer abgelegenen Jagdhütte, um ein entspanntes Wochenende zu verbringen. Doch dann finden sie eine Tasche voller Heroin, welche offensichtlich von Drogenschmugglern dort versteckt wurde. Als diese plötzlich bei der Hütte auftauchen, gilt für Joe und seinen Vater nur noch eins – töten oder getötet werden …

Soweit der Pressetext, der die Geschichte gut zusammenfasst, denn eigentlich hat der Streifen nicht mehr zu erzählen. Der Rest ist eine DIE HARD Kopie, in der der schauspielerisch limitierte Jason Mamoa den edlen Helden spielt und die Familie rettet.

So weit so vorhersehbar. Interessant macht das ganze die Winterlandschaft und sich daraus ergebende Umstände. Die Actionszenen sind grundsolide, doch man weiß nach 30 Minuten schon genau wie der Film ausgeht, da alles am Reißbrett konstruiert wurde und zwar an einem, das schon viele vorher benutzt haben.

Immerhin rehabilitiert sich Stephen Lang für seinen geradezu lächerlichen Auftritt in DONT BREATHE, der im Moment tatsächlich bei imdb eine 7,1 als Bewertung inne hat. Dabei ist BRAVEN dagegen ein Meisterwerk, weil er zwar auch nicht zwingend logisch, aber zumindest einigermaßen unterhaltsam ist. Zudem handeln die Protagonisten hier auch, statt zu schreien und zu flüchten.

Grundsolide, ohne große Überraschungen kann man sich den Streifen problemlos anschauen. Zuviel sollte man nicht erwarten, aber für einen entspannenden Abend reicht er allemal.

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PIN CUSHION (Ion-New-Media/Splendid)

am 11. Dezember 2018 unter Drama abgelegt

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Iona und ihre Mutter Lyn waren schon immer Außenseiterinnen und deshalb auch die besten Freundinnen. Nach einem Umzug in eine andere Stadt, ändert sich jedoch alles. Teenager Iona findet einen Freund und will unbedingt zu einer eine Mädels-Clique dazugehören. Ihre „Freundinnen“ meinen es jedoch alles andere als gut mit ihr und wollen sie nur ärgern und ausnutzen. Auch Mutter Lyn kommt mit der Nachbarschaft nicht klar. Dazu verschlechtert sich das Verhältnis zwischen beiden immer mehr.

An diesem Streifen ist sehr vieles ungewöhnlich. Die Geschichte, bzw. die Art und Weise wie sie erzählt wird, die Darsteller und auch der Vertrieb, denn ION-NEW-MEDIA steht normalerweise eher für derbere Sachen aus dem Horrorbereich.

So ist PIN CUSHION auch ganz schwer zu bewerten. Ich kenne auf Anhieb 2 Leute, die diesen Streifen ganz toll finden werden, aber auch einige, die den Kopf schütteln würden. Das liegt unter anderem auch den teils surrealistischen Szenen, die die Regisseurin immer wieder einfließen lässt und die eine Traumwelt zeigen, in die sich Iona immer wieder flüchtet, um so der Umwelt zu entgehen.

Die beiden Hauptdarstellerinnen machen einen sehr guten Job, wobei ich das Mädel noch nie gesehen habe. Joana Scanlan als Mutter hingegen ist doch ein recht bekannter Fernsehstar in ihrer Heimat und dreht da sehr viel. Sie spielt die spleenige Mutter wirklich überzeugend – eine Rolle, die gar nicht so einfach zu bewältigen ist.

Auch wenn das ganze sich nach einem Coming Of Age Drama anhört, gibt es hier noch deutlich mehr Facetten zu erblicken. Zudem fällt auf, das sowohl der Beginn und auch der Schluss sehr plötzlich kommen. Es gibt weder eine lange Einführung, noch einen klassischen Showdown, was zum Erzählstil aber passt.

Eine objektive Bewertung ist hier nicht möglich – wie bereits oben erwähnt. Für Leute, die gerne Dramen sehen mit experimentierfreudigen, optischen Einlagen, könnte das was sein. Mainstreamschauer sollten Abstand nehmen, daher auch keine abschließende Bewertung.

MARA (Universum Film)

am 11. Dezember 2018 unter Horror, Suspense abgelegt

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Kriminalpsychologin Kate Fuller untersucht einen Mordfall, bei dem es so aussieht, als wäre ein Mann offenbar im Schlaf von seiner Frau erwürgt worden. Einzige Zeugin der Tat ist die achtjährige Tochter Sophie, die sich aber nicht ausdrücken kann und Angst hat. Als sie den Täter identifizieren soll, nennt Sophie nämlich nur einen Namen – MARA. Während ihrer Recherchen stößt Kate auf ähnliche Todesfälle und eine Gruppe, die behauptet, dass es sich um eine uralte Dämonin handelt, die seine Opfer im Schlaf heimsucht und tötet. Als Kate versucht, dem Geheimnis von MARA auf die Spur zu kommen, zeigen sich bei ihr plötzlich die gleichen Symptome wie bei anderen Opfern….

So, so, eine böse Dämonin die im Schlaf erscheint. Erst markiert sie dich, dann tötet sie dich. Grundsätzlich ganz spannende Voraussetzungen und irgendwann muss der Mensch eben einfach mal schlafen. Aus diesem Fakt bezieht der Film seine durchaus ordentliche Spannung, denn immer wenn jemand einnickt, kann Madame sofort erscheinen – ein wenig wie der gute alte Freddy.

Frau Kurylenko als Psychologin zu besetzen – na ja, also da wären mir aber 20 andere zuvor eingefallen. Nicht das ich sie nicht mag, gerade in Filmen wie MOMENTUM hat sie durchaus ihre Daseinsberechtigung, ähnlich wie Frau Jovovich, die eigentlich nur bekannt wurde, weil sie mit Luc Besson vögelte. Aber in RESIDENT EVIL war sie dann doch perfekt besetzt. Und auch Frau K. eignet sich als Actionfigur.

Der Streifen ist aber insgesamt recht gelungen, was am kontinuierlichen Spannungsaufbau liegt und auch den verschiedenen Schauplätzen, an denen die Handlung spielt. Auch wie Kate die Hintergründe herausfindet ,ist durchaus interessant gemacht und nicht irgendwie lieblos heruntergekurbelt. Zudem gibt es noch einen wirklich gelungenen Schlussgag.

Dazu ist es das Erstlingswerk von Clive Tonge, der außer einem älteren Kurzfilm noch nichts veröffentlicht hat. Dafür wirkt sein Langfilmdebut durchaus überzeugend und professionell, denn der Spannungsbogen fällt selten ab.

Fazit: Die Hauptdarstellerin ist zwar etwas überfordert, fällt aber durch die recht originelle Geschichte und den reichlichen Wendungen nicht so ins Gewicht. Besonders der Teil mit der Schlafklinik ist sehr spannend.

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TERRIFIER (Tiberius)

am 04. Dezember 2018 unter Horror abgelegt

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Es ist Halloween, in der Dawn und Tara ziellos durch die Straßen latschen und irgendwann in einen Diner abbiegen.. Die beiden Freundinnen sind auf der Suche nach der besten Party in der Stadt, doch irgendwie ist da wenig los. Umso mehr dafür in dem Diner, denn dort betritt ein Typ in Clownskostüm die Szenerie, der ein merkwürdiges Karma hat. Die beiden Damen verschwinden daraufhin, doch in dieser Nacht werden sie dem gar nicht so netten Gesellen noch mehrfach begegnen und einige Körperteile werden danach auch etwas verändert aussehen.

Nun kommt wieder das große Problem für den Rezensenten. Denn die vorliegende Version ist leider ziemlich zerhackstückt. Nachdem man es ein paar Jahre lang mal lockerer sah bei der FSK, fallen in letzter Zeit wieder ungewöhnlich viele Streifen auf, die nicht in der originalen Fassung den Weg ins Heimkino schaffen. Da Zensur in Deutschland ja mittlerweile salonfähig geworden ist (man darf nichts gegen Pakte sagen, Sperrungen bei Facebok, wenn man die Einwanderung hinterfragt ist man Nazi usw. usw.), passt es natürlich perfekt das der deutsche Zuschauer wieder bevormundet wird.

Das schwierige daran ist nun einen Film zu bewerten. Man kann diesem ja nicht die Blödheit und Borniertheit unserer Regierung vorwerfen, denn als der gute Mann diesen Streifen gedreht hat, dachte er sicher nicht an die deutschen Praktiken.

Um so ärgerlicher gestaltet sich das ganze, da TERRIFIER zwar nicht das Genre neu erfindet, aber über die ganze Laufzeit wirklich spannend gestaltet ist. Der Clown der hier auftritt, hatte bereits in ALL HALLOWS EVE, einem kleinen B-Movie, der eher unbekannt, ist eine gewisse Screentime und anscheinend kam er so gut an, das man hier einen kompletten Film um diesen Herrn gestaltete.

In der jetzigen Version ist der Film zwar auch nicht unbedingt für Kinder geeignet, doch manche Schnitte schon sehr auffällig. Am ärgerlichsten gerät hierbei eine gewisse Stelle, die durch die Cutterei überhaupt keinen Sinn mehr ergibt und da werde ich dann echt stinkig.

Insgesamt fand ich, lassen wie die Cuts mal beiseite, den Film für einen Slasher, was nun nicht wirklich mein Genre ist, überaus gelungen, da spannend und die Hauptfigur wirklich furchteinflößend ist. Ich bewerte daher den Film auch demnach und lasse die Schnitte aus o.g. Gründen unbewertet. Dem Film selbst würde ich daher (für das Slahergenre wohlgemerkt), folgende Note geben:

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Übrigens gibt es die ungeschnittene Fassung problemlos in Österreich zu kaufen, was den ganzen Unsinn dieser Schneiderei nur noch verstärkt.

DEVILS GATE /Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Horror, SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Welche unheilige Macht verbirgt sich in einem maroden, mit Sprengfallen versehenen Bauernhaus abseits jeglicher Zivilisation? Als eine Frau und ihr Sohn auf mysteriöse Weise verschwinden, wird die FBI-Agentin Daria Francis in die Kleinstadt Devil’s Gate in North Dakota geschickt, um den Hauptverdächtigen ausfindig zu machen: den religiösen Fanatiker Jackson Pritchard, Ehemann und Vater der Vermissten. Aber als Francis und der Hilfssheriff Colt Pritchards ominöses Anwesen erreichen, entdecken sie viel mehr, als sie je erwartet hätten.

Manchmal schaue ich gar nicht auf die Rückseite eines Covers, bevor ich den Film in den Player schiebe, und lasse mich überraschen – so auch in diesem Fall. Nach dem abgedruckten Bild dachte ich, es geht hier sicher um einen Farmer, der sich bedroht sieht oder für irgend etwas rächen will.

Dann bekam ich aber etwas völlig anderes zu sehen. Die Bedrohung stimmte, allerdings geht die hier von etwas übernatürlichem aus, denn der Streifen ist tatsächlich vorrangig ein Science-Fiction Film, was man nach der Covergestaltung nun wahrlich nicht vermutet. Da muss ich sagen, hat man doch ein eher ungeschicktes Motiv gewählt, so das viele sich den Film gar nicht ansehen werden.

Da verpassen sie einen relativ abgedrehten, gegen Ende sogar leicht abstrusen Streifen /wobei das Wort in diesem Fall positiv gemeint ist), der zwar nicht unbedingt eine Geschichte erzählt, die man noch nie gesehen hat, aber die Art und Weise ist schon ungewöhnlich, ohne das ich zuviel verraten will.

Erstaunlich ist, dass der wüste Genre-Mix aus Sci-Fi, Horror, Thriller und Drama erstaunlich gut funktioniert, was auch an der eng gesteckten Location liegt und an den darstellerischen Leistungen, der eher unbekannten Darsteller, wobei das vielleicht das falsche Wort ist, „kenne ich doch irgendwo her“ wäre die bessere Formulierung.

Amanda Schull war zum Beispiel in SUITS oder 12 MONKEYS (der Serie) zu sehen. Shawn Ashmore in X-Men (wenn auch in einer kleineren Rolle) oder allem voran in dem Thriller FROZEN. Beide liefern eine hervorragende Leistung ab als Sheriffgehilfe bzw FBI-Agentin.

Nun ist der Film aufgrund des Genremix gegen Ende, wie bereits erwähnt, schon etwas krude. Erstaunlicherweise sind die Effekte aber für so einen doch eher schmal budgetierten Film hervorragend. Auch die Monsterchen sind durchaus ansehnlich gestaltet.

Die Meinungen hierzu gehen stark auseinander. Ich finde hier hat man aus wenig sehr viel gemacht und einen spannenden Film gezaubert, mit einem richtig schönen fiesen kleinen Schlussgag. In einer Nebenrolle ist übrigens Jonathan Frakes zu sehen – für mich ein kleiner Geheimtipp.

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THE MIRACLE SEASON (Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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Caroline und Kelley sind nicht nur beste Freundinnen, sondern auch beide begeisterte Volleyball-Spielerinnen. Als Teamleaderin hat die lebensfrohe und bei allen beliebte Caroline die Mannschaft der Highschool zum Meistertitel geführt und nun träumen die beiden davon, das Kunststück in der neuen Saison zu wiederholen, was vor ihnen ganz wenige erreicht haben. Doch dann kommt Caroline bei einem Unfall ums Leben. Die taffe, aber warmherzige Trainerin Kathy Bresnahan will, dass die schüchterne Kelley auf dem Platz in Carolines große Fußstapfen tritt. Doch die ist dafür gar nicht der Typ, zudem trauert sie zu sehr um ihre Freundin, die sie schon im Kindergarten kannte. Doch sie weiß auch, dass sie sich zusammenreißen muss – schon für Caroline.

Hach ja, Geschichten aus dem wahren Leben sind dann doch immer wieder die herzergreifensten, denn die Ereignisse haben so wirklich stattgefunden und sorgten wohl damals in Amerika auch für eine große Betroffenheit.

Man muss aber sagen, das der Film es schafft, den typisch amerikanischen Kitsch, der gerne bei solchen Geschichten herauskommt, ganz gut zu umgehen. Natürlich gibt es hier wieder die „Du kannst alles schaffen“-Attitüde, die bei solchen Dramen nie fehlen darf.

Letztendlich funktioniert der Streifen aber auch als reiner Unterhaltungsfilm, was unter anderem an der herausragenden Besetzung liegt, die für einen doch eher kleinen Film erstaunlich ist.

Die Trainerin wird von Helen Hunt gespielt, um die es in den letzten Jahren recht ruhig gewesen ist. Als Vater der verunglückten Caroline ist William Hurt zu sehen und auch für die beiden Rollen der Teenagerinnen wurden mit Danika Yarosh und Erin Moriarty 2 Damen verpflichtet, die reichlich Erfahrung mitbringen.

Herausragend sind hier außerdem die Extras. In den Interviews erläutern alle Darsteller, wieso sie ihre Rollen unbedingt spielen wollten und das die beiden Mädels wochenlanges Training absolvierten. Da die Geschehnisse erst wenige Jahre her sind, leben auch alle Beteiligten wie der Vater und die Trainerin noch und halfen dabei, den Film mitzugestalten und das merkt man auch. Da ist viel Liebe zum Detail vorhanden.

Da sich der Herz-Schmerz-Anteil glücklicherweise doch stark in Grenzen hält und man zudem interessante Einblicke in das amerikanische Jugendsport-System erhält, lohnt der Film durchaus. Der Unterhaltungsfaktor und die Authentizität stören sich auch in diese Falle nicht, was bei vielen Streifen dieses Genres oft der Fall ist.

An manchen Stellen lebensbejahend, an anderen traurig, bietet der Film sehr gute, ich würde sogar sagen partiell erstaunlich anspruchsvolle Unterhaltung und wird zarten Gemütern ein Tränchen ins Auge zaubern.

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SQUIRM (Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Im beschaulichen Südstaaten-Kaff Fly Creek herrscht Hochwasser, alles ist überschwemmt. Und damit kommen auch einige eher unsympathische Kriechtierchen zum Vorschein. Ein Gewitter hat die Starkstrommasten ins morastige Sumpfland stürzen lassen. Die Elektrizität hat die sonst so possierlichen Herrschaften zu fleischfressenden Bestien umgewandelt, die im wahrsten Sinne unter die Haut gehen! Natürlich ignoriert der Sheriff die Warnungen der Bewohner, weil die für ihn unglaubwürdig erscheinen. Tja manchmal hört man besser auf Zeugen.

Den Film gab es jahrelang ab 18 und dann auch noch geschnitten. Warum dies der Fall war, erschließt sich mir nach der Sichtung gar nicht, denn die jetzige Version ist uncut, sagt zumindest die Seite, die ich immer hinzuziehe. Ein, zwei Szenen sind ein bisschen eklig, aber ab 18? Na ja, da gab es auch in den 70ern schlimmeres.

Die Bildqualität ist hervorragend. Ich habe gestern einen Film aus dem Jahre 2018 gesehen, dessen Optik schlechter war, als bei diesem Streifen. Da hat man echt alles herausgeholt was ging. Der Ton ist etwas krachig und schrill, aber im normalen Bereich, denn gerade in den 60ern und 70ern waren die Filme, insbesondere aus dem Horrorbereich, alle so vertont.

Ich kannte den Streifen bisher noch nicht, muss aber sagen, das er den Test Of Time gut bestanden hat. Man kann ihn sich auch heute gut anschauen ohne ihn albern oder irgendwie sehr antiquiert zu finden. De Schauspieler sind mir jedoch alle unbekannt.

Für alle die SQUIRM schon immer wollten, eine sehr zufriedenstellende Veröffentlichung was Bild und Ton angeht.

BOARDING SCHOOL (Capelight/Alive)

am 27. November 2018 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

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Die nächtlichen Albträume ihres 12-jährigen Sohnes Jacob gehen den Eltern auf den Nerv. Als seine Großmutter stirbt, wird das Verhalten des ohnehin schon hochsensiblen Jungen immer sonderbarer und er kleidet sich mit den alten Sachen der Oma und findet Gefallen daran. Daher suchen Jacobs Eltern Hilfe bei dem strengen Schuldirektor Dr. Sherman der gemeinsam mit seiner Frau ein exklusives Internat für Problemkinder leitet. Das nächste Schuljahr soll Jacob an dieser Lehranstalt verbringen, die aber alles andere als eine normale Schule zu sein scheint. Als ein Mitschüler unter seltsamen Umständen ums Leben kommt und eine Reihe weiterer merkwürdiger Ereignisse geschehen, kommt Jacob allmählich hinter den wahren Grund für seinen Aufenthalt an der Boarding School – denn von hier scheint es keinen Rückweg nach Haue mehr zu geben.

Wenn man auf einschlägigen Seiten nachsieht, steht überall, dass es sich hierbei um einen Horrorfilm handelt – dem ist mitnichten so. Eigentlich ist das ganze nämlich ein Drama mit leichten Thriller und Horrorelementen.

Der Regisseur hat sich dabei allerdings viel vorgenommen. Er versucht hier so viele Themen auf einmal unterzubringen, dass vieles nicht komplett ausgearbeitet ist. Mobbing, Transsexualität, Schönheitsideale, erste Liebe, Tourett-Syndrom, Angst vorm Versagen usw. und dann auch noch Horror dazu, wirkt doch etwas überladen.

Trotzdem hat mir Boarding school gut gefallen, was vor allem den Darstellern geschuldet ist, denn die beiden Jungmimen Jacob Felsen und Christine Holcomb liefern hier geradezu sensationelle Leistungen ab. Dazu gesellt sich Will Patton, dem seine Rolle als strenger und auch durchgeknallter Lehrer sichtlich Spaß bereitet.

Erst gegen Ende mutiert das Geschehen dann zu einem Horrorfilm und gelegentlich kommt sogar mal ein wirklich trockener Spruch, so dass ich zweimal laut lachen musste. Der Abschluss ist zudem extrem gelungen und rundet das Geschehen ab. Schade nur, das es hiervon keine Fortsetzung geben kann.

Trotzdem hätte man vielleicht einige Dinge weglassen können, denn dadurch wirkt der Film thematisch eben etwas over the top. Gut unterhalten hat mich BOARDING SCHOOL jedoch allemal.

Fazit: Ein Streifen weit entfernt vom Mainstream. Meine Bewertung ist daher in diesem Fall auch eher subjektiv, denn Menschen die sich auf den Film nicht einlassen können und ihn nicht mögen, kann ich durchaus verstehen.

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THE MERMAID (Splendid)

am 27. November 2018 unter Horror abgelegt

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Roma und Marina sind ein glückliches junges Paar und wollen demnächst sogar heiraten, Vorher wird der Bräutigam aber von seinem besten Kumpel noch einmal „entführt“ um eine große Party zu machen – außerhalb der Stadt. Da hat Roma allerdings keine Lust drauf und geht am See schwimmen. Da hätte er mal lieber saufen sollen, denn in diesem haust eine Mermaid, die den Menschen gar nicht freundlich gesinnt ist. Sie zieht auch Roman in ihren Bann und nach einem Kuss ist die Sache besiegelt. Er gehört nun ihr. Marina versucht nun mit Hilfe ihrer Schwester verzweifelt, ihn aus den Klauen der Dame zu befreien, doch das gestaltet sich schwierig, denn die Familie ist vorbelastet. Schon der Vater hatte das gleiche Problem, was seiner Gattin das Leben kostete.

Und schon der zweite Film aus Russland, den im am heutigen Tag bespreche, das kommt auch nur sehr selten vor. Allerdings ist MERMAID sehr amerikanisch gedreht. Wenn man an den Namen und den Schauspielern nicht deutlich erkennen könnte, dass es sich es hier um einen Film aus dem Kreml-Land handelt, könnte man wirklich meinen, es sei eine Produktion aus den USA. In diesem Falle ist das aber positiv gemeint.

Der Film hat einen sehr schönen Look. Das sieht nicht nach irgend einer Billigproduktion aus, sondern nach einem gut budgetierten B-Movie. Insbesondere die Kamera liefert schöne Bilder und der, mir natürlich unbekannte Regisseur, hat einen guten Blick für interessante Einstellungen.

Auch die Schauspieler wissen durchweg zu überzeugen. Besonders gut hat mir die Darstellerin der Marina gefallen, der ich durchaus eine größere Karriere zutraue. Viktoriya Agalakova heißt die junge Dame, deren Name man sich merken sollte.

Nun strotzt der Streifen natürlich nicht vor Innovation, denn böse Menschen oder eben auch Geister, die aus dem See kommen sind nun nichts Neues. Aber der Film bringt ein paar sehr schöne Ideen ein (Stichwort Haarspange, Haare) und sieht, ich muss es nochmal erwähnen, richtig teuer aus. Optisch hat man hier wirklich alles herausgeholt was ging.

Fazit: Ein gelungener kleiner Horrorfilm, der mit bei imdb viel zu schlecht wegkommt. Ich weiß nicht was es daran auszusetzen gibt, denn der Streifen ist nicht nur schick gedreht, sondern auch durchgehend spannend. Russische Filme haben einfach kein Standing.

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HÖRE DIE STILLE (Tiberius)

am 27. November 2018 unter Drama, Suspense abgelegt

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Ukraine 1941: Eine Gruppe deutscher Soldaten sucht tief in feindlichem Gebiet nach Schutz und Essen. Gestrandet in einem kleinen Dorf finden sie dort zu ihrer Überraschung fast nur Frauen vor, die alle auch der deutschen Sprache mächtig sind. Ihre Männer wurden nach Ausbruch des Krieges deportiert oder ermordet. Die Frauen und Soldaten kommen sich voller Hoffnung rasch näher, aber nach einem Mord ändert sich die Stimmung schlagartig. Als ein zweiter Mord passiert kommt es zu einer Eskalation, die viele Leben kostet.

Wenn es nun jemanden gibt der KEIN Experte für Schreiben von Kritiken im Genre Kriegsfilm ist, dann bin ich das. Eigentlich habe ich mir den Streifen nur angeschaut, weil er eine Abschlussarbeit von 20 Filmstudenten einer Filmhochschule ist und mich interessiert immer, wer denn in Zukunft auf deutschen Bildschirmen zu sehen sein wird.

Der Film beginnt etwas schleppend. Man zeigt das Leiden der Soldaten und wie sie das Dorf relativ friedlich einnehmen, sich aber dann langsam mit den Damen anfreunden. Tempo bekommt der Film dann nach dem bereits erwähnten Todesopfer – dann wird der Streifen sogar richtig gut, auch wenn sich mir das Motiv des Mordes nicht ganz erschließt.

Denn aus dem etwas lahmen Kriegsdrama wird dann fast ein Thriller, denn die Soldaten versuchen herauszufinden, wer ihren Leutnant umgebracht hat und sind dabei nicht gerade zimperlich, doch die Damen lassen sich das nicht bieten und als eine von ihnen aufgehängt werden soll, nur aufgrund eines Verdachts, eskaliert die Situation dann völlig.

Das ist überraschend spannend und gegen Ende stapeln sich dann auch die Leichen und der Bodycount ist hier höher als bei einem Slasher.

Der weibliche Nachwuchs hat mir insgesamt etwas besser gefallen. Ihre darstellerischen Leistungen sind gelungen, während manche der Männer doch noch etwas steif und unbeholfen wirken. Der Regisseur hat bislang nichts außer TV-Serien inszeniert und da auch nicht gerade hochwertigen Stoff. Insofern ist es überraschend, das er das Szenario optisch schön einfängt.

Fazit: Nach etwas langsamen Beginn wird HÖRE DIE STILLE richtig gut, auch weil er das Genre wechselt. Man muss auch nicht unbedingt Fan von Kriegsfilmen sein um den Streifen gut zu finden. Hat mich überrascht.

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