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RED SPARROW (Fox)

am 24. Mai 2018 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Nicht das jemand glaubt, ich wäre nun plötzlich ein Fan von FOX, aber im Moment kommt so wenig interessantes auf den Markt, dass ich heute gleich 2 Filme bespreche.

Die russische Tänzerin Dominika Egorova (so Namen kann man sich echt nur ausdenken) hat eine große Karriere vor sich. Nach einem Unfall auf der Bühne wird sie jedoch nie wieder tanzen können. Was passiert nun mit ihrer Mutter und der Wohnung die von ihrem Arbeitgeber bezahlt wird? Ihr Onkel macht ihr daraufhin ein Angebot. Sie soll nach einer gründlichen Ausbildung den CIA-Agenten Nathaniel Nash (unfassbar solche Namen) infiltrieren. Dazu wird sie in allerlei Verführungskünsten geschult. Nach dem harten Training nimmt sie auch Kontakt mit ihm auf, doch wird er ihr Spiel nicht durchschauen?

Tja und wir dürfen Jennifer Lawrence zusehen, wie sie eben dieses undurchsichtige Spiel satte 136 Minuten spielt. Und das sind definitiv 20 Minuten zu viel. Das liegt auch daran, das man ihre Geschichte am Anfang relativ ausführlich erzählt, was aber gar nicht zwingend nötig gewesen wäre.

Trotzdem fand ich den Streifen recht unterhaltsam und zudem bis in die Nebenrollen sehr gut besetzt. Den Höhepunkt hierbei stellt Charlotte Rampling dar, die als gefühllose Leiterin des Sparrow-Lagers, mit knallharter Miene und krassen Methoden, eine tolle Leistung abliefert. Joel Edgerton sieht man eh immer gerne und Jeremy Irons Rolle fällt etwas klein aus.

Allerdings hätte es auch gereicht statt dreißig Russenklischees nur zehn zu bedienen, denn das geht einem mit der Zeit dann doch auf den Zeiger und man sieht, dass der Film von einem amerikanischen Regisseur gedreht wurde. Mit dem arbeitete Lawrence auch schon in den (aus meiner Sicht eher mäßigen) Panem-Filmen zusammen. Man könnte meinen, wir befinden uns noch im Kalten Krieg, denn die Russen werden hier wirklich arg negativ dargestellt. (wobei das ja wieder in Mode ist)

Immerhin weiß der Genre-Mix aus Spionage-Film, Thriller und Drama zu überzeugen und auch sonst kann man dem Film eigentlich nichts vorwerfen, wenn man über die v.g. Dinge hinwegsieht Das Ende ist zudem recht pfiffig und man weiß wirklich nicht, auf welcher Seite die Hauptdarstellerin nun steht – eigentlich zu fast keinem Zeitpunkt des Films.

So bleibt unter dem Strich ein grundsolider, an manchen Stellen jedoch nicht ganz logischer Streifen, in dem nur die Russenklischees ab und an überhand nehmen.

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THE WHISKEY BANDIT (Koch Media)

am 24. Mai 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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In den 90er Jahren wird Ungarn von einer Reihe Banküberfälle erschüttert, für die Attila Ambrus zuständig ist. Nachdem er in seinem Leben viel Mist erlebt und sich mit Bestechungsgeld die ungarische Staatsbürgerschaft ergaunert hat, ist die Kohle komplett alle. Er weiß sich nicht mehr zu helfen, zumal er auch gerade die große Liebe kennengelernt hat. Also beginnt er, Banken auszurauben, um das Leben zu finanzieren. Eines Tages erzählt ein Opfer, das er nach Whiskey gerochen haben soll, und daraufhin bekommt er den Stempel „Whiskey Bandit“ aufgedrückt, der in der Öffentlichkeit auf deutlich mehr Zuneigung als Abneigung stößt, was dem zuständigen Ermittler gar nicht passt.

Nimród E. Antal ist wieder in seiner Heimat angekommen. Der Regisseur der mit KONTROLL damals einen Geheimtipp landete, wurde daraufhin für Hollywood „gecastet“ und durfte da ein paar Filme drehen. Außer dem soliden MOTEL kam dabei aber nur ziemlicher Mist heraus, denn PREDATORS kann man nun wirklich nicht anders bezeichnen.

Hier setzt er nun dem ungarischen Dieb Attila Ambrus so etwas wie ein kleines Denkmal. Der Mann ist in Ungarn bekannt wie ein bunter Hund, was Antal dazu veranlasste, seinen Film in Rückblenden zu erzählen. Aus Sicht der Ungarn, die die Geschichte um den Räuber, der gleichzeitig professioneller Eishockeyspieler war, (!) sicherlich kein Problem.

Für Menschen wie mich oder andere Leute die diesen Herren nicht kennen, erweist sich dieser Erzählstil allerdings als etwas unglücklich, denn eigentlich weiß man nach nur wenigen Minuten, wie der Film ausgeht, abgesehen von einer kleineren Überraschung gegen Ende. Das hätte ich anders gedreht.

Ansonsten gibt es nicht viel auszusetzen. Antal legt sehr viel Wert auf Charakterzeichnung und resümiert punktgenau, wie sein „Held“ in diese Situation geriet – mit Rückblicken in die Kindheit und seiner Jugend. So ist das ganze auch deutlich mehr ein Drama. Welchen Film der Kritiker der den Film als „ Ein Actionspektakel, wie man es noch nie gesehen hat” (Filmtett)“ bezeichnete, weiß ich daher nicht.

Das heißt nicht, da der Film schlecht wäre, aber mit der Beschreibung hat er nun gar nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich um die Lebensgeschichte eines Mannes, der nicht gerade viel Glück hatte und als es dann mal auf seiner Seite war, er den Bogen überspannte.

Fazit: Fein gezeichnetes Portrait, das jedoch NICHTS mit einem Thriller oder Actionfilm zu tun hat, sondern ein ordentlich gespieltes Drama ist…

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THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI (Fox)

am 24. Mai 2018 unter Drama abgelegt

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Nachdem 7 Monate vergangen sind, ohne dass der Mörder ihrer Tochter gefunden wurde und sich die Polizei bei der Ermittlungen auch nicht gerade exorbitant viel Mühe gegeben hat, startet Mildred Hayes eine Aufsehen erregende Aktion. Sie bemalt drei Plakatwände an der Stadteinfahrt mit extrem provozierenden Sprüchen, die an den städtischen Polizeichef Willoughby gerichtet sind, damit er nun endlich die Untersuchungen in dem Fall intensiviert. Dieser ist nicht sehr erfreut über diese Idee und verteidigt sich bei Mildred, das er alles versucht habe. Zudem ist er an Krebs erkrankt und hat nur noch wenige Monate zu leben. Beliebt hat sich Mildred auch nicht gerade bei den Bewohnern und den Mitarbeitern des Sheriffs gemacht. Als sich dann der zu Gewalt neigende, stellvertretende Officer Dixon einmischt, beginnt die Lage zu eskalieren.

Das ist der klassische Fall wo sich die Kritiken wieder überschlagen – ein Film der wieder in den Himmel gehoben wird, was bei solchen Genre-Streifen gerne gemacht wird (ähnlich z.B. wie bei WINTERS TALE). Allerdings sind auch die Zuschauerkritiken durchweg positiv. Das würde ich etwas relativieren wollen.

Alleine die Besetzungsliste reicht für 2 Filme aus, denn neben Francis Mc Dormand als toughe Mutter, sind unter anderem Woody Harrelson, Sam Rockwell oder Peter Dinklage dabei, wobei erstere den mit Abstand besten Part hat, allerdings von einer reichlich merkwürdigen Synchronstimme untermalt, die nicht wirklich passt.

Nicht das es sich hier um einen schlechten Film handelt, aber mir ist das im Endeffekt alles zu elegisch und die Geschichte gibt irgendwie keinen Stoff für fast 2 Stunden her und so wird es gerade gegen Ende an manchen Stellen doch etwas übertrieben dialoglastig, wobei die rotzfreche Art von Mc Dormands Charakter, auch für den ein oder anderen Schmunzler sorgt.

Die Läuterung des Officers erscheint mir auch etwas weit hergeholt, das Ende ist relativ offen, was mir wiederum recht gut gefällt, denn den Rest kann man sich dann selbst denken. Im Normalfall könnte man auch meinen, man hat sich hier Raum für eine Fortsetzung gelassen, die ich mir aber eigentlich nicht vorstellen kann, da in meinen Augen die Geschichte auserzählt ist.

Insgesamt finde ich den Steifen zwar ordentlich, aber an manchen Stellen auch etwas sehr langatmig. Die Leistungen der Darsteller sind hervorragend. Den Hype kann ich trotzdem nur bedingt verstehen.

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DER GROSSE EISENBAHNRAUB (Koch Media)

am 24. Mai 2018 unter Klassiker, Komödie, Suspense abgelegt

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Der Londoner Gentleman-Ganove Edward Pierce plant mal wieder einen Coup, diesmal soll dieser aber ein besonderer sein. Als erster Dieb will er Mitte des 19. Jahrhunderts einen fahrenden Zug um eine größere Ladung Goldbarren erleichtern. Hilfe bekommt er hierbei von seinem alten Kumpel Robert Agar und seiner Geliebten Miriam. Doch das Unternehmen gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Was soll ich hier noch mehr schreiben, die meisten dürften diesen Film eh kennen, in dem Michael Crichton, der die Vorlage schrieb, auch selbst Regie führte und einen erstaunlichen Cast auf die Beine stellte.

Sean Connery, Donald Sutherland und die damals noch relativ unbekannte Lesley-Anne Down, die später durch FACKELN IM STURM Berühmtheit erlangte, sind mit dabei.

An manchen Stellen wirkt der Streifen zwar etwas antiquiert (und das nicht nur weil er um 1850 spielt), insgesamt bietet er aber auch nach 40 Jahren noch durchaus solide Unterhaltung mit Sean Connery in einer Paraderolle.

Das Bild ist für Koch-Verhältnisse nicht so gut wie gewohnt. Man sieht doch in vielen Szenen einiges an Grieseln, Filmblitzer sind keine zu erkennen , aber das Ausgangsmaterial scheint in diesem Fall recht schlecht gewesen zu sein. Der Ton hingegen schallt in ordentlichem 2.0 durch die Boxen, was völlig in Ordnung geht, denn die Aufmotzung auf Dolby 5.1 oder noch höher klingt meistens gekünstelt.

Für Freunde des Streifens eine solide Veröffentlichung, mit einem Starensemble der Extra-Klasse.

CHILD EATER (Splendid)

am 16. Mai 2018 unter Horror abgelegt

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Augen auf bei der Jobwahl. Helen will sich etwas dazuverdienen und nimmt eine Arbeit als Babysitter für den kleinen Lucas an. Er und sein Vater wohnen außerhalb der Stadt, in einer Gegend, die nicht unbedingt den besten Ruf genießt, denn angeblich wohnte dort früher ein Serienkiller, der es auf die Augen von Kindern abgesehen hatte, weil der Bekloppte dachte, er könnte damit seine eigenen, kaputten Sehorgane wieder reparieren. Als Lucas nachts verschwindet, geraten er und Helen in tödliche Gefahr, denn der Killer scheint nämlich durchaus noch lebendig zu sein und mittlerweile ist er auch bei dem einsammeln der Augenpaare nicht mehr so wählerisch, was das Alter der Opfer angeht.

Eine etwas krude Geschichte die uns hier präsentiert wird, die aber, für einen doch schmal budgetierten Film, ordentlich umgesetzt wurde.

Zimperlich geht der Mann nicht gerade zur Sache, so dass hier auch die Splatterfreunde durchaus an manchen Stellen auf ihre Kosten kommen. Einige Effekte erinnerten mich ein wenig an STITCH.

Für einen B-Movie sind auch die Schauspieler in Ordnung und der Spannungsbogen wird recht gut aufrecht erhalten. Die sehr gute Musik (von Soundtrack möchte ich hier nicht sprechen, da es eher wiederkehrende Themen sind) untermalt das Geschehen dabei sehr gut, besonders gegen Ende, als es dann zur Sache geht.

Das Cover, das man sich für CHILDEATER ausgesucht hat, ist allerdings mal richtig gelungen, auch wenn er später nicht nur Kinderäuglein klaut, finde ich dies für einen Horrorfilm extrem ansprechend und aufgrund von diesem, werden sich auch viele diesen Streifen zulegen ohne ihn zu kennen, denn ansonsten habe ich über den Titel recht wenig im Internet gefunden.

Die werden auch nicht enttäuscht sein, wenn man jetzt keinen Überfilm erwartet, sondern einen soliden, kleinen Horrorfilm mit einer erstaunlich konsequenten Hauptdarstellerin. Das Ende lässt einen zweiten Teil offen.

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AUF DER FÄHRTE DES ADLERS (Koch Media)

am 16. Mai 2018 unter Klassiker, Suspense abgelegt

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Es scheint ein Morgen wie jeder andere zu sein für Ellen und ihre beiden Kinder. Doch plötzlich fallen Schüsse. Eine Handvoll Terroristen dringt, mit Masken verkleidet, in ihr Haus ein und entführt die drei – ihre Hausangestellten werden mal so nebenbei erschossen. Der Ehemann, der sich zur Tatzeit auf einem Schiff befand und nicht gerade zu den armen Menschen gehört, erhält wenig später die Lösegeldforderung: Waffen und Munition im Wert von 25 Millionen Dollar. McCabe, Abenteurer, Draufgänger und praktischerweise Ellens Ex-Mann, wird ebenfalls über die Entführung informiert und hilft eher widerwillig. Er findet heraus, dass die Entführten auf einem Berg in einem alten griechischen Kloster festgehalten werden. Zusammen mit einer Gruppe von Drachenfliegern schmiedet McCabe einen Befreiungsplan. Der gestaltet sich aber schwierig.

Nun, ich habe den Film heute zum ersten Mal gesehen und muss sagen, dass er die Zeit ganz gut überlebt hat, denn immerhin hat er auch schon über 40 Jahre auf dem Buckel. Einige Handlungsweisen, auch der Entführer sind dabei genauso unsinnig wie in heutigen Filmen – das hat man sich bis in die Neuzeit bewahrt. Zudem sterben die Darsteller erbärmlich schlecht, was aber auch eine Krankheit der 70er Jahre Filme ist.

James Coburn wurde immer gerufen, wenn man einen harten, rauen Typen mit Herz am rechten Fleck zu besetzen hatte. Das war insgesamt seine Paraderolle,obwohl er in sehr vielen verschiedenen Genres daheim war.

Er ist auch der bekannteste Darsteller in dem Streifen, zusammen mit Robert Culp, der in den 60ern mit Bill Cosby in der Serie „Mit Tennisschläger und Kanonen“ (einer der blödesten Titel aller Zeiten) agierte. Zum Glück kann er die Demontage seines Freundes heute nicht mehr miterleben.

Der Ton macht einen ordentlichen Eindruck, auch wenn es manchmal in lauten Szenen etwas scheppert in den Boxen. Das Bild ist durchwachsen. Anfangs grieselt es gewaltig, wird aber dann nach einigen Minuten besser, hat aber im Laufe des Films immer wieder kleine Probleme in dieser Richtung,

Insgesamt ordentlich umgesetzte Veröffentlichung eines angeblichen Klassikers, den ich aber noch nie zuvor gehört hatte. Aber ich bin nun auch kein ausgewiesener 70er Jahre Experte. Kollege Halmer wird ihn sicherlich kennen^^.

HUMANS – STAFFEL 1 + 2 (Justbridge)

am 16. Mai 2018 unter SciFi, TV-SERIE abgelegt

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Der von Kindern und Stress herausgeforderte Ehemann Joe Hawkins kauft, einen „Synth“, da er den Haushalt nicht mehr alleine schafft. Die Gattin ist davon wenig begeistert, denn sie hat eine Antipathie gegen diese Herrschaften, obwohl sie den Alltag enorm erleichtern können. Sie sehen aus wie Menschen, sie sprechen wie Menschen, aber sie haben eben keinerlei Emotionen – glauben alle!!Sexueller Gebrauch der Synths ist erstaunlicherweise möglich, was auch viele gerne wahrnehmen. Zudem gibt es auch Menschen, die sich in diese verlieben, was durchaus problematisch sein kann. Einige Synths entwickeln jedoch mit der Zeit ein Bewusstsein, aufgrund ihrer fortschrittlichen und sich kontinuierlich weiterentwickelnden Intelligenz. Da droht Ungemach, denn viele der Synths wollen ein eigenes Leben führen und nicht nur Sklaven der Menschen sein. Eine Gruppe von diesen, fliehen vor Leo Elster. Dieser ist der Sohn des Erfinders, der längst verstanden hat, das diese angeeigneten Emotionen auch sehr gefährliche Ausmaße annehmen können.

2 ganze Staffeln sind schwer zusammenzufassen, denn ich will die Leute ja auch nicht langweilen oder zu viel vorweg nehmen, aber ich denke das grobe Gerüst ist hiermit abgedeckt.

HUMANS ist die amerikanische (Co-Produziert von GB) Version der schwedischen Serie REAL HUMANS, die bereits vor einigen Jahren recht erfolgreich lief, allerdings versteckt in kleineren Fernsehanstalten, ich glaube damals war es ARTE.

Erstaunlicherweise unterscheidet sich das Remake nahezu gar nicht vom Original. Insbesondere Staffel Nummer 1 scheint fast eine 1:1 Adaption zu sein, was für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich ist, denn da nimmt man meist nur die Grundidee und wandelt viele der Ereignisse um.

Auch Nummer 2 kam mir in vielen Teilen doch sehr bekannt vor (habe das Original vor einigen Jahren gesehen), ein paar Sachen kannte ich jedoch nicht, da hat man wohl ein paar Dinge etwas umgeschrieben.

Die Gretchenfrage ist jetzt natürlich, welche Version die bessere ist und das vermag ich eigentlich nicht zu sagen. Die Amerikaner und Briten haben natürlich einen ganz anderen Stil als die Schweden, die ruhig die Ereignisse präsentieren, während die Kollegen  deutlich mehr Action in die Serie einbauen, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Das ist in meinen Augen reine Geschmackssache.

Einziger Unterschied ist für mich, das im Remake mit Carrie-Ann Moss, Gemma Chan (aus dem grandiosen EXAM) oder auch natürlich William Hurt sehr bekannte Namen dabei sind, deren Gesichter man bestens kennt, während im Original die Schauspieler doch alle sehr unbekannt waren.

Am besten vergleicht man das ganze mit VERGEBUNG. Wer das Original und auch das Remake kennt, wird wissen, welches ihm besser gefiel – und so ähnlich verhält es sich auch hier. Ich denke das die amerikanische Fassung insgesamt mehr interessierte Zuschauer gefunden hat, denn soweit mir bekannt, waren die Verkaufszahlen des Originals, trotz guter Kritiken, eher mau.

Was jedoch wirklich gelungen herausgearbeitet wird, sind die Schwierigkeiten die sich mit solch einer künstlichen Intelligenz ergeben, aber auch ihr enormer Nutzen. Ob diese Spezies insgesamt mehr Vorteile oder Nachteile bringt, muss der Zuschauer für sich selbst entscheiden.

Fazit: Selten kommt es vor, dass Serien sowohl bei den Rezensenten als auch bei den Zuschauern gleich gut ankommen. Die Grundidee ist gelungen, die Schauspieler sind gut ausgewählt. Ob man sich, wenn man das Original kennt, das Remake noch anschauen muss, kann jeder für sich selbst entscheiden.

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COMMUTER (Studio Canal)

am 16. Mai 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Ja auch die Firma StudioCanal gibt es noch. Da diese mit Promos aber extrem geizig ist und mal zu mir sagte „wir brauchen keine Rezensionen, unsere Filme laufen von alleine“, stehen sie bei mir nicht wirklich im Focus. Aber da ich eigentlich jeden Film von Liam Neeson bespreche, mache ich hier mal eine Ausnahme.

Der sympathische Ire spielt den Versicherungsmakler Michael MacCauley, der seit 10 Jahren hin und her pendelt. Doch als er nach einem harten Tag und der gerade erhaltenen Kündigung, mal wieder in den ewig gleichen Zug einsteigt, ist alles anders. Eine Fremde setzt sich zu ihm und verspricht ihm eine hohe Belohnung, wenn er für sie einen ganz bestimmten Passagier findet, der etwas sehr Ungewöhnliches transportieren soll. Da Michael früher Polizist war, glaubt sie, mit ihm den richtigen gefunden zu haben. Der nimmt das erst nicht ernst, doch als er auf der Toilette die angekündigten 25000 Dollar findet und danach einen Anruf bekommt, dass seine Familie unter Beobachtung steht und er die Person finden soll, da anderseits denen etwas zustoßen wird, muss er handeln. Doch wie soll er einen Mann erkenen, von dem er nur weiß, wann er aussteigt und das er eine Tasche mitführt?

Liam Neeson und Jaume-Collet Serra, der Regisseur, haben sich gesucht und gefunden, denn letzterer besetzt Neeson in praktisch alle seinen Filmen, denn auch NONSTOP und UNKNOW IDENTITY waren eine Zusammenarbeit der beiden.

Nun erinnert COMMUTER durchaus an NONSTOP, denn einige Handlungsstränge sind schon etwas ähnlich, nur eben diesmal in einem Zug. Dennoch ist die Grundidee ganz interessant und spannend, wenn auch nicht immer logisch umgesetzt. In weiteren kurzen Rollen sind unter anderem die von mir geschätzte Vera Farmiga, Sam Neill und Patrick Wilson zu sehen. Eine mehr als ordentliche Besetzung.

Das Problem bei den Filmen des Iren ist, das sie sich eben schon immer etwas ähneln. Dafür hat er aber in den letzten Jahren auch keinen einzigen schlechten Film abgeliefert. Das kann man dann als solide bezeichnen, wobei es in diesem Kontext eher ein positiv besetztes Wort ist.

Finde zumindest ich, denn wie oben erwähnt schaue ich mir jeden Film des Darstellers an, weil man einfach immer weiß, das man auf jeden Fall gut unterhalten wird, auch mal mit Ausschlägen nach oben, aber nie nach unten (UI fand ich genial).

Fazit. Netter kleiner Thriller mit guten Darstellern und einer recht pfiffigen Story. Das Ende hätte etwas origineller ausfallen können.

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DOWNRANGE (Splendid)

am 10. Mai 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Eine Gruppe von sechs Freunden wird auf ihrem Roadtrip durch ein einsames Stück Land von einem platten Reifen aufgehalten. Gelassen setzen sich die Beifahrer in den Schatten des SUVs, während Fahrer Jeff den Reifen wechselt.  Als Sara nach einiger Zeit nach ihm sieht, klafft ein riesiges Loch in seinem Schädel – er wurde erschossen! Schnell wird klar, dass auch der Reifen nicht zufällig geplatzt ist. Ein Scharfschütze versteckt sich irgendwo im Umkreis und kann jederzeit von überall aus den Abzug betätigen. Die Freunde versuchen das Auto als Schutzschild zu nutzen, doch je länger sie dort ausharren, desto treffsicherer wird auch der unbekannte Killer…

Es ist eigentlich nun wirklich nicht meine Art, Pressetexte zu übernehmen, doch den hier fand ich so gelungen, weil mir nicht im Ansatz eine so lange Zusammenfassung des Streifens eingefallen wäre, denn die Geschichte passt auf einen halben Bierdeckel. „Sechs Freunde bleiben mit dem Auto liegen, wollen den Reifen wechseln und werden von nem Spinner erschossen“. Das würde auch reichen.

Die wirkliche Kunst ist es aber, aus dieser Minimalhandlung einen solch unterhaltsamen Streifen zu gestalten, wie es Regisseur Kitamura gelingt und mit diversen Wendungen das Geschehen spannend zu halten. Hatte MIDNIGHT MEAT TRAIN eine noch sehr krude, ausführliche und auch ausgefallene Geschichte zeigt er hier, das er auch aus einer simplen Rahmenhandlung viel herausholen kann.

Besonders gefällt mir, das die Darsteller versuchen, dem Schützen zu entkommen und sich dabei recht intelligente Sachen ausdenken, statt nur heulend rumzulaufen und sich abmurksen zu lassen. wie es in vielen Horrorfilmen der Fall ist, wobei ich diesen Film eher dem Thriller-Genre zuordnen würde.

Der Höhepunkt ist aber die Schlussszene – selten habe ich ein so geniales Ende gesehen, und man muss definitiv schmunzeln, auch wenn es eigentlich nicht wirklich komisch ist, aber konsequent und perfide.

Wer für alles eine Erklärung will (zum Beispiel warum der Irre durch die Gegend ballert), der wird hier nicht fündig werden. Das ist in diesem Fall aber ziemlich egal , denn DOWNRANGE ist für mich bisher der Geheimtipp des Jahres. Dazu ist die FSK Freigabe 18 absolut gerechtfertigt, denn hier spritzt das Blut wirklich in Fontänen.

Fazit: Unbedingt ansehen!

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DAS JOSHUA PROFIL (Universum Film)

am 10. Mai 2018 unter Thriller abgelegt

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Der erfolglose Schriftsteller Max wird in ein paar Tagen ein Verbrechen begehen, und das wissen angeblich andere schon. Nach einem sehr merkwürdigen Anruf kommt Max nach Hause und findet seine Pflegetochter halbtot im Bett liegen. Schnell gerät er unter Verdacht, da sich keine Zeichen eines Einbruchs finden lassen. Als sie sich nach kurzer Zeit aber wieder erholt hat, will das Jugendamt sie ihm wegnehmen, also flieht er mit ihr. Doch auf der Flucht hat er einen Autounfall. Als er aufwacht ist Jola weg. Wer hat sie entführt?

Verbrechen schon erkennen, bevor sie begangen wurden, das kommt einem doch sehr bekannt vor, denn da lässt Minority Report, bis heute der mit Abstand beste Film von Spielberg, grüßen.

Im Gegensatz zu seinem großen Vorbild kann man hier den Geschehnissen leider nur bedingt folgen. Anfangs glaubt man noch, das das wirklich ein spannender Thriller werden kann, aber nach etwa 30 Minuten werden die Erzählstränge immer chaotischer und unsinniger.

Ich kenne die Buchvorlage leider nicht, doch man kann schon erkennen, das die Zeit viel zu knapp ist, um hier alle Dinge aufzuklären, die der Zuschauer nicht versteht. Hier wäre vielleicht ein Dreiteiler besser gewesen, um vieles auszuarbeiten – denn alles wird nur angedeutet, statt erklärt. Man hat das Gefühl das alle Bestandteile der Vorlage irgendwie reingequetscht werden sollen, aber alles nur so kurz, das niemand dem ganzen folgen kann.

So bleibt dann unter dem Strich nur eine Hetzjagd durch Berlin, mit einigen Sci-Fi Elementen, die aber insgesamt zu kurz kommen und nicht mehr Spannung aufkommen lassen als bei jedem Tatort. Da wäre von der Geschichte deutlich mehr drin gewesen.

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