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STEPHEN KING SPECIAL: KATZENAUGE/WERWOLF VON TARKER MILLS (Koch Media)

am 18. September 2017 unter Horror, Klassiker, Reviews abgelegt

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Mitte und Ende der 80er erlebten KING Verfilmungen ihre absolute Hochzeit. Ich glaube kein Autor wurde so oft in Bildern umgesetzt, wie der Meister des Grauens.

KOCH veröffentlicht nun 2 dieser Streifen, von denen insbesondere der eine Kultstatus genießt.

KATZENAUGE sind 3 Kurzgeschichten, die eigentlich nur lose verbunden sind, eben durch ein Kätzchen das 3 Abenteuer erlebt. Die beiden ersten Geschichten sind auch heute noch sehr unterhaltsam.

James Woods versucht sich, das Rauchen abzugewöhnen und sucht dabei professionelle Hilfe auf. Diese Firma greift jedoch zu recht unorthodoxen Methoden, um dem Kunden die Sucht auszutreiben.

Im Zweiten Teil begeht Robert Hays den Fehler mit der Frau eines Millionärs und Zockers anzubandeln. Der kommt beiden auf die Schliche und bietet dem Nebenbuhler einen perfiden Deal an.

Dia letzte Geschichte hat das Problem, das die Effekte überholt sind, denn der kleine Schurke, der die kleine Drew Barrymore heimsucht, wirkt heute doch sehr antiquiert.

DER WERWOLF VON TARKER MILLS hat ein ähnliches Problem, denn natürlich sind über 30 Jahre später in Sachen Effekte ganz andere Dinge möglich. Dennoch ist die Geschichte spannend erzählt und mit Gary Busey und Corey Haim (den ich früher unheimlich gern gesehen habe, der aber leider Suizid beging) auch ordentlich besetzt.

Das kleine Städtchen TARKER MILLS wird von einer grauenhaften Mordserie erschüttert. Menschen werden auf bestialische Weise abgeschlachtet. Nur der an den Rollstuhl gefesselte Marty glaubt zu wissen, wer dafür verantwortlich ist. Doch niemand hört ihm zu – außer seiner Schwester, mit der er den Kampf gegen das Wesen aufnimmt.

Für Sammler der Verfilmungen sind beide Veröffentlichungen sicherlich Pflicht. Denjenigen kann ich auch gutes berichten, denn was hier in Sachen Bild herausgeholt wurde, ist schon fast sensationell, zumindest auf meinem Plasma-TV.

KATZENAUGE unterschiedet sich von neueren Produktionen lediglich durch die etwas blasseren Farben, ansonsten ist Bildrauschen nahezu nicht vorhanden. Ebenso gelungen auch die andere Restauration. Dort blitzt es anfangs ein paar Mal, danach ist das Bild aber genauso gut. Da hat man wirklich tolle Arbeit geleistet.

Fazit: 2 Veröffentlichungen für King Fans. Die Umsetzung ins Jahr 2017 ist hervorragend gelungen. Zudem sind beide Streifen, wenn man bei den Effekten Abstriche macht, auch heute noch gut ansehbar.

SUBTERRANEA (Lighthouse)

am 18. September 2017 unter Drama, SciFi abgelegt

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1997 erschien ein Album der Band IQ mit dem Namen des Filmtitels. Dieses fand ich auch damals schon brillant, und das, obwohl Prog-Rock nun nicht wirklich zu meinen musikalischen Vorlieben gehört. Doch die Geschichte und das Konzept des Albums, sowie die sehr melodiösen Keyboard-Passagen gefielen mir richtig gut.

Fast 20 Jahre hat es allerdings gedauert, bis nun jemand diesen „Soundtrack“ verfilmt hat.

Die Geschichte ist recht schnell erzählt. Als Opfer eines sozialen Experimentes wächst ein Kind in kompletter Einsamkeit in einem kleinen Zimmer unter der Erde auf. Es bekommt zwar regelmäßig Essen und erlernt auch das Sprechen, doch Licht ist ihm völlig unbekannt. Nun ist jedoch die Zeit gekommen, dass sein Peiniger ihn in die Öffentlichkeit entlässt. Anfangs völlig auf sich alleine gestellt und in ihm unbekannter Helle, hat er Probleme, sich zurecht zu finden. Die nette Maya erkennt, dass er ein Problem hat und nimmt sich seiner an. Gemeinsam mit ihr versucht er nun herauszufinden, wer er wirklich ist. Doch manche Geheimnisse sollten besser nicht gelüftet werden.

Wer hier nun einen High Budget Streifen erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein, denn mit eher geringen Mitteln hat Regisseur Matthew Miller einen seiner ersten Langfilme veröffentlicht. Das passt allerdings auch zum Soundtrack, denn obwohl das Album der Band IQ in Insiderkreisen zum Kultstatus avancierte, verkaufte es sich nicht sonderlich oft.

Leider sind im Film auch keine Songs zu hören, was ich etwas schade finde, denn involviert schienen die Herrschaften schon zu sein, denn die Musik in dem Streifen stammt von Michael Holmes, dem Keyboarder der Band. Die Geschichte von Peter Nicholls, dem Sänger, ist ja so gesehen bereits 1997 erschienen und wurde nur etwas umgeschrieben, dass sie in einem Film funktioniert.

Wer gerne kleine Independentstreifen mit leichtem Sci-Fi-Touch mag, die allerdings deutlich eher in Richtung Drama tendieren, denn mit reichlich Krawall inszeniert sind, dem dürfte Subterrenea gefallen.

Ein ganz leiser Film, der durch den sehr guten Hauptdarsteller getragen wird, der die Hilflosigkeit seines Protagonisten gut rüberbringt.

Mich würde mal interessieren, ob er auch Fans des Albums zusagt. Man möge mir bitte kurz schreiben.

Die Bewertung bei imdb ist mit 7,4 ebenfalls sehr hoch. Das zeigt mir, das es viele Menschen gibt, die auch Filme mit schmalem Budget zu schätzen wissen. Eine relativ neutrale Bewertung ist aufgrund des recht ungewöhnlichem Films und des Hintergrunds, das ich das Album dazu schon ewig kenne, wirklich schwierig. Daher lasse ich diese mal weg und verweise auf imdb.

FREE FIRE (Splendid)

am 18. September 2017 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

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Boston in den späten 1970ern: In einer verlassenen Lagerhalle soll ein umfangreicher Waffendeal über die Bühne gebracht werden. Eigentlich kein großes Ding. Ware gegen Geld. Doch leider sind beide Seiten nicht wirklich Profis und nach nur wenigen Worten und einer falschen Lieferung ist man sich spinnefeind. Als dann noch herauskommt, dass einer der Handlanger der Käufer, die Schwester einer der Handlanger des Verkäufers missbraucht hat, ist der Deal vergessen und man beginnt sich gegenseitig abzuknallen.

Sorry, aber viel mehr kann ich hier zu nicht berichten, denn der Film hat an Story nicht wirklich viel zu bieten. Zudem ist der Streifen von vorne bis hinten kompletter Schwachsinn (wenn ich hier alle Logikfehler aufführe, wird das ein Referat). Aber in diesem Fall passiert etwas, was ich normalerweise eher nicht mag, denn weil das eben alles so blödsinnig ist, ist es erstaunlich unterhaltsam und auch keineswegs dämlich wie Zeugs a la CRANK.

Alleine die Dialoge zwischen den beiden Lagern und die wirklich geschickt ausgesuchten Charaktere (der Elegante, der Proll, der Arbeiter, der Assi, der Blödmann usw. usw.) bilden jede Menge Stoff für absurde Komik und markante Sprüche.

Der Streifen ist hochkarätig besetzt. Neben Brie Larson, Cilian Murphy und Sharlto Copley geht jedoch die beste Darstellung an Sam Riley, der bei mir seit CONTROL (hätte einen Oscar verdient) eh einen Stein im Brett hat. Den Charakter, den er hier verkörpert ist so schön abgefuckt, obwohl er nicht wirklich eine Hauptrolle inne hat. Riley fühlt sich in der Rolle des prolligen Assis und Vorzeige-Losers auch sichtlich wohl und haut seine Oneliner mit coolem Gesichtsausdruck raus.

Wenn man, wie gesagt, weiß, dass ich dieses Genre und diese total übertriebenen Sprüche gar nicht mag, mich FREE FIRE aber blendend unterhalten hat, dann sollte er Action-Fans, die eh auf sowas stehen, ebenso zusagen.

Und an dem JOHN DENVER Running-Gag hätte sicherlich auch der leider früh verstorbene Sänger seine helle Freunde gehabt – alleine der ist schon sein Geld wert

Fazit: Eine skurrile Mischung aus Thriller, Action und Komödie mit guten Darstellern und einer völlig absurden Geschichte.

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STRATTON (Universum Film)

am 12. September 2017 unter Action abgelegt

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John Stratton, Mitglied des Special Boat Service (SBS), einer Elite-Spezialeinheit des MI6, wird zusammen mit seinem amerikanischen Kumpel Marty in den Irak geschickt, um dort biochemische Waffen sicherzustellen. Dort angekommen, stellt man allerdings fest, das man zu spät dran ist und die ganzen Mitarbeiter getötet wurden. Beim Rückzug wird Marty von einem der Diebe, die noch auf der Insel verweilten, erschossen. Schnell findet man heraus, das der skrupellose Geheimagent Barovski hinter der Sache steckt und man ist sich sicher, das er die gestohlene Ware auch schnell einsetzen wird und zwar mit Hilfe von Drohnen. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, bei der Barovski den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

Nun ist Dominic Cooper jetzt nicht zwingend einer meiner Lieblingsdarsteller, da er schauspielerisch doch sehr limitiert ist. In der Rolle des Spezialagenten, bei dem keine überragenden Fähigkeiten gefordert sind, gibt er jedoch ein gutes Bild ab. Das ist ähnlich wie bei Frau Jovovich, die auch keine Schauspielerin ist, aber in Resident Evil immer gut reinpasste.

STRATTON ist ein klassischer Actionfilm, der sich auch nicht mit sehr vielen Dialogen aufhält, aber erstaunlich spannend gerät. Mittendrin Thomas Kretschmann, der mal wieder das Arschloch geben darf, aber das kann er bekanntlich eher gut.

Natürlich muss man hier an einigen Stellen über Logikfehler hinwegsehen (alleine, wie man mal so eben in die Wohnung eines Drohnennherstellers hereinspaziert ist schon sehr weit hergeholt), aber ich denke nicht das die Klientel des Films darauf großen Wert legt.

Ganz erstaunlich hierbei war für mich die Laufzeit von 95 Minuten, denn als der Streifen dem Ende zuging war ich komplett überrascht und dachte bestenfalls eine Stunde gesehen zu haben. Das ist aber im allgemeinen ein Kunststück, das Simon West als Regisseur oft vollbringt, denn das ging mir bei vielen seiner Filme so (Übrigens ein Skandal das es seinen besten WEHRLOS nicht auf Blu ray gibt)

Das liegt daran das der Film wirklich extrem kurzweilig ist und kaum Ruhepausen hat. Die FSk Freigabe 12 halte ich nebenbei für grenzwertig, nicht nur wegen der Thematik, sondern auch aufgrund einiger doch recht harter Szenen.

Fazit: Gradliniger Actionstreifen mit einer etwas beliebigen Geschichte, aber sehr hohem Unterhaltungswert .Und das reicht doch auch ab und an für einen netten Abend.

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ZWEI MINUTEN WARNUNG (Koch Media)

am 12. September 2017 unter Action, Klassiker, Suspense abgelegt

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Ich muss zugeben, dass ich von dem Streifen noch nie etwa gehört hatte, kannte aber die Regelung (2 Minute Warning) beim Football, da ich mich mal für den Sport interessiert habe. Grundsätzlich sind zumindest rudimentäre Kenntnisse nicht schlecht, denn neben der Krimi-Handlung geht man auch sehr viel auf die Sportart an sich ein und Menschen, die das Spiel nicht kennen werden die Zählweise als etwas merkwürdig empfinden.

Im voll besetzten Football-Stadion in Los Angeles hat sich ein eiskalter Killer eingeschleust. Als dieser entdeckt wird, versuchen Polizeichef Holly und SWAT-Einsatzleiter Button das Unglück abzuwenden. Jedoch kennt man das Ziel des vermeintlichen Killers nicht und geht davon aus, das es der Präsident der USA ist, der auch zu dem Spiel erscheinen will. Zudem ist seine Position dermaßen gut abgesichert, das man nur schwer an ihn drankommt. Eine Evakuierung scheint bei 100000 Menschen ebenfalls sinnlos. Die Zeit tickt….

Wie bereits erwähnt, kannte ich den Film nicht, war aber über dessen Qualität überrascht, denn die Mischung aus Krimi und Sportfilm kommt erstaunlich interessant daher, denn große Teile befassen sich eben auch mit Football an sich.

Die eigentliche Spannung bezieht sich aber darauf, wen der Schütze denn nun abknallen will, denn im Endeffekt ist das mit dem Präsident nur eine Vermutung.  Daher hat man vorher einige Charaktere eingeführt, deren Schicksale man begleitet und auf die der Schütze auch anhält – aber nicht abdrückt.

Das Bild ist sehr ordentlich, geht nur in die Knie, wenn zum Beispiel blauer Himmel gezeigt wird, da rauscht es doch im Blätterwald. Ansonsten aber eine gelungene Restauration. Der Ton geht ebenfalls in Ordnung – insbesondere die Spielszenen kommen recht dynamisch rüber.

So bleibt unter dem Strich ein durchaus spannender Krimi, der vielleicht aber 20 Minuten zu lang gerät. Mit Charlton Heston, Jack Klugman, John Cassavettes und dem jungen Beau Bridges zudem sehr gut besetzt. Freunde des Streifens dürften mit der Umsetzung sehr zufrieden sein.

THE FOUNDER (Splendid)

am 12. September 2017 unter Biopic, Drama abgelegt

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Wieso wurde diese Geschichte eigentlich bisher noch nie erzählt? Die Frage stellt Michael Keaton in den Extras als allererstes und es ist in der Tat erstaunlich, das sich bislang noch nie jemand an die Entstehung der Mc Donalds Kette gewagt hatte, zumal die durchaus richtig guten Stoff hergibt.

Ray Kroc ist mit 52 Jahren eigentlich eine gescheiterte Existenz, denn sämtliche seiner Ideen endeten im Nichts und auch sein neuer Mixer erzielt nicht gerade rasante Umsätze. Als er in San Bernardino das Fast-Food-Restaurant der „McDonalds“ entdeckt, ändert sich sein Leben, denn die beiden Brüder, die dieses betreiben, beeindrucken ihn mit ihrem simplen, aber sehr effizienten Konzept. Kroc ist sich sicher, das dies ein Modell für die Zukunft ist und das hier dringend Franchise nötig ist. Doch die beiden Brüder verwehren sich zunächst gegen diese Idee. Aufgrund seiner Hartnäckigkeit, schließen sie jedoch dann irgendwann einen Vertrag mit Kroc. Dieser baut das Imperium zwar immer weiter aus, hat aber durch seine geringen Anteile nur wenig Gewinn und muss sein Haus beleihen. Doch irgendwann sieht der eigentlich gutmütige und freundliche Ray ein, das er härtere Geschütze auffahren muss und die Kosten minimieren. Sehr zum Leidwesen der beiden Brüder.

Ich gebe zu, das ich nicht wirklich ein Fan der Kette bin. Mit Ausnahme von KFC bin ich im Allgemeinen kein Freund von fast Food Läden – auch nicht von deutschen. Die Geschichte hier ist jedoch wirklich interessant und wird uns in knapp 2 Stunden komprimiert geschildert. Daraus hätte man aufgrund des enormen Potenzials auch eine Serie machen können

Michael Keaton erlebt ja seit BIRDMAN seinen dritten Frühling, nachdem er eigentlich schon weg vom Fenster war, denn nach den Batman-Filmen wurde es doch sehr ruhig um ihm. Mein Lieblingsstreifen mit ihm ist immer noch DAS DREAM TEAM, das es leider auch nicht auf Blu Ray gibt.

Keaton geht in der Rolle des Ray Kroc komplett auf und spielt herausragend. Auch seine Wandlung vom netten Kerl zum umtriebigen und forschen Geschäftsmann ist glaubwürdig dargestellt. Er wird dabei aber auch hervorragend unterstützt, denn insbesondere Nick Offerman und Allzweckwaffe John Caroll Lynch, als der naivere und gutmütige der beiden Brüder, spielen hier groß auf. In Nebenrollen sind Patrick Wilson, Laura Dern und Linda Cardellini zu sehen. Nicht schlecht für einen doch eher kleineren Film.

Es heißt ja das das Leben die interessantesten Geschichten schreibt, daher sind Filme beliebt, wenn sie auf wahren Begebenheiten beruhen und die Amerikaner beweisen immer wieder, das noch längst nicht alle guten erzählt wurden.

Die hier gezeigten Ereignisse müssen sich insgesamt auch recht nahe an den tatsächlichen Fakten orientieren, denn wenn man die Geschichte des Ray Kroc und der Brüder googelt, scheint man hier sehr wenig dazu erfunden zu haben, was dem Film zu Gute kommt.

So bleiben unter dem Strich 2 Stunden hochwertige Unterhaltung, mit großartigen Darstellern, auch wenn es storybedingt anfangs natürlich ein wenig dauert bis die Geschichte ins Rollen kommt. Sehenswert!!

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EL BAR (Koch Media)

am 01. September 2017 unter Komödie, Suspense abgelegt

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Eine kleine, eher heruntergekommene Bar in Madrid, wird plötzlich zum Schauplatz eines Verbrechens, denn als ein Gast diese verlassen will ,wird er mit einem Kopfschuss ins Jenseits befördert. Als ihm ein anderer helfen will, ereilt diesen das gleiche Schicksal. Nun traut sich keiner der anderen Gäste mehr die Location zu verlassen, denn einige hängen an ihrem Leben. Je mehr die restlichen Herrschaften darüber sinnieren, was denn da passiert ist, desto krasser werden die Verdächtigungen. Was ist z.B, in dem Koffer des einen? Hat der islamisch aussehende Bartträger etwas damit zu tun? Als man auf dem Klo einen übel zugerichteten Soldaten findet, dessen Handynachrichten darauf hindeuten, das sich eine Seuche ausbreitet, eskaliert die Lage.

Aber es handelt sich hierbei eben um einen Alex de la Iglesia Film, was uns gleich sagt, das hier kein Horrorfilm, sondern eine tiefschwarze Komödie, das Spezialgebiet des renommierten Spaniers, aus den Ereignissen entsteht.

Dessen besten Streifen ALLEIN UNTER NACHBARN gibt es immer noch nicht auf Blu Ray, was eigentlich eine Frechheit ist. Auf diese Veröffentlichung warte ich schon seit Jahren. Vielleicht kann KOCH MEDIA sich ja dieser annehmen.

EL BAR wird gegen Ende dann doch sehr skurril und natürlich sind die Charaktere überzeichnet. Zudem nervt der Bettler etwas mit seinen Bibelsprüchen.

Da ich aber nun wahrlich kein Fan der Komödie bin, ist es ein gutes Zeichen, das ich mindestens 4 mal laut gelacht und mehrfach gegrinst habe, was mir nur sehr selten passiert.

Die Schauspieler sind alle in Deutschland nicht so bekannt, aber die Synchronisation ist glücklicherweise sehr gelungen, was insbesondere bei Streifen aus Italien und Spanien oft nicht der Fall ist.

So bleibt unter dem Strich ein typischer De La Iglesia mit überzogenen Charakteren und einem doch recht amüsanten Plot. Zum Schluss hätte ich mir jedoch eine etwas spektakuläre Auflösung gewünscht. Aber man kann nicht alles haben.

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LIFE (Sony Pictures)

am 01. September 2017 unter Horror, SciFi abgelegt

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Die Forschungsmission einer Gruppe Wissenschaftler auf einer internationalen Raumstation hat den Beweis für Leben auf dem Mars gefunden. Das Kerlchen, bei dem man sich auf den Namen Kelvin (oder Calvin?) einigt, ist zwar nur ganz klein, aber es lebt. Leider bleibt es nicht so niedlich und entwickelt sich mit steigender Größe auch zu einer echten Gefahr für die Crew, die natürlich nicht voraussehen konnte, was sie sich hier an Bord geholt hat.

Es wurden ja nun schon genug Zusammenfassungen dieses Films geschrieben, ich denke da kann ich mich kurz halten, will aber dennoch meine Meinung kundtun, denn ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen Film gesehen habe, bei dem soviel Potenzial verschenkt wurde.

Die erste halbe Stunde ist absolut gelungen. Wie man sich dem ganzen nähert und den fremden Organismus erforscht, ist glaubwürdig geschildert und auch faszinierend bebildert.

Aber genau diese Glaubwürdigkeit geht dem Film bald komplett verloren. Die Handlungsweisen der Wissenschaftler und Raumfahrer sind teilweise dermaßen bescheuert, das man meint, man hätte hier Ahnungslose ins All geschickt.

Dazu gesellen sich dann natürlich wieder völlig unglaubwürdige Zufälle, da man diese benötigt, weil die Geschichte sonst nicht vorwärts gegangen wäre.

Mittendrin ein völlig unterforderter Jake Gyllenhaal, der wohl aus irgendeinem Grund Geld brauchte, denn seine Rollenauswahl ist ansonsten doch sehr gut. Ryan Reynolds darf den coolen Ami spielen und dazu gibt es noch den Asiaten und die Russin und schon ist die Klischeeparade perfekt.

Natürlich gibt es hier technisch nichts zu meckern, und auch die Weltraumbilder sind fantastisch, aber das Drehbuch ist eine einzige Katastrophe. Lediglich das wirklich überraschende Ende sammelt dann wieder einen Pluspunkt.

Ein Film der mich extrem an SPLICE erinnerte, denn auch da näherte man sich der Thematik anfangs sehr interessant und subtil, um am Schluss in Monsteraction zu ersticken. Dieses Schicksal ereilt auch LIFE.

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IN THE DARK (Splendid Film)

am 01. September 2017 unter Horror abgelegt

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Die junge Mutter Joanna zieht gemeinsam mit ihrem Mann, einem Schauspieler, der auch schon bessere Zeiten gesehen hat, sowie ihrem kleinen Sohn, in eine neue Wohnung. Die Vermieterin jedoch bekommen die neuen Gäste nie zu sehen. Dafür merkt Joanna aber schnell, das in diesem Haus etwas nicht stimmt. Neben unheimlichen Geräuschen und verrückten (nein die sind nicht bescheuert, befinden sich aber an anderen Stellen als zuvor) Möbeln, zieht es ihr kleines Kind latent zu dem Zimmer, das für sie eigentlich tabu ist. Nur dort schläft er ruhig, während er sonst den ganzen Tag plärrt. Während ihr Mann kaum zu Hause ist findet die junge Mutter heraus, das in diesen Räumlichkeiten schreckliche Dinge passiert sind, die auch Auswirkungen auf die junge Familie haben werden.

Normalerweise sind es ja eher Häuser die spuken, hier ist es eben eine Wohnung, wobei IN THE DARK jetzt auch nicht wirklich ein klassischer Film dieses Genres ist und einen anderen Ansatz hat.

Die Bewertung für diesen Streifen fällt unheimlich schwer, denn hier gibt es einige sehr weit hergeholte und selbst für das Genre, unglaubwürdige Dinge zu sehen (wieso zieht sie sich z.B. die Klamotten der Frau an die vorher dort lebte), während auf der anderen Seite durchaus pfiffige Momente vorhanden sind.

Insbesondere die Nummer mit dem Telefon und den Danksagungskarten finde ich sehr gelungen. Das blutige Ende ist zwar relativ vorhersehbar, dafür weiß der Schlussgag wiederum zu überzeugen.

Die Hauptdarstellerin wirkt manchmal ein wenig überfordert, da sie den überwiegenden Teil des Streifens alleine tragen muss (sieht man mal vom schreienden Kind ab), was ihr nur bedingt gelingt..

Eine abschließende Note muss ich aber ja verteilen. Da ich ihn sehr spät gesichtet habe und auch nicht abgeschaltet habe, um ihm am nächsten Tag zu Ende zu schauen (passiert mir öfters in der letzten Zeit, muss am Alter liegen) hat er mich doch irgendwo gefesselt.

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VERLEUGNUNG (Universum Film)

am 01. September 2017 unter Drama abgelegt

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Wir befinden uns Ende der 90er Jahre. Die bekannte Autorin Deborah Lipstadt wird vom Holocaust Leugner David Irving vor Gericht gezerrt, nachdem sie ihn in ihrem letzten Buch beleidigt oder zumindest verbal angegriffen hat. Da sie eine Horde von Anwälten zur Seite gestellt bekommt, während Irving alleine agiert, scheint der Gewinn des Prozesses kein großes Problem darzustellen. Doch das englische Recht ist leider deutlich komplizierter als das amerikanische, denn durch ihre Aussagen in dem Buch, muss die Autorin nun nicht nur eine Verteidigung aufbauen, sondern auch noch beweisen, das der Holocaust überhaupt stattgefunden hat.

Dieser Fall ist damals wohl an mir vorübergegangen, denn ich hatte noch nie etwas davon gehört und habe erst danach erfahren, das die Ereignisse so wirklich stattgefunden haben.

Eigentlich kann da nicht viel schiefgehen. Mit Rachel Weisz und Tom Wilkinson, 2 von mir geschätzte Schauspieler in einem Justizdrama, welches eh zu meinen Lieblingsgenre gehört, basierend auf wahren Begebenheiten und einem wirklich interessanten Thema.

Trotzdem hat VERLEUGNUNG mich nicht ganz überzeugt, was weniger an den schauspielerischen Leistungen, als an dem etwas sehr verschachtelten Drehbuch lag. Im Gegenteil, gerade Timothy Spall brilliert als Holocaust Gegner – sicherlich eine Rolle in der man sich nur schwer einfinden kann, die aber auf der anderen Seite natürlich auch ein Glücksfall für jeden Darsteller ist. Mir nimmt Regisseur Scott allerdings das Tempo zu oft heraus, was insbesondere in der Mitte zu Längen führt, die man hätte vermeiden können.

Gelungen ist aber der Einblick in das englische Rechtssystem, das in meinen Augen schon recht merkwürdig ist. Das man bei einer Anklage sogar geschichtliche Fakten belegen muss, um den Prozess zu gewinnen, ist doch reichlich suspekt.

Aufgrund der teilweise wirklich überwältigenden Rezensionen und Höchstwertungen auf allen Seiten hatte ich mir dennoch etwas mehr vorgestellt. Für mich ein solides Gerichtsdrama, mit einem guten Thema, aber doch einigem Leerlauf. Dennoch:

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