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REMEMBER (Tiberius Film)

am 19. Mai 2016 unter Drama, Thriller abgelegt

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Zev wohnt in einem Altersheim und seine Frau ist erst kürzlich verstorben. Zudem plagt ihn Demenz und die immer noch vorhandene Erinnerung an das Vernichtungslager der Nazis, das seine ganze Familie ausgelöscht hat. Noch heute mit fast 90 Jahren ist er fest entschlossen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und bekommt dabei Unterstützung von seinem besten Freund im Altersheim, dessen Familien das gleiche Schicksal ereilte. Dieser hat den Namen des Peinigers herausgefunden. 4 Personen kommen dafür in Frage. Zev versucht alle ausfindig zu machen und herauszufinden wer der richtige ist, um ihn dann zur Strecke zu bringen. Doch die Wege sind weit und seine Demenz ist ihm dabei nicht gerade hilfreich.

Wieder einmal werden hier gänzlich falsche Erwartungen geweckt. Nicht weil der Film schlecht wäre, sondern weil er überall als Thriller deklariert wird und das ist er nun wirklich nicht, eher ein Drama mit einigen spannenden Momenten.

Christopher Plummer, mittlerweile stolze 86 Jahre alt, ist die Rolle auf den Leib geschrieben und seine Vorstellung ist absolut gelungen, vielleicht sogar eine der besten seiner Laufbahn. Besonders in den Momenten in denen er die Demenz darstellt, agiert er absolut brillant.

Die Geschichte ist auf jeden Fall sehr originell und erinnert in manchen Teilen etwas an Harry Brown, in dem ja auch ein älterer Herr versucht Rache zu nehmen und dabei aufgrund seines Alters große Probleme bekommt.

Regisseur Egoyans Filme haben allerdings immer das gleiche Problem – vielleicht ist es auch sein Stilmittel – aber er baut sehr oft Spannung auf, um diese schnell wieder abklingen zu lassen. Das ist mir auch schon bei THE CAPTIVE aufgefallen. Nicht das das Geschehene dabei langweilig wird, aber irgendwie mag er keine langen Spannungsbögen.

Absolut gelungen ist auf jeden Fall das Ende der Geschichte, mit dem man beim besten Willen nicht rechnen konnte. Dazu gibt es Gastauftritte von bekannten Stars wie zum Beispiel Bruno Ganz, der eine kleine, aber feine Rolle hat.

Fazit: Interessantes Drama, mit leichten Thrillerelementen, das von seinem Hauptdarsteller getragen wird.

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POD (Mad Dimension/ALIVE)

am 19. Mai 2016 unter Horror abgelegt

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Nachdem die zerstrittenen Geschwister Ed und Lyla eine beunruhigende Nachricht erhalten haben, fahren sie zum abgeschiedenen Haus ihrer Familie in Maine, um ihren Bruder zu besuchen, der ernsthafte psychologische Probleme und paranoide Wahnvorstellungen hat, seit er im Krieg war. Diese scheinen sich nach seiner Therapie wieder verschlimmert zu haben, denn er faselt irgend etwas von mysteriösen Experimenten, die an ihm und anderen Soldaten durchgeführt wurden und das er einen „POD“ gefangen hält…..ist er total gestört oder sagt er die Wahrheit?

Es ist wie so oft – eine durchaus interessante Grundidee reicht einfach nicht, um einen kompletten Spielfilm zu tragen, der daher in der ersten Hälfte recht geschwätzig gerät. Im zweiten Teil wird es dann wesentlich spannender.

Der Streifen ist zwar recht kostengünstig gedreht, da er sich eigentlich nur auf 2 Locations beschränkt, sieht aber dennoch nicht billig aus und ist im Grunde genommen eher ein Kammerspiel, denn ein klassischer Horrorfilm.

Die Darsteller sind solide, aber auch nicht besonderes, wobei der Kriegsveteran das Overacting an manchen Stellen doch sehr übertreibt.

Ein durchaus solider Genrebeitrag, der eben aufgrund der Spielfilmlänge nur leider die ein oder andere Länge aufweist.

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KRAMPUS (Universal Pictures)

am 19. Mai 2016 unter Horror, Komödie abgelegt

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Weihnachten – das Fest der Liebe. Jedoch nicht für Max, denn seine Verwandtschaft taucht auf mit ihren schrecklichen Kindern. Noch schlimmer: Die ständig nörgelnde Tante ist dieses Mal auch dabei und nervt alle mit ihren Launen. Max hat den Glauben an den Weihnachtsmann verloren und zerreißt den Brief, den er ihm wie jedes Jahr geschrieben hat, Doch das hätte er besser lassen sollen, denn dieser mag es nicht, wenn man ihn verdrängen will, und kurz danach ziehen nicht nur schwere Schneestürme durch die Stadt, sondern es tauchen auch merkwürdige Gestalten auf und dazu ein ganz fieses Vieh, das man Krampus nennt, über das Max Oma einiges zu erzählen hat. Und das ist nichts gutes.

Die erste halbe Stunde ist das ganze eigentlich eine reine Komödie und die Auseinandersetzungen und Anfeindungen zwischen der Familie sind teilweise wirklich richtig witzig und erinnern ein wenig an den ebenfalls gelungenen NO PANIC. Besonders die Tante hat einige wirklich fiese Sprüche drauf.

Danach allerdings wird das ganze zu einem sehr spannenden und teilweise auch skurrilen Horrorfilm, der so manche Überraschung bereithält, seine witzigen Momente allerdings trotzdem beibehält. Das ergibt eine wirklich unterhaltsame Melange.

Toni Colette als genervte Mutter ist klasse, auch Adam Scott macht einen guten Job und die restlichen unbekannten Darsteller, insbesondere der des leicht gestörten Kriegsveterans, sind klasse.

Insgesamt ist allerdings die Zielgruppe schwer zu bestimmen. Obwohl der Streifen schon in Richtung Fantasy tendiert, was eigentlich gar nicht mein Ding ist, hat er mir richtig gut gefallen. Fans von Tim Burton sollten jedenfalls mal einen Blick riskieren, dessen Streifen zumindest eine ähnliche Atmosphäre haben.

Dazu gibt es noch ein sensationelles Ende, vielleicht das beste, das ich seit Jahren bei einem Horrorfilm gesehen habe.

Fazit: Stimmige Horrorkomödie, mit vielen schrägen Einfällen, dessen Höhepunkt die mit einer Nagelpistole schießenden Lebkuchen !!!! sind. Alleine deshalb lohnt es sich schon, KRAMPUS anzuschauen.

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NOMADS – TOD AUS DEM NICHTS (Koch Media)

am 19. Mai 2016 unter Horror, mystery abgelegt

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Ärztin Eileen hat einen sehr stressigen Nachtdienst, denn es wird ein anscheinend verrückter Anthropologe namens Jean-Charles Pommier eingeliefert und stirbt ihr unter den Händen weg. Seine letzten Worte sind anscheinend nur merkwürdiges Gefasel, doch danach hat sie merkwürdige Visionen und durchlebt noch einmal das, was dem Wissenschaftler passiert ist, der sich mit dem unheimlichen Phänomen der “Nomaden” beschäftigt hat. Die sind nun anscheinend auch hinter ihr her.

Das man ausgerechnet diesen Steifen ausgegraben hat, verwundert mich etwas, denn eigentlich ist NOMADS eher unbekannt. Im Gegensatz zu den Darstellern.

Pierce Brosnan stand erst am Anfang seiner langen Karriere, die er später als James Bond zementierte. Für Leslie-Anne Down hingegen ging es danach eher bergab, denn nach „Fackeln im Sturm“, als sie Patrick Swayze anhimmelte, schien ihr eine große Karriere bevorzustehen, die dann allerdings nicht folgte.

Auch der Regisseur war noch ein Neuling, denn John Mc Tiernan drehte danach einen Blockbuster nach dem anderen (Stirb langsam, Jagd auf Roter Oktober, Predator usw. usw.).

Das Bild der Blu Ray ist ordentlich. Am Anfang noch leicht grieselig, doch das bessert sich im Laufe des Films. Einige kleine weiße Blitzer stören das Sehvergnügen noch unwesentlich. Der Ton kommt in sehr klarem Stereo daher, die Stimmen sind sehr gut verständlich,

Der Film ist insgesamt aber Geschmackssache, da man ihm das Alter doch schon etwas ansieht. Die Geschichte ist etwas krude, hat aber einen nette Schlusspointe zu bieten. Sicherlich aber nicht jedermanns Geschmack. Einen Gastauftritt hat übrigens die berühmteste Ameise der Welt :o ).

SYNCHRONICITY (Edel Germany)

am 11. Mai 2016 unter SciFi, mystery abgelegt

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Der Physiker Jim Beale erfindet eine Maschine, die ein Wurmloch bilden und dadurch Zeit und Raum überwinden kann. Nach einem Testlauf taucht eine seltene Blume aus der Zukunft auf. Nun muss er das passende Pendant der Dahlie aus der Gegenwart finden, um zu beweisen, dass seine Erfindung funktioniert. Das gelingt auch erstaunlich schnell, denn die Besitzerin dieser taucht schon wenige Stunden später bei ihm am Labor auf. Abby heißt die Dame und scheint Jim zu kennen. Nach einer Liebesnacht findet er ein merkwürdiges Büchlein in dem Dinge stehen, die sie gar nicht wissen kann und die sich auf seine Erfindung beziehen. Zudem will der Sponsor von Jims Projekt abspringen, doch vorher soll es ein letztes Experiment geben. Dabei stürzt sich Jim selbst in das Wurmloch und findet erstaunliches heraus.

Ein Film bei dem man echt in der Zusammenfassung viel zu viel verraten kann, weil irgendwie schon einiges da reingehört, so dass man als Leser ja auch weiß worum es in dem Streifen geht, der es schafft mit einem eher schmalen Budget auszusehen wie ein A-Movie.

Die Bilder sind teilweise wirklich fantastisch und bilden im Zusammenspiel mit dem 80er Jahre Soundtrack eine Verbeugung vor Blade Runner, was der Regisseur auch mit Sicherheit nicht abstreiten wird.

Allerdings sollte man SYNCHRONICITY mehrmals schauen, denn anfangs erscheinen einem einige Dinge unlogisch, die sich bei genauem Überlegen aber doch als schlüssig erweisen.

Der Streifen spielt mit Zeitebenen und Paralleluniversen, so dass es wirklich schwer ist manchem zu folgen, aber gerade das fand ich sehr interessant und lohnt die Anschaffung des Films, da man ihn öfters schauen kann und immer wieder neues entdecken wird.

Die Schauspieler sind relativ unbekannt – als mysteriöser Geldgeber erscheint allerdings ein alter Bekannter: Michael Ironside lebt immer noch und sieht für sein Alter sogar sehr gut aus.

Fazit. Sehr anspruchsvoller Scifi-Streifen mit guten Darstellern und einem schicken Look. Wird aber nicht jedermanns Geschmack treffen.

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THE WALK (Sony Pictures)

am 11. Mai 2016 unter Biopic, Drama abgelegt

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Philippe Petit ist Seilartist und keine Höhe scheint unüberwindbar. Überall balanciert er, ohne Sicherung von einem Punkt zum anderen. Dann entdeckt er in einer Zeitschrift, das die Twin Towers kurz vor der Fertigstellung stehen und beschließt, zwischen beiden in 400 Metern Höhe hin und zurück zu wandern. Doch diese Aktion ist natürlich illegal und er benötigt hierfür tatkräftige Hilfe von seinen „Komplizen“, unter anderem seiner Freundin, um das nötige Equipment aufs Dach zu schaffen. Dann ist der Tag gekommen.

Was soll ich hier für eine riesige Zusammenfassung schreiben, denn sowohl die Geschichte, als auch ihren Ausgang kennt ja so ziemlich jeder. Es gibt von dieser Aktion lediglich Fotos – gefilmt wurde diese damals leider nicht.

Daher kann ich auch nicht beurteilen, ob alles was hier zu sehen ist so stimmt, wobei mir manches (insbesondere das liegen auf dem Seil) schon sehr abwegig zu sein scheint. Da aber Petit selbst bei den Dreharbeiten dabei war, glaube ich auf der anderen Seite nicht, das er etwas dazugedichtet hat. Er bekam übrigens eine große Rolle in den sehr interessanten Extras der Blu Ray.

Joseph-Gordon Levitt spielt den spleenigen Gesellen mit wirklicher Hingabe, bekam aber einen stressigen französischen Akzent verpasst. Klar war Petit Franzose, aber ob es das wirklich gebraucht hätte? Irgendwann nervt der nämlich extrem.

In einer Nebenrolle ist Ben Kingsley zu sehen, die restlichen Darsteller sind alle von der Sorte „kennt man doch, aber der Name fällt einem gerade nicht ein“.

Doch irgendwie kann mich THE WALK nicht komplett überzeugen. Die Geschichte ist zwar sehr schön erzählt und hält sich wohl auch nahe an den wirklichen Geschehnissen auf, doch bis der Film mal richtig in die Gänge kommt ist schon sehr viel Zeit auf der Uhr vergangen.

Auf der anderen Seite wollen wir immer Charakterzeichnungen und die ist hier eben sehr gelungen. Trotzdem eine Viertelstunde weniger hätte es hier auch getan.

Die Aktion auf dem Seil und seine Gedanken dabei werden auch ausführlich geschildert, was mir aber wiederum sehr gut gefallen hat.

Die Effekte sind meist gelungen, an manchen Stellen sieht man jedoch, das sie aus dem Computer stammen, da hätte man noch etwas nachbessern können. Insbesondere wenn Hevitt auf der Freiheitsstatue steht und seine Geschichte erzählt, wirkt einiges sehr künstlich.

Fazit: Gut, aber meiner Meinung insgesamt ein wenig überbewertet.

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HARBINGER DOWN (Splendid Film)

am 11. Mai 2016 unter Horror abgelegt

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Eine Gruppe Studenten heuert auf dem Fischkutter HARBINGER an, um die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Wale zu erforschen. Der Captain und das jüngste Mitglied der Studenten kennen sich schon sehr lange – sie ist so etwas für eine Tochter für ihn. Dann findet man plötzlich ein altes Wrackteil im Eis und sammelt es auf. Es stellt sich heraus, dass es sich um die Überreste eines sowjetischen Raumschiffs handelt. Doch manchmal sollte man Dinge einfach da liegen lassen wo sie sind, denn mit dieser Aktion holt man sich einen unbekannten Organismus an Bord, der die Crew erstaunlich schnell dezimiert.

Ich habe mir den Streifen nie angesehen, obwohl er ja schon einige Zeit auf dem Markt ist, sondern ihn erst kürzlich in einer Aktion für recht günstiges Geld ersteigert und frage mich wirklich, wieso dieser im Internet so schlecht wegkommt?

Erwartet man hier wirklich ein 100 Millionen Dollar teures Spektakel?

Ich finde sogar, das die Effekte, die überwiegend von Hand gemacht wurden, sehr gelungen sind. Auch die Schauspieler machen durch die Bank einen guten Job, wobei Lance Henriksen in seinem gefühlt 20000. Film wieder alle überragt.

Natürlich ist das ganze eine Mischung aus THE THING und VIRUS, aber deshalb muss es doch nicht schlecht sein. Ich fühlte mich jedenfalls 90 Minuten lang extrem gut unterhalten und hatte wesentlich weniger erwartet.

Natürlich muss man schon ein Herz für B-Movies haben um diesen Streifen zu mögen. Aber Blockbuster-Freunde sollten sich eben so etwas gar nicht anschauen, denn das die enttäuscht sein werden ist natürlich klar. Ich fand HARBINGER DOWN insgesamt wirklich spannend und gelungen.

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DER GLÄSERNE SCHLÜSSEL (Koch Media)

am 11. Mai 2016 unter Klassiker abgelegt

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Mit der Senatorentochter Janet Henry als künftiger Gattin hofft der schmierige Politiker Paul Madvig , seine kriminelle Vergangenheit gegen eine rosige Zukunft an der Spitze Baltimores eintauschen zu können. Aber Madvigs Berater Ed Beaumont wittert ein doppeltes Spiel, das mörderische Züge annimmt, als man den Mord an Janets Bruder Taylor plötzlich Madvig in die Schuhe schieben möchte.

Teil 22 der mittlerweile beliebten FILM NOIR Reihe von Koch und wie immer bei solch Filmen bin ich ausnahmsweise mal zu jung um diesen zu kennen.

Überraschenderweise kann man diesen aber sehr gut schauen und er wirkt nicht annähernd so alt wie er letztendlich ist, nämlich aus dem Jahre 1942!!!! Ich hätte ihn vom Stil in die 60er gepackt.

Alan Ladd, der den Handlanger des Gangsterbosses gibt, ist sogar mir bekannt, obwohl er sich schon früh, im Alter von gerade mal 50 Jahre mit Schmerzmittel und Alkohol ins Nirwana beamte.

Die Bildqualität ist in einem anständigen Bereich – es grieselt zwar ein bisschen, aber das ist für einen Film der so alt ist absolut in Ordnung und vergleicht man ihm mit dem WARNER-Unverschämtheitsrelease von DIE 12 GESCHWORENEN sieht er sogar brillant aus. Die Stimmen kommen absolut klar und ohne jegliche Nebengeräusche aus den Boxen.

Für Sammler der Reihe sicher wieder eine Perle, zumal meine Recherchen im Internet ergeben haben, das der Film tatsächlich als Klassiker gilt. Dazu gibt es wie immer ein wunderschönes Booklet mit Hintergrundinformationen. Sehr gutes Gesamtpaket.

99 HOMES (Eurovideo)

am 26. April 2016 unter Drama, Thriller abgelegt

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Der junge Bauarbeiter Dennis Nash ist fleißig, hat aber leider sehr viel Pech, denn sein letzter Job wird abgebrochen und nicht bezahlt. Daheim sitzen seine Mutter Lynn und der kleine Connor im eigenen Häuschen, das er allerdings nicht mehr halten kann, nachdem er in enormen Zahlungsrückstand gerät. So steht die Zwangsräumung bevor, die ein skrupelloser Immobilienmakler namens Rick Carver vornimmt. Kurz darauf hilft Dennis eben diesem fiesen Zeitgenossen aus der Patsche. Dieser zeigt sich dankbar, besorgt ihm Aufträge und macht ihn später zu seinem Vertreter. Doch für dieses Geschäft muss man skrupellos sein, seine Emotionen außen vorlassen und auch das Gesetz hier und da mal stark dehnen. Anfangs gelingt Dennis dies ganz gut, doch irgendwann kommen ihm starke Zweifel, an dem was er da tut.

Endlich mal eine Geschichte die man noch nicht hundertmal gesehen hat. Allerdings ist die Regelung für Hausbesitzer in Amerika doch etwas anders als in Deutschland, denn sonst könnten Leute wie Carver sich nicht so problemlos an Enteignungen dumm und dämlich verdienen.

Michael Shannon spielt den arroganten und fiesen Makler mit einen unglaublichen Verve und liefert vielleicht die beste Leistung seiner Karriere ab, während Andrew Garfield mit seinem unschuldigen Aussehen einen perfekten Gegenpart bildet.

Obwohl der Streifen auf eine satte Laufzeit von fast zwei Stunden kommt, ist er an keiner Stelle langweilig und beginnt mit der ersten Minute, ohne dass es einer großen Einleitung bedarf. Der Zuschauer ist sofort drin im Geschehen und weiß nach 3 Sätzen was für ein Arsch Carver ist. Daraus entwickelt sich dann der Rest der Geschichte.

Insgesamt ein exzellent gespieltes Drama mit einigen sehr gelungenen Spannungselementen, das man sich unbedingt mal ansehen sollte, wenn man auch nicht alles versteht. Dafür müsste man das amerikanische Gesetz bezüglich Hausräumungen und Aufkaufen dieser Immobilien kennen, was jedoch nicht als Minuspunkt mit in die Bewertung einfließt, da man insgesamt doch mitkommt, sich aber über die Gesetzesregelungen nur wundern kann.

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THE STANFORD PRISON EXPERIMENT (Universal Pictures)

am 26. April 2016 unter Drama, Thriller abgelegt

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Auf die Geschichte dieses Streifens muss ich sicher nicht mehr groß eingehen, daher halte ich mich in der Zusammenfassung auch kurz: Im Jahre 1971 wird an der Stanford University ein Experiment durchgeführt. Um den Grund für die gewalttätigen Verhaltensweisen im Gefängnissystem zu erforschen, sucht Psychologie-Professor Dr. Philip Zimbardo 24 Freiwillige Studenten aus, von denen die Hälfte als Wärter und die anderen als Inhaftierte in einem simulierten Gefängnis agieren sollen. Schon nach sehr kurzer Zeit werden die einen zu Aufständlern oder Opfern, die anderen zu machthungrigen Sadisten.

Die Geschichte wurde ja in DAS EXPERIMENT von Oliver Hirschbiegel mit Moritz Bleibtreu und Christian Berkel bereits sehr gelungen verfilmt. Da dichtete mal allerdings einiges dazu, genauso wie beim sehr mauen US-REMAKE mit Adrien Brody.

Diese Verfilmung hält sich sehr genau an die damaligen Studien und konzentriert sich dabei auch zu einem großem Teil auf die Macher des Projektes, die in den beiden anderen Verfilmungen doch etwas kurz kamen und zeigt neben deren verschiedenen Meinungen auch die Gewissensbisse, die so langsam einsetzen, die aber insbesondere Zimbardo sich nicht eingestehen will, weil sein Experiment damit in Gefahr gerät.

Hier sind zwar nicht die großen Stars am Start, aber das mindert die Qualität des Streifens nicht. Billy Crodrup spielt den Professor überzeugend – in Nebenrollen überraschen unter anderem Ezra Miller und Tye Sheridan, die beide eine Top-Leistung abrufen und normalerweise eher in anderen Genres unterwegs sind.

Bis heute gilt dieses Experiment als erhellend aber auch umstritten. Die Teilnehmer trafen sich übrigens ein Jahr später und es stellte sich glücklicherweise heraus, das keiner einen bleibenden Schaden davon getragen hatte.

Fazit: Die deutsche Version war wesentlich spannender und ein lupenreiner Thriller während dieses Werk hier eher ein Drama mit einigen Thriller-Elementen darstellt, aber eben sehr nah am wirklichen Experiment ist. Sehenswert!

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