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I KILL GIANTS (Koch Media)

am 08. August 2018 unter Drama, SciFi abgelegt

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Riesen gibt es wirklich! Sie lauern in den Wäldern und warten nur auf die passende Gelegenheit, um die Heimatstadt der 15-jährigen Barbara anzugreifen. Kein Wunder, dass die neue Schulpsychologin Mrs. Mollé diese Geschichte wenig überzeugend findet. Stattdessen setzt sie alles daran, der cleveren jungen Eigenbrötlerin zu helfen. Doch die fantasievolle Barbara hält weiter an ihrer Mission fest: Gemeinsam mit ihrer einzigen Freundin Sophia will sie die gigantische Bedrohung aufspüren und sich einem finalen Kampf stellen.

Das ist der Pressetext, den ich ganz bewusst hier rein kopiert habe. Nehmen wir mal an, der geneigte Zuschauer liest diese Geschichte und ist zusätzlich noch Fan von Fantasy-Filmen. Zudem steht auf den Cover „von den Produzenten von Harry Potter“. Na dann wird doch sicherlich gerne zugegriffen – und man wird gegen Ende komplett enttäuscht sein, denn die Fantasy-Elemente belaufen sich insgesamt vielleicht auf 10 Minuten.

Auf der anderen Seite – schaut man sich den Streifen nicht an, verpasst man aber auch ein wirklich schön bebildertes und auch glaubwürdiges Drama, das in einer Kleinstadt spielt und mit einer wirklich putzigen Hauptdarstellerin besetzt ist.

Die Auflösung des Ganzen bekommt man erst knapp vor Ende und auch diese hat mir gefallen. Da ich dieses Genre eigentlich gar nicht mag, habe ich mir diesen Film bis zum Schluss aufgehoben von allen Neuheiten, die ich da hatte. Mir hat der Streifen gut gefallen weben weil er ein völlig anderes Genre bedient als man glaubt – bei anderen Menschen dürfte das genau anders herum sein.

Die Effekte sind eigentlich recht gelungen, auch wenn natürlich hier kein Potter-Budget am Start war. Zoe Saldana versucht sich mal wieder als Schauspielerin – mit mittelprächtigem Erfolg. Sorry nix gegen die Dame, aber in Filmen wie COLUMBIANA ist sie einfach besser aufgehoben, die Psychotherapeutin nimmt man ihr nur bedingt ab.

Fazit: Nicht das was man erwartet, aber trotzdem oder deswegen (je nach Sichtweise) gelungen, zumal hier nebenbei auch noch Themen wie Mobbing angesprochen werden. Die neuklugen Sprüche der kleinen Barbara sind außerdem klasse. Aber man darf eben keinen reinen Fantasy-Streifen erwarten.

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OPEN THE DOOR (Tiberius)

am 08. August 2018 unter Horror, Suspense, Thriller abgelegt

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Der ehemalige LAPD Cop Brett arbeitet seit kurzem als Security Chef in einem alten historischen Gebäude in Bulgarien. Dort zog es ihn hin, als er seine Frau kennenlernte, die aber verstarb. Das gesamte Haus scheint bis auf den obersten Stock unbewohnt zu sein. Unten im Keller hat er lediglich die Aufgabe auf den Monitoren die Lagerräume zu überwachen und bei etwas ungewöhnlichem eine bestimmte Nummer zu wählen. Ein lockerer Job, wie sich herausstellt, denn viel passiert nicht. Dann sieht er auf einmal einen Schatten durchs Bild huschen. Ein paar Tage später entdeckt er Fußspuren. Langsam wird er neugierig was sich in den riesigen Kellerräumen verbirgt.

Ein Film mit Robert Englund deutet normalerweise immer daraufhin, dass wir es hier mit Schrott zu tun haben, den ich kann mich an keine 3 guten Filme erinnern, außer den Nightmare Teilen, in denen er mitspielte.

OPEN THE DOOR hingegen ist einer seiner besten, denn der Film schafft es, mit sehr wenigen Mitteln eine hervorragende Spannung aufzubauen. Englunds Charakter ist (man möchte sagen wie immer) etwas morbide, wird von ihm aber glücklicherweise nicht übertrieben dargestellt.

Der Streifen schafft es, das man als Zuschauer wirklich mit der Zeit neugierig wird, was denn jetzt in diesem verdammten Keller lauert.

Die Auflösung mit dem Herren im Bett (mehr kann ich leider aus Spoilergründen nicht verraten), ist zudem äußerst originell und hat einen leichten Fantasy-Touch, der aber nur angedeutet wird.

Im letzten Teil gerät OPEN THE DOOR ein wenig konservativ und orientiert sich dann doch stark an Filmen wie INSIDIOUS, denn dann kommen wieder die Toten ins Siel. Das hätte etwas origineller ausfallen können. Auch die Romanze mit der Kellnerin erschließt sich mir nicht, denn sie hat eigentlich keine Auswirkungen auf das Geschehen.

Sehr ansprechend dann die Abschluss-Szenen mit den Gesichtern am Fenster, das hat man toll eingefangen.

Fazit. Durchaus spannender und gar nicht mal dummer Horrorstreifen, der eine ganz nette Geschichte zu bieten hat. Die Schauspieler sind solide, die Kameraführung gefällt. Sehr brutal ist er nicht, so dass die FSK 16 Freigabe in Ordnung geht.

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Dont Move (Tiberius)

am 08. August 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Ein Campingtrip mitten im Paradies wird zu einem ziemlichen Alptraum… Adam und seine Frau Gwyn wandern durch die Wälder Australiens. Ein Trip, um wieder zueinander zu finden, denn aufgrund dessen, das er sehr viel herumreist, ist sie sehr oft alleine. Das hat auch dazu geführt, das sie eine Affäre hatte, die sie mit diesem Urlaube beenden will.. In der Nacht stellen sie erschrocken fest, dass eine Schlange in ihr Zelt gekrochen ist. Jede Bewegung könnte nun ihre letzte sein, denn ein Biss des giftigen Tieres endet tödlich. Problem ist: Sie haben nur eine einzige Dosis des lebensrettenden Gegenmittels bei sich. Wehrlos und gefangen in ihrem Zelt sind die beiden völlig auf sich allein gestellt. In dieser ausweglosen Situation stößt Adam zufällig auf Nachrichten von Gwyns Affäre…

Zuerst einmal handelt es sich hierbei um einen Thriller und nicht um einen Horrorfilm, wie das Cover vermuten lässt. Gemischt mit Versatzstücken des Dramas.

Eigentlich ist die Handlung recht unspektakulär. Interessant wird es eben im Zelt. Was ist wenn man von einer schwarzen Mamba eingezingelt ist und gerade erfahren hat das die Gattin einen Lover hat. Versucht man alles um sie zu retten oder ist man sich selbst der Nächste?

Diese Konstellation ist durchaus interessant, insgesamt für einen Spielfilm aber etwas zu wenig, denn trotz der recht knackigen Laufzeit ist es eben schwer, die an sich seltsame Lage so lange auszureizen.

Das hat die Regisseurin auch erkannt und fährt deshalb ein paar Trick auf in Sachen Kameraführung. Zum Beispiel die Idee das Zelt auf dem Kopf zu zeigen und immer wieder zur nächsten Szene zu schwenken ist klasse und hab ich so noch nie gesehen. Aber auch in anderen Situationen ist die Kameraführung eigentlich das Highlight des Streifens.

Insgesamt ist das durchaus ein solider Film der in der Mitte etwas durchhängt und auch die ein oder andere unlogische Stelle hat (wies löscht man nicht einfach Nachrichten des Liebhabers?). Zu Gute halte ich ihm, das er keine mutierten Monster oder sonstige Viecher auffährt, sonder einfach nur die Gefahren der Natur sprechen lässt. Das Ende ist leider etwas weit hergeholt.

Natürlich erfindet DONT MOVE das Genre nicht neu, für einen spannenden Abend jedoch ist er vollkommen ausreichend. Zudem halte ich die Regisseurin für talentiert.

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GHOSTLAND (Capelight/Alive)

am 02. August 2018 unter Reviews abgelegt

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Nach dem Tod ihrer Tante bezieht Colleen mit ihren Töchtern Beth und Vera, das alte, leer stehende Haus der Verstorbenen, das sich als sehr unheimlich erweist. Es wimmelt von Spielzeug und Puppen. Gleich in der ersten Nacht werden sie von brutalen Einbrechern überfallen. Das Trauma sitzt tief und prägt die Schwestern bis ins Erwachsenenalter.  Beth hat ihre persönliche Bewältigung im Schreiben gefunden und ist mittlerweile erfolgreiche Autorin von Horrorliteratur. Vera hingegen lebt immer noch mit der Mutter in dem alten Haus und leidet unter schlimmer Paranoia. Als Beth von ihrer Schwester einen seltsamen Anruf bekommt, eilt sie zu ihr.
Das hätte sie mal besser gelassen…..

ICH bespreche einen Film von Pascal Laugier. Leute die mich kennen, halten das sicher für keine gute Idee, denn im Gegensatz zu der allgemeinen Meinung vieler Horrorfans, halte ich dessen Kultstreifen MÄRTYRS für absoluten Müll, bei dem es wirklich an allem fehlt – besonders an Atmosphäre.

Aber hee, der Mann kann ja doch was. Dies bewiest er uns jetzt mit dem wirklich gelungenen Ghostland, der eigentlich eine im Grundsatz eher simple Houseterror-Geschichte erzählt, die aber im Verlaufe des Films eine sensationelle Wende erfährt, die dem Film richtig Pluspunkte beschert.

Im Gegensatz zu Märtyrs gelingt dem Regisseur hier auch eine schöne Atmosphäre, unterlegt von einem kongenialen Soundtrack, aufzubauen, an dem Mylene Farmer, die die Mutter der beiden Kids spielt, übrigens nicht mitgeschrieben hat. Die „Madonna“-Frankreichs, die dort Stadien füllt und hier kaum bekannt ist, spielt die Rolle auch durchaus ansprechend.

Zwar bleibt hier auch jegliches Motiv der Einbrecher im Unklaren und die beiden sind zudem schon morbide Figuren – das ist aber immer noch 1000 mal besser als dieses unsägliche Sado-maso-alter-Leute Geschwurbel wie in Märtyrs.

Sehr stimmig auch der Abschluss. Die Szene in der Mylene Farmer sagt „willst du das wirklich tun“ und das darauffolgende Geschehen ist nicht nur von der Idee grandios, sondern auch toll bebildert.

Zudem hat man beim Casting alles richtig gemacht. Da die Ereignisse schließlich 16 Jahre auseinander liegen, brauchte man für Beth und Vera natürlich 2 verschiedene Schauspielerinnen. Besonders gelang das mit der Besetzung von Crystal Reed und Emilia Jones, die sich im normalen Leben wirklich NULL ähnlich sehen, hier aber tatsächlich die gleiche Person sein könnten.

Insgesamt ist die Geschichte aber nicht wirklich neu. Dennoch ist das eben alles spannend inszeniert und die beiden Wendungen sind klasse – genau wie die Ausstattung des Hauses und des „Wagens“

Wie der Film es geschafft hat, in dieser Version ungeschnitten ab 16 durch die FSK zu kommen, ist mir unbegreiflich. Insbesondere die seelischen Grausamkeiten sind doch teilweise sehr verstörend, und auch sonst gibt es einige deftige Gewalteinlagen.

In einem ändere ich meine Meinung jedoch nicht, denn Laugier hat definitiv einen an der Klatsche und wirkt im Interview, als hätte er sich 1 Kilo Speed reingepfiffen. Wahrscheinlich kann man aber auch nur so solche Drehbücher schreiben. In diesem Film ist es überraschend gut umgesetzt worden.

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ALLES GELD DER WELT (Universum Film)

am 02. August 2018 unter Biopic, Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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1973 wird der 16-jährige Paul, Enkel des milliardenschweren Öl-Magnaten J. Paul Getty, in Rom entführt. Die Kidnapper verlangen läppische 17 Millionen Dollar Lösegeld, doch Opa denkt nicht im Traum daran dieses zu bezahlen. Der moderne Dagobert Duck und Griesgram hält das Ganze für eine Inszenierung und fürchtet Nachahmer – schließlich hat er 13 weitere Enkel und wäre danach (wenn er jedes Mal zahlen würde) pleite. Nur Pauls verzweifelte Mutter Gail kämpft weiter um das Leben ihres Sohnes. Unermüdlich versucht sie, den alten Getty umzustimmen und verbündet sich schließlich mit dem Sicherheitsberater, dem Ex-CIA Mann Fletcher Chase. Dieser steht eigentlich auf der Gehaltsliste von Getty, doch dessen Verhalten widert ihn an und so versucht er seine Kontakte spielen zu lassen ….Den beiden bleibt aber nur noch wenig Zeit, bis das Ultimatum abläuft – und ein Ohr fehlt dem Jungen bereits….

Anscheinend war es jedem außer mir bekannt, dass der Film schon fertig gedreht war und dann die Szenen mit Christopher Plummer komplett nochmal eingespielt wurden, da dessen Rolle mit Kevin Spacey besetzt war, der aber nach seinen Skandalen (die ich persönlich aber völlig überbewertet finde und nicht rechtfertigen den Mann dermaßen niederzumachen) nicht mehr Ridley Scotts Vertrauen besaß, bzw. man fürchtete, dass der Film an den Kinokassen abschmiert.

Obwohl Spacey eigentlich eh viel zu jung war, hat man diesbezüglich mit Christopher Plummer, der Zeit seines Lebens für meine Begriffe als einer der unterschätztesten Schauspieler in die Filmgeschichte eingehen wird, die perfekte Besetzung gefunden.

Allerdings (und dafür habe ich Zeugen^^), war mein erster Eindruck nach dem Film, dass er dramaturgisch doch merkwürdig daherkommt und zusätzlich einen mauen Spannungsbogen hat. Alles wirkt irgendwie zusammengestückelt und passt nicht zur bekannten Professionalität des Regisseurs. Aber die Erklärung woran das liegt, habe ich ja jetzt hierfür bekommen.

Zwar wird der Streifen im zweiten Abschnitt deutlich besser, bis dahin zieht sich das Ganze aber ganz schön in die Länge und Mark Wahlberg finde ich irgendwie fehlbesetzt, ohne dass dies an seiner schauspielerischen Leistung läge, aber irgendwie kaufe ich ihm das Ganze nicht ab.

Auch hier wird wieder behauptet, das sich das Gezeigte ganz nahe an den tatsächlichen Ereignissen des Jahres 1973 bewegt, was ich in manchen Punkten aber nur bedingt glauben kann, weil mir viele Dinge recht unglaubwürdig erscheinen (würde zu vielen Spoilern führen).

Wer sich für die Geschichte interessiert, kann das ganze bei Wikipedia nachlesen, da gibt es einen sehr interessanten Bericht.

Eine echte Entdeckung in diesem Streifen ist Charlie Plummer, der mit seinem nuancierten Spiel und den Kulleraugen alle aussticht und, so weit mir bekannt, nicht mit Christopher verwandt ist.

So bleibt unter den Strich ein grundsolides Entführungsdrama. Aber man hat von Scott schon besseres gesehen. Die Oscar-Nominierung für den mittlerweile 88-jährigen Christopher Plummer halte ich allerdings für vollkommen gerechtfertigt – nicht nur weil er die Rolle perfekt verkörpert, sondern weil er auch innerhalb weniger Wochen die ganzen Nachdrehs schaffte – und das in diesem Alter.

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EYE ON JULIET (MFA/Alive)

am 02. August 2018 unter Drama abgelegt

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Dies ist der offizielle Text zur Beschreibung des Films

EYE ON JULIET ist ein Film über die Liebe in Zeiten der totalen Überwachung und über das Überwinden von Vorurteilen. Es ist ein Film, der es schafft, gleichzeitig spannend und intensiv wie auch romantisch und einfühlsam zu sein – was er nicht zuletzt dem Hauptdarsteller Joe Cole verdankt. Der Oscar-nominierte, kanadische Regisseur Kim Nguyen selbst bezeichnet das Drama als “utopische Träumerei, die Mauern der Technologie und des Glaubens zu stürzen, die unsere Welt auf so viele Arten spalten.”

Oh je, oh je, das hört sich nach derartig schwerer Kost an, das mancher sicher keine Lust hat, sich den Streifen anzusehen. Doch so Arthousemäßig wie das dort beschrieben wird, ist EYE ON JULIET gar nicht…..es handelt sich um ein wirklich interessantes Drama, mit einer spannenden Ausgagslage, denn Joe sitzt eben Tausende von Kilometern weit entfernt und versucht ihr mit Hilfe einer Drohne, über die er mit ihr sprechen kann, zu helfen.

Das ist mal grundsätzlich eine wirklich nette Idee. Nach einem etwas langwierigen Anfang kommt der Streifen dann auch in die Gänge und die Geschichte entwickelt sich sehr interessant weiter.Wie es Joe gelingt dem Mädchen, in das er sich irgendwie auch verliebt hat, zu helfen, ist wirklich einer der originellsten Ansätze der letzten Jahre und eine der strangesten Liebesgeschichten, wobei ich EYE ON JULIET nicht wirklich als einen romantischen Film bezeichnen würde.

Zudem muss ich trotzdem sagen, das man am Ende des Streifens meint, das hier irgendwie noch ein wenig mehr drin´gewesen wäre, ohne das ich genau definieren kann, was mir gefehlt hat oder was genau man hätte anders machen können. Ein wenig mehr Spannung hätte man aufgrund der Thematik durchaus einfließen lassen können.

Die letzten 5 Minuten hingegen finde ich großartig und bilden einen gelungen Abschluss, unter einem der ungewöhnlichsten Filme des laufenden Jahres.Trotz kleiner Abzüge in der B-Note gibt’s hierfür:

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MOLLYS GAME (Universum Film)

am 20. Juli 2018 unter Biopic, Drama, Suspense abgelegt

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MOLLY’S GAME beruht auf einer recht obskuren, realen Geschichte. Für den Zuschauer beginnt alles als sie eines Nachts von schwer bewaffneten FBI-Agenten festgenommen wird. Sie ist sich keiner Schuld bewusst, denn sie organisierte zwar Poker-Runden für reiche Gäste unter anderem Schauspieler oder Sportler. Sie nahm sich aber kein Geld von den Einsätzen und Gewinnen, denn das wäre strafbar gewesen,.Leider stellte sich heraus, das auch die russische Mafia an diesen Spielen teilnahm, was dem FBI gar nicht gefiel. Merkwürdig wird es, als Molly die Namen ihre Gäste verschweigt und sich damit noch tiefer in die Misere reitet, aus der sie der renommierte Anwalt Jaaffey nun herauspauken soll, Kein leichtes Unterfangen.

Molly gibt es wirklich und beim googeln kann man eine recht ausführliche Biographie nachlesen – wenn ich das nun alles auch erzählen würde, könnte das zu Langeweile des Lesers führen.Wenn man keine Ahnung hat, wer die Dame ist, sollte man sich meiner Meinung nach aber vorher gar nicht informieren, sondern einfach den Film genießen, der laut der echten Molly Bloom, ganz nahe an der Realität ist, wie sie in den Extras bestätigt.

Da mittlerweile bekannt sein sollte, das ich Jessica Chastain extrem gerne sehe, weil sie irgendwie in jeder Rolle überzeugt, war der Film für mich eh schon Pflicht, hätte aber nicht gedacht, dass er so spannend ausfällt.

Großartig auch die tollen Wortduelle zwischen Chastain und ihrem Anwalt Idris Elba, die sich bei ihren Begegnungen einen gekonnten Schlagabtausch liefern. Ich bleibe auch dabei, das der Mann einfach für positive Rollen geschaffen ist. Die beiden Filme, in denen er den vermeintlich Bösen spielte, fand ich kompletten Müll.

So ist aufgrund der spannenden Erzählweise der Film auch für Menschen interessant, die von Poker nichts verstehen. Die wenigen Szenen, bei denen man die Karten sieht, werden zudem sehr gut von Molly aus dem Off erklärt, so das auch jeder problemlos mitkommt, der dieses Spiel nicht beherrscht.

So bleibt unter dem Strich ein hervorragend gespieltes Drama, mit vielen spannenden, aber auch einigen amüsanten Momenten. Auf jeden Fall sehenswert.

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THE RESURRECTED (Koch Media)

am 20. Juli 2018 unter Horror abgelegt

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Nachdem der wohlhabende Chemiker Charles Dexter Ward eine Kiste mit alten Familienerbstücken erhalten hat, beginnt er sich zusehends zu verändern. Dies beunruhigt seine Ehefrau Clare so sehr dass sie sich an den Privatdetektiv John March wendet, um die Ursache zu ergründen. Die Erkenntnisse, die John im Zuge seiner Ermittlungen gewinnt, sind jedoch alles andere als erfreulich: So lässt sich der immer weiter von der Außenwelt abschottende Charles größere Mengen Blut und Leichenteile in das abgeschiedene Haus seines Vorfahren Joseph Curwen liefern, in das er sich zurückgezogen hat. Es scheint beinahe so, als ob er von dem Geist seines Ahnen besessen sei, der als Alchemist mit Leben und Tod experimentiert hatte…

Ich habe diesen Film 1991 gesehen, konnte mich aber nicht wirklich daran erinnern, da ich seitdem sicherlich weitere 10000 konsumiert habe, verband aber nichts negatives mit ihm und habe ihn mir im Zuge der Neuveröffentlichung von KOCH jetzt noch einmal angeschaut.

Die Geschichte ist zwar grundsätzlich interessant, wird gegen Ende aber relativ krude und gerät auch eine halbe Stunde zu lang. Nicht das man sich in dieser Zeit langweilen würde, aber trotzdem hätten 90 Minuten auch gereicht.

In einer der Hauptrollen ist unter anderem Chris Sarandon zu sehen, der Bruder von Susan, der unter anderem im allerersten CHUCKY mitspielte und Ende der 80er und Anfang der 90er in sehr vielen kleinen B-Movies zu bewundern war.

Die fast 30 Jahre hat der Film aber überraschend gut überstanden, denn die ganze Machart wirkt nicht irgendwie altbacken, sondern man erkennt nur an den Klamotten, das es keine aktuelle Produktion ist zumal das Bild auch klasse restauriert ist. Natürlich geht der Streifen gegen Ende etwas in die Knie, als die Special Effects hinzukommen, die natürlich nicht mehr zeitgemäß sind, wie sollten sie auch?

Wer den Film bislang nicht besitzt, kann hier zuschlagen, zumal dies die ungeschnittene Fassung ist.

WIE EIN LICHT IN DUNKLER NACHT (Koch Media)

am 20. Juli 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Linda Voss ist Halbjüdin und darf im Jahre 1940 dank ihrer Deutschkenntnisse für den Anwalt Ed Leland arbeiten. Der Übersetzer-Job ändert sich schlagartig, als die Amerikaner in den Zweiten Weltkrieg eintreten und damit beginnen, das Deutsche Reich mit Spionen zu infiltrieren. Zudem hat sie längst herausgefunden das Leland ein Spion ist und die Kanzlei nur eine Fassade. Die ehrgeizige Linda bekniet Leland, mit dem sie inzwischen eine Affäre hat, solange, bis dieser sie als Agentin in die faschistische Hochburg schleusen lässt, weil sie eben perfekt deutsch kann. Tatsächlich schafft es die unerfahrene Linda, als Berliner Hausmädchen getarnt, geheime Unterlagen auf Mikrofilm zu bannen. Doch die Rückholaktion gestaltet sich schwierig.

Als der Streifen im Jahre 1992 auf den Markt kam, habe ich es vermieden ihn anzusehen, weil die damaligen Kritiken alle in Richtung Liebesgeschichte im zweiten Weltkrieg hindeuteten, doch ein Vierteljahrhundert später wurde ich eines besseren belehrt.

Da KOCH mir den Film zuschickte, dachte ich mir..na ja lässt ihn eben mal nebenbei laufen. Allerdings änderte sich das schon nach etwa 10 Minuten und ich begann aufmerksam hinzuschauen, denn schnell war der Film fesselnd und hatte eine interessante Geschichte zu bieten, die ich mir vorher übrigens nicht durchgelesen hatte.

Manchmal soll man doch vielleicht nicht zu sehr auf andere Kritiker hören, denn eine Liebesgeschichte ist sicherlich vorhanden, doch die nimmt bestenfalls 10 % der 132 Minuten ein.

Ansonsten handelt es sich hierbei um einen spannenden Agententhriller mit einer Melanie Griffith, die ich noch nie so gut gesehen habe. Die Chemie mit Michael Douglas stimmt ebenfalls. In einer Nebenrolle ist unter anderem auch der junge Liam Neeson dabei.

Hier gibt es zudem ständig überraschende Wendungen und Twists, so das der Film über die doch stattliche Laufzeit nie langweilig wird. Von Liebesmelodram kann wirklich keine Rede sein, denn die Romanze zwischen den beide Protagonisten gehört zwar dazu, rückt aber nie wirklich in den Vordergrund.

Spannender, zu Unrecht von mir lange Zeit nicht beachteter Streifen für Fans des klassischen Agentenfilms. Obwohl ich normalerweise für Filme vor dem Jahre 2000 keine Wertung vergebe mache ich hier eine Ausnahme, um die Qualität des Streifens zu untermauern.

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LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE (Koch Media)

am 10. Juli 2018 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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An einem flirrend heißen Sommertag auf Korsika treffen in einer Burgruine mit Meerblick aufeinander: Malerin Luce und ihre beiden Lover, ein spleeniges Gangster-Trio, das gerade einen blutigen Überfall auf einen Gold-Transport durchgeführt hat, zwei in schweres dunkles Leder gekleidete Motorrad-Cops und drei scheinbar arglose Touristen. Ohne Rücksicht auf Verluste gehen alle Beteiligten aufeinander los, im Kampf um Leben und Tod – und um 250 Kilo reines Gold. Am nächsten Morgen gleicht das verlassene Örtchen einem blutigen Schlachtfeld…

So (leicht verändert) der Pressetext. Immerhin hat man es geschafft, meine Zusammenfassung, um 2 Zeilen zu übertreffen, denn mir wären definitiv nicht mehr eingefallen. Die Geschichte passt auf ein Post-It, soll aber wohl auch nicht zwingend die Intention sein.

Hier geht es darum in künstlerischen Kameraaufnahmen und Bildverfremdungen zu zeigen, das Arthouse-Kino auch schön brutal sein kann. Zudem bin ich froh, das ich das Internet habe, denn neben dem mir bekannten Giallo, hatte Italien auch den Poliziotti zu bieten, an dem sich dieser Film angeblich orientiert. Na dann.

Nach einer durchaus interessanten Einführung mit 2 pfiffigen Ideen, kommt erst mal Langeweile. Nach dem Überfall und dem Eintreffen der Polizei wird das ganze aber sogar recht spannend und hat in diesem Abschnitt sogar eine stringente und nachvollziehbare Handlung zu bieten.

Leider begeht man am Schluss den Fehler sich zu sehr in seine Bildverfremdungen zu verlieben und so geraten die letzten 10 Minuten leider arg überzogen.

Die beiden Regisseure haben vorher auch schon AMER gedreht und der ist auch perfekt als Referenz geeignet. Wer den mochte dürfte auch hier seine wahre Freude haben. Für Menschen die einen gradlinigen Actionthriller sehen möchten, dürfte das ein wenig too much Arthouse sein.

Ich selbst kann mich auch nicht wirklich entscheiden, denn teilweise waren die verwendeten Ideen (zum Beispiel die ständigen Zeitangaben) originell, manchmal aber übertreibt man es dann wieder total mit den bildlichen Experimenten.

Eine realistische Bewertung kann ich hier nicht geben, denn es wird Leute geben die begeistert aufschreien und von Kunst schwärmen, und andere werden das als kompletten Schrott bezeichnen. Ich liege irgendwo dazwischen.