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SUMMER OF 84 (Pandastorm/Edel Germany)

am 16. Oktober 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Vier Freunde schlagen die Zeit zwischen Baumhaus, Bowlingbahn und BMX-Fahrten tot – was soll auch schon in so einem öden Vorort groß passieren? Doch dann fällt Hobby-Verschwörungstheoretiker Davey auf, das in letzter Zeit in der Nähe viele Kinder verschwunden sind. Er verdächtigt ausgerechnet seinen Nachbarn Wayne Mackey, denn wieso kauft er so viel Erde und Gartengeräte wie Hacke und Schaufel? Seine Freunde glauben ihm erst nicht, denn er kommt eigentlich jede Woche mit merkwürdigen Theorien, doch sie helfen ihm trotzdem bei der Überwachung des Polizisten. Nach und nach verdichtet sich tatsächlich die These, dass der Nachbar der Mörder sein könnte, doch wer wird den Jungs glauben? Ihre angeblichen Beweise sind alles nur Indizien….

Wie der Titel bereits suggeriert, spielt der wirklich unterhaltsame Thriller im Jahre 1984 und ist insgesamt vor allem sehr schön gestaltet. Der Hauptdarsteller ist zum „damaligen Zeitpunkt“ übrigens genauso alt wie ich. So kann ich auch ganz gut beurteilen, dass der Streifen viel Liebe zum Detail mitbringt.

Ich versuche bei Filmen, die in diesem Jahrzehnt spielen, aber heute gedreht wurden, immer irgendwelche Fehler in Sachen Ausstattung oder Kleidung zu finden – jedoch ist mir nichts aufgefallen.

Ein wenig erinnert SUMMER OF 84 natürlich an die mittlerweile zur Kultserie avancierten STRANGER THINGS, wobei sich das eher auf die Protagonisten, denn auf die Handlung bezieht, die völlig anders gelagert ist.

Der große Pluspunkt, den ein Film aus dem Jahre 2017 zu einem aus den 80ern hat sind die Dialoge, denn wenn man sich alte Streifen aus diesem Jahrzehnt anschaut, benutzt man da Worte und Sätze die heutzutage völlig out sind und teilweise total lächerlich wirken.

Die Geschichte an sich wurde ja so durchaus schon öfters erzählt, siehe DAS FENSTER ZUM HOF oder auch DISTURBIA, in denen immer der Nachbar der Verdächtige ist, aber selten so charmant wie hier. Auch wenn die Jungs natürlich ein wenig den typischen Klischees entsprechen (der Schlaue, der Dicke, der Coole und der Intellektuelle) macht es trotzdem Spaß den Kerlen bei der „Arbeit“ zuzusehen.

Am Ende gibt es zudem noch eine faustdicke Überraschung und man lässt sich zudem Spielraum für einen zweiten Teil, der wünschenswert wäre.

Sehr schön auch die musikalische Untermalung im typischen 80er Synth-Sound Gewand, welcher durch John Carpenter mitgeprägt wurde und der diese liebevolle Hommage an Filme wie GOONIES noch unterstützt.

Ein kleiner Geheimtipp.

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SLASHER – STAFFEL 2 (Justbridge)

am 16. Oktober 2018 unter Horror, TV-SERIE abgelegt

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Eine Gruppe Twens hat vor 5 Jahren im Summercamp einen Mord begangen. Nun wurde das Anwesen gekauft und es sollen Tennisplätze errichtet werden. Dumm nur, das dies ausgerechnet dort passieren soll, wo die Leiche vergraben liegt. Also trifft man sich, um das Problem zu beseitigen. Das Haus des ehemaligen Camps bewohnt mittlerweile eine spirituelle Gruppe, die das Quintett aber herzlich aufnimmt. Diese quartiert sich unter dem Vorwand einer Wiedersehensfeier dort ein. Soweit so gut, doch dann kommt es zu den ersten Morden und nach und nach müssen die Herrschaften mit der Wahrheit rausrücken, denn die Schneemobile würden manipuliert und die nächste Station ist satte 30 Meilen entfernt – und das im tiefsten Winter. Doch dann wird einer nach dem anderen ermordet und merkwürdigerweise auch Mitglieder der neuen Bewohner, die ja eigentlich gar nichts mit den damaligen Geschehnissen zu tun haben….

SLASHER geht bereits in die zweite Runde. Witzigerweise hat man, ähnlich wie bei AMERICAN HORROR STORY, einige Darsteller der ersten Staffel wieder mit dabei. Es handelt sich jedoch um eine völlig neue Geschichte, die absolut nichts mit dem Vorgänger zu tun hat, den man nicht kennen muss, um hier mitzukommen.

Und aus meiner Sicht ist die zweite Staffel auch in allen Belangen besser. Zwar

Natürlich kommt einem die Geschichte bekannt vor, da ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST hier als Vorbild dient, doch eine Gulaschsuppe hat ja auch immer die gleichen Zutaten und schmeckt trotzdem lecker. Zudem schafft man es, ähnlich wie im Vorgänger, immer wieder neue Fährten zu legen.

Teil 2 ist schon deshalb spannender, weil sich alles in einer überschaubaren Umgebung abspielt und der tiefe Winter eine Flucht nicht zulässt. So wird also nach und nach einer nach dem anderen ausgeschaltet und irgendwann gehen dem Zuschauer dann auch die Verdächtigen aus. Die Wende gegen Ende ist absolut sensationell und ich muss zugeben, das ich nie und nimmer darauf gekommen wäre, obwohl sie im Nachhinein durchaus Sinn ergibt.

Zum ersten Mal seit langem gebe ich auch der FSK recht, die in den letzten Jahren wieder jeden Mist ab 18 Jahren freigab, obwohl die Filme total harmlos waren. Hier ist das anders, die Morde sind teilweise doch ziemlich derb und auch einige andere Szenen recht deftig. Da spritzt das Kunstblut ganz schön durch die Gegend.

Nochmals, auch wenn diverse Schauspieler der ersten Staffel hier wieder mit an Bord sind – die beiden Teile sind in sich abgeschlossen und man kann problemlos die Fortsetzung schauen ohne jegliches Hintergrundwissen aus dem ersten Teil mitzubringen.

Natürlich gibt es, wie immer bei solchen Filmen, die ein oder andere Logikschwäche und das Verhalten der Protagonisten ist nicht immer nachvollziehbar, aber wenn ich sehe wie ein Schrottfilm wie DONT MOVE überall hochgeschrieben wird, obwohl er mehr Logikfehler hat, als zu ertragen sind, kann man hier über kleinere hinwegsehen. Ich habe die ersten 5 Folgen übrigens am Stück geschaut, was mir nur ganz selten passiert. Fieserweise gibt es aber auch praktisch am Ende jeder Folge einen Cliffhanger.

Fazit: Spannend und sehenswert und deutlich besser als der schon nicht schlechte Vorgänger.

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DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE (Universum Film)

am 16. Oktober 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Um ihrem gewalttätigen Ehemann zu entkommen, flieht Rose mit ihren vier Kindern von England nach Amerika und lässt sich dort auf dem abgelegenen Anwesen Marrowbone nieder. Doch Rose erkrankt aus heiterem Himmel und stirbt wenige Tage später. Dies kann durchaus zu einem Problem werden, denn keiner der Söhne ist bereits 21 und man kann ihnen daher das Haus wegnehmen. Also muss man vor den Einwohnern verbergen, das die Mutter nicht mehr lebt, da sonst das Waisenhaus droht. Das gestaltet sich jedoch zunehmend schwerer, denn der neugierige Anwalt Porter hat Lunte gerochen und Jack ist in ein Mädchen verliebt. Zudem scheint es in dem Haus zu spuken. Man hört merkwürdige Geräusche und insbesondere der kleinste der vier, Sam, erzählt ständig von einem Geist….

Um das erst einmal klarzustellen. Sowohl Cover als auch Trailer, als auch Titel deuten hier auf einen Horrorfilm hin Das ist MARROWBONE aber nicht. Zwar sind ein paar kleine Elemente enthalten, doch eigentlich ist das hier ein Sozialdrama, welches in den 60ernn spielt und später mit etwas Thrill und ganz leichten Horrorschnipseln ausgeschmückt wird.

Ich betone das deshalb, weil die meisten Menschen sonst wieder mit einer ganz anderen Vorstellung an diesen Film herangehen werden und sich danach fragen, wo hier der Horror geblieben ist, den der Trailer suggeriert.

Als Familiendrama weiß der Streifen nämlich durchaus zu überzeugen und die vier Geschwister, von denen ich nur Charlie Heaton kannte, weil er in STRANGER THINGS mitspielt, machen ihre Sache durchaus ordentlich.

Wer also hier ein gutes Drama sehen will, kommt auf seine Kosten – ich befürchte nur das die wenigsten mit dieser Erwartung an MARROWBONE herangehen werden und dann enttäuscht sind. Der Streifen bekommt auf imdb eine sehr gute Durchschnittsnote, der ich mich auch in etwa anschließen würde.

Zudem gibt es gegen Ende noch einen sehr schönen Twist, auf den ich nie und nimmer gekommen wäre und der das ganze dann noch ein wenig aufwertet und einen halben Chucky dazu ergattert.

Fazit: Ansprechendes Familiendrama in schöner Optik und guten Darstellern. Allerdings weit entfernt von einem Horrorfilm, darüber muss sich jeder im klaren sein, der diesen Streifen kauft oder ausleiht.

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JOSHUA (Koch Media)

am 16. Oktober 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Die Welt der Familie Cairn ist einigermaßen in Ordnung. Vater Brad ist Banker an der Wall Street, Mutter Abby hat soeben Sprössling Lily zur Welt gebracht, leidet allerdings unter Depressionen. Ihr neunjähriger Sohn Joshua ist ein hochbegabtes Kind, das sogar mindestens eine Klasse überspringen soll und für sein Alter schon virtuos am Klavier ist. Als jedoch das Baby nicht aufhören will zu schreien, dreht Abby irgendwann durch. Zudem stellt Joshua merkwürdige Fragen. Kurz darauf verunglückt die Mutter von Brad und in dem regt sich der Verdacht, das sein Sohn gar nicht so ein Unschuldslamm ist, wie es nach außen scheint.

In der ersten Veröffentlichung als DVD von 2007 stand als Untertitel noch KIND DES TEUFELS – das hat man sich hier zum Glück erspart, denn das ist mal wieder kompletter Unsinn, denn der Film hat mit einem Horrorfilm nun mal gar nichts zu tun und ist eigentlich nicht mal ein Thriller, sondern ein Psychodrama.

Hätte man sich den ersten Teil des Namens einer der Hauptdarsteller mal besser zu Herzen genommen, das ist nämlich Sam ROCKwell, der hier mit Vera Farmiga die Eltern des gar nicht so harmlosen Rackers spielt.

Denn Tempo fehlt diesem Film von Anfang an. Man versucht zwar sehr schön dem Zuschauer die Charaktere näher zu bringen, verwendet dafür allerdings doch etwas viel Zeit, denn es dauert eigentlich fast 50 Minuten, bis mal endlich etwas nennenswertes passiert.

Der Junge der Joshua gibt, liefert allerdings eine formidable Leistung ab und spielt die beiden gestandenen Stars locker an die Wand und das nur mit minimalen Gesichtsausdrücken. Jedoch hat man von ihm nicht mehr viel gesehen in den letzten 10 Jahren, was mich wundert, denn der Junge hat Talent. Lediglich im STAR TREK REBOOT als ganz junger SPOCK hatte er einen kurzen Auftritt.

JOSHUA ist kein schlechter Film, er kommt nur einfach zu spät in die Gänge. Zudem ist das Ende sehr abrupt und wird nur von Leuten verstanden werden, die dem englischen mächtig sind (mehr kann ich aus Spoilergründen leider nicht verraten).

Kann man sich ansehen, muss man aber nicht – hier wurde etwas Potenzial verschenkt, dachte sich wohl auch Farmiga und spielte ein paar Jahren später in ORPHAN mit, der ähnlich gelagert, aber deutlich spannender ist.

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THE LODGERS (Lighthouse)

am 03. Oktober 2018 unter Horror abgelegt

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Ein alter Familienfluch sperrt die verwaisten Zwillinge Rachel und Edward in ihrem Zuhause ein – als Strafe für die Sünden ihrer Vorfahren. Tagsüber können sie sich frei bewegen, doch ab Mitternacht gehört das Haus den „anderen“. Zudem dürfen keine fremden Menschen das Haus betreten. Als sich Rachel in einen Jungen verliebt, führt das natürlich zu Komplikationen, auch weil die Zwillinge füreinander bestimmt sind. Ebenso wie der Besuch des Anwaltes Birmingham, der den beiden nahelegt, das Haus zu verkaufen, denn es befindet sich in einem miserablen Zustand und auch Geld ist keins mehr vorhanden. Doch beides lassen die „anderen“ nicht zu und es kommt zu einer Katastrophe.

Ein wenig schwierig diesen Film zusammenzufassen, denn man läuft doch Gefahr zu viel zu verraten. Der Streifen erinnert anfangs ein wenig an THE OTHERS, schlägt dann aber doch eine komplett andere Richtung ein und benutzt auch CGIs, die bei dem vermeintlichen Vorbild nicht vorhanden waren. Diese sind allerdings für einen so kleinen Film sehr gelungen.

Das der Film in den 20er Jahren spielt unterstützt die gesamte Atmosphäre und auch die Musik passt sehr schön dazu. Es dauert allerdings ein wenig, bis man versteht worum es eigentlich geht und alles aufgeklärt wird am Ende auch nicht.

Die beiden Schauspieler machen ihre Sache gut, besonders Charlotte Vega spielt Rachel hervorragend und auch glaubwürdig. Sie hatte auch bereits einen kleinen Auftritt in DER BUCHLADEN DER FLORENCE GREEN. Hauptrollen blieben ihr bis zu LODGERS versagt, aber ich denke, das wird sich in Zukunft ändern.

Allerdings ist das hier wirklich ein Film für Menschen, die zum Beispiel Sachen wie THE AWAKENING mochten, denn Blut gibt es fast keines und der Film lebt fast nur durch seine schicke Atmosphäre und der Kamera, die insbesondere in den Innenszenen sehr schöne Schwenks macht.

Unter dem Strich ein recht gelungener Horrorstreifen, dem man das geringe Budget nicht unbedingt ansieht. Das Ende bleibt zwar relativ offen, das hat mich aber nicht wirklich gestört.

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WELTENGÄNGER (Capelight/Alive)

am 03. Oktober 2018 unter SciFi abgelegt

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Kirill ist ein junger und talentierter Computerspiel-Designer mit einem gut bezahlten Job Er führt ein nahezu perfektes Leben – bis zu dem Tag, an dem sich alles ändert: In seiner Wohnung lebt plötzlich eine fremde Frau und weder Freunde noch Verwandte können sich an ihn erinnern. Es scheint, als wäre seine gesamte Existenz ausgelöscht worden. Auf der Suche nach Antworten findet Kirill heraus, dass er als „Weltengänger“, eine Art Wächter zwischen den Parallelwelten, auserwählt worden ist. Um sein früheres Leben zurückzugewinnen, muss Kirill das Rätsel um die geheimnisvollen Welten lösen – und entdeckt dabei etwas, das größer ist als alles, was er sich vorstellen kann …

Ich habe hier mal relativ dreist den Pressetext übernommen, weil er wirklich genau das wiedergibt, was in dem Streifen zu sehen ist, ohne zu viel zu verraten. Von daher fand ich es unsinnig, mir etwas komplett anderes auszudenken.

Der Film spaltet die Gemüter auf so ziemlich jeder Seite, sei es amazon oder imdb oder ofdb. Die russische Produktion ist aber auch wirklich sehr schwierig zu bewerten. Die Geschichte ist durchaus interessant und schreit eigentlich nach einem amerikanischen Remake, das dann vielleicht etwas konventioneller ausfallen dürfte.

Die Schauspieler und auch die Synchronisation wirken an manchen Stellen etwas steif. Das ganze wird aber wieder kompensiert, durch wirklich interessante Ideen, ich nenne als Stichworte nur mal „Funktionale“ oder „die verschiedenen Türen“.

Ich weiß nicht wie hoch das Budget für diesen Streifen war, aber die Effekte sind wirklich gelungen – da haben die Russen doch ganz schön aufgeholt und schafften es auch schon in anderen Filmen mit den Amerikanern gleichzuziehen – und das bei deutlich geringeren Kosten.

WELTENGÄNGER ist aber trotzdem ein schwieriges Thema. Mir persönlich hat der Film gut gefallen, ich kann aber auch verstehen, wenn man hiermit so gar nichts anfangen kann. Die Liebesgeschichte hätte man sich allerdings echt schenken können oder ihr zumindest deutlich weniger Zeit widmen.

Insgesamt ist eine objektive Bewertung schwer, daher lasse ich diese mal offen.

HOUSESITTER (Koch Media)

am 03. Oktober 2018 unter Komödie abgelegt

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Eigentlich hat Architekt Newton Davis alles, was er sich immer wünschte. Einen tollen Job, die große Liebe und sogar schon ein gemeinsames Traumhaus. Und dann kommt der große Knall: Becky hat nämlich überhaupt keine Lust zu heiraten und auch nicht mit ihm in diesem Haus zu wohnen. Da steht er nun – fast pleite, denn in dieses Gebäude hat er fast sein ganzes Geld hineingepumpt. Frustriert kommt es danach zu einem One Night Stand mit der Kellnerin Gwen. Das sieht diese aber ganz anders, denn als sie seine Geschichte hört, fährt sie einfach in die Kleinstadt, gibt sich als Ehefrau von Newton aus und zieht auch sofort ins Haus ein. Bis der „Gatte“ dies mitbekommt, hat sie mit ihrem Charme schon alle angesteckt und es scheint kein zurück mehr zu geben.

Wenn es etwas gibt, wo man immer befürchten muss, das es fürchterlich in die Hose geht, sind es Komödien aus den 80ern und Anfang der 90er. Der Humor hat sich heutzutage einfach zu sehr verändert und von wenigen Beispielen abgesehen („Dream Team“, „Immer Ärger mit Bernie“) fragt man sich immer, wieso man das alles mal lustig fand.

HOUSESITTER jedoch besteht den Test of Time erstaunlich gut. Die Dialoge wirken keinesfalls altmodisch und die Geschichte könnte auch heute so gedreht werden.

Goldie Hawn ist hier natürlich in einer Paraderolle zu sein, denn die quirlige, kleine Gattin von Kurt Russell, war schon immer prädestiniert für Komödien und feierte in diesem Genre auch die größten Erfolge, wie auch Steve Martin.

Um beide ist es aber mittlerweile sehr ruhig geworden. Ich kann mich nicht erinnern, einen in den letzten Jahren mal auf der Leinwand gesehen zu haben – wahrscheinlich genießen sie ihre Rente.

Das Bild des Streifens ist in Ordnung, hat in hellen Szenen jedoch hier und da mit Grieseln zu kämpfen, besonders bei den Außenaufnahmen. Der Ton ist in Ordnung, spielt bei einer Komödie aber auch nicht wirklich eine große Rolle.

Fazit: Spritzige und an machen Stellen wirklich urkomische Komödie, deren Ende allerdings ein wenig arg kitschig gerät. Trotzdem wirklich auch heute noch lustig und sehenswert, alleine schon wegen der beiden Hauptdarsteller.

DIE UNZERTRENNICHEN (Koch Media)

am 03. Oktober 2018 unter Drama, Klassiker abgelegt

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Beverly und Elliot Mantle sind als eineiige Zwillinge nicht nur in ihrem Beruf als Gynäkologen, sondern auch bei der Damenwelt durchaus erfolgreich. Man teilt sich dabei jede Frau, was denen natürlich gar nicht auffällt, Nur die Schauspielerin Claire durchschaut das Spiel der beiden. Kein Problem für Elliot, dann wird sie halt fallen gelassen und irgendwann kommt die nächste. Doch Beverly hat in diesem Fall damit ein großes Problem, denn für Claire empfindet er deutlich mehr als es ihm lieb ist. Für sie beginnt er sich von seinem Zwilling abzunabeln, was allerdings zu schwerwiegenden Problemen führt und in einer Katastrophe zu enden scheint.

Der Film aus dem Jahre 1987 stammt schon aus einer Zeit, wo Regisseur David Cronenberg, seine schrägsten Stoffe schon hinter sich hatte und mit DIE FLIEGE, dem Remake eines Streifens aus den 50ern sogar einen Kinohit landete.

Ich will jetzt nicht sagen das DIE UNZERTRENNLICHEN nun totales Mainstreamkino sind, aber im Vergleich zu seinen früheren Werken deutlich weniger verstörend.

Ich kann mich noch erinnern, das die Kritiker damals erstaunt waren, wie es dem Regisseur gelang, den guten Jeremy Irons gleich zweimal auf die Leinwand zu bringen, Heute ist das bei der Technik keine Sensation, damals war das deutlich aufwändiger und hatte einen gewissen WOW-Effekt.

Der Streifen selbst hat die 30 Jahre gut überstanden. Das Psychodrama ist auch heute noch sehenswert und Jeremy Irons spielt hier beide Personen fantastisch, was nicht einfach ist, da beide ja völlig unterschiedliche Charaktere sind.

Zudem hat man dem Streifen eine wirklich wunderschönes Mediabook spendiert, mit einem tollen Cover und auch jeder Menge Extras. Es gibt Audiokommentare, Interviews, ein Making of und vieles mehr. Das Bild ist hervorragend, der Ton tut seinen Zweck.

Es gibt schon einige Veröffentlichungen des Streifens, besonders auf DVD, Wenn man Fan des Films ist, sollte man sich aber dieses Mediabook zulegen, denn es lässt wirklich in allen Bereichen keinerlei Wünsche offen.

RACER AND THE JAILBIRD (Koch Media)

am 25. September 2018 unter Action, Drama abgelegt

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Gino ist ein Gangster in Brüssel, der mit seinen Kumpels regelmäßig Banken überfällt. Als er die Rennfahrerin Bibi kennenlernt, beschließt er, sein Leben komplett zu ändern, denn sie ist seine große Liebe, die diese auch erwidert. Doch bei dem letzten Coup geht etwas schief und er landet im Knast – und das für mindestens 10 Jahre. Vorbei ist es mit dem neuen erträumten Leben. Aber Bibi ist bereit auf ihn zu warten, sehr zum Missmut ihrer Familie. Doch dann tritt eine dramatische Wendung im Leben der beiden ein.

Anscheinend veröffentlicht KOCH nur noch Filme mit Überlange, denn dieser Streifen geht wieder satte 130 Minuten. Allerdings muss man in diesem Fall sagen, das diese nicht langatmig werden. Die Vergleiche mit Bonnie und Clyde, die auf der Rückseite des Covers angestellt werden, sind natürlich kompletter Schwachsinn, denn ich sehe hier und weit und breit keine Bonnie.

Der Film ist eine Mischung aus Drama und Actionanteilen, wobei ersteres Genre klar im Vordergrund steht. Die Beziehung der beiden Protagonisten wird sehr schön herausgearbeitet und da die Chemie zwischen den beiden Darstellern stimmt, auch gut vermittelt.

Überhaupt bin ich überrascht, dass Frauenschwarm Schoenearts so nuanciert und ansprechend agiert, denn die vielen Facetten, die sein Charakter zu bieten hat und auch die innere Zerrissenheit sich zwischen Freunden und einer Frau entscheiden zu müssen, wird von ihm glaubwürdig dargestellt.

Gegen Ende wird das ganze dann doch recht dramatisch und man wandelt als Zuschauer wieder auf dem dünnen Eis, Mitleid mit dem eigentlich „Bösen“ zu haben, denn eigentlich ist Gigi kein schlechter Mensch, der sein Leben ja auch ändern wollte.

Insgesamt hat mir RACING (was sicher darauf anspielt das BIBI Rennfahrerin ist)AN DTHE JAILBIRD sehr gut gefallen. Man sollte nur nicht mit der Erwartung eines Actionfeuerwerks an den Streifen herangehen, dann wird man enttäuscht sein. Wer ein gut gespieltes Drama sehen will, ist hier richtig, Die 130 Minuten vergehen wie im Flug und danach dachte ich sofort, das dem Ganzen sogar eine Miniserie gut getan hätte, um alles komplett auszuerzählen.

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AUDREY ROSE (Alive)

am 25. September 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Das Ehepaar Templeton wird seit mehreren Wochen von einem Mann namens Hoover verfolgt. Eines Tages spricht er die beiden an und erzählt ihnen eine merkwürdige Geschichte. Er versucht sie nämlich davon zu überzeugen, dass seine Tochter Audrey Rose, die vor sieben Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam, in ihrer Tochter Ivy weiterlebt. Audrey starb nämlich nur Minuten vor Ivys Geburt. Als das Mädchen immer häufiger von Alpträumen heimgesucht wird – sie sieht darin den Flammentod im Auto und hat danach auch Brandwunden an den Händen, bekommen die Eltern den Verdacht, dass Hoover gar nicht so falsch liegt.

Mittlerweile hat der Streifen auch satte 40 Jahre hinter sich und das merkt man auch, denn an manchen Stellen wirkt das ganze doch relativ antiquiert. Heute könnte man das ganze doch wesentlich spannender gestalten und vor allem einiges an Effekten einsetzen. So weit mir bekannt, gibt es bislang aber kein Remake und auch keine Ankündigung, dass es zu einem kommen wird.

Anthony Hopkins wirkt irgendwie ein wenig fahrig und bewegt sich nahe am Overacting, während beide Eltern eine solide Leistung abliefern. Das Mädel das Audrey Rose spielt, hat eine unfassbar unpassende Stimme bekommen, so dass man da besser auf den Originalton zurückgreifen sollte.

Das Bild ist insgesamt ganz ordentlich restauriert. Insbesondere in hellen Abschnitten gefällt es gut – in dunkleren Szenen erkennt man aber doch ab und zu Grieseln und einiges an Blitzern. Ich würde sagen gutes DVD-Niveau.

AUDREY ROSE wird von vielen gesucht und die sind sicher froh, diese Lücke jetzt schließen zu können. Die Umsetzung ist für einen 40 Jahre alten Film auch gelungen. Ob er einen noch so fasziniert wie es in den 70ern scher der Fall war, ist jedem selbst überlasen.