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KILLER INK (Tiberius Film)

am 21. Juni 2016 unter Horror abgelegt

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Fünf Freunde reisen nach Vilnius, um dort Stress abzubauen, den ihr Alltag so mit sich bringt. Auf einer exzessiven Party treffen sie auf Tattoo-Stecherin Uta, die einer der Jungs namens Brock anmacht, so das dieser mit in das Tattoostudio kommt um sie zu vögeln. Und auch Amy ein weiteres Mädel der Gruppe schließt sich den beiden an, denn Uta verspricht ihr, umsonst ein Tattoo zu stechen. Dort angekommen wartet schon der Besitzer des Studios Anarchy Parlor auf sie – ein Typ der sich einfach nur THE ARTIST nennt. Er macht einen netten Eindruck und während Amy sich mit ihm unterhält und darüber sinniert welches Tattoo sie gerne hätte, versucht Brock Uta flachzulegen – was auch gelingt. Doch der Preis für diese Nummer ist hoch.

Der Titel des Films ist etwas irreführend, denn die Tinte tötet hier niemanden. Auch wenn es schon sehr viele skurrile Dinge gab die Menschen ihres Lebens beraubten (Man denke nur an den völlig beknackten Extensions, bei dem eben diese Haare zu Killer wurden) – die Tinte an sich bringt hier kein Unheil.

Wenn man liest, das der Film in Vilnius spielt, wird man allerdings gleich etwas vorsichtig, denn in Ländern wie Litauen, Lettland und ähnlichen dreht man eigentlich nur um Geld zu sparen und diese Filme sehen dann meistens billig aus.

Das ist bei KILLER INK nicht so. Zwar handelt es sich hier um einen kleinen B-Movie, der aber ordentlich gespielt ist und zudem eine sehr gute Synchronisation spendiert bekommen hat.

Sollte dieser Film so veröffentlicht werden, wie er auf der Presse-DVD zu sehen ist, werden Freude hohen Blutzolls durchaus ihre Freude haben, denn hier wird schon auf HOSTEL-Niveau gemordet. Manche Szenen sind sogar wirklich ziemlich grenzwertig, zumal ich auch nicht wirklich der Fan dieser Torture-Schlachtplatten bin.

Seltsamerweise hat mir der Film dennoch gut gefallen. Atmosphärisch durchaus gelungen, entwickelt sich der Streifen nach einem langsamen Beginn zu einem brutalen, aber auch spannenden Gemetzel, mit zwei wirklich überraschenden Wendungen.

Gerade das Ende ist wirklich gelungen und originell, wenn auch nicht zwingend logisch. Aber wer fragt bei Horrorfilmen schon danach?

Fazit: Recht derber Horrorstreifen mit ordentlichen Schauspielern und einer sehr netten Schlusspointe. Ich hatte deutlich weniger erwartet.

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THE BOY (Koch Media)

am 21. Juni 2016 unter Horror abgelegt

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Um von ihrem gewaltbereiten Ex-Freund zu entkommen übernimmt die Amerikanerin Greta einen ruhigen Babysitter-Job in England. Da sie Erfahrung mit Kindern hat, sollte die Betreuung des achtjährigen Brahms kein großes Problem darstellen. Dort angekommen ist sie von dem Anwesen beeindruckt und freundet sich auch gleich mit dem Essenslieferant an. Als sie jedoch den Sohn der Familie vorgestellt bekommt, ist sie leicht irritiert. Es handelt sich nämlich um eine Porzellanpuppe, mit der das Elternpaar den Tod des eigenen Kindes zu verarbeiten versucht. Nach anfänglicher Skepsis spielt sie das Spiel jedoch mit und behütet die Puppe wie ihren eigenen Sohn. Diese scheint allerdings ein merkwürdiges Eigenleben zu führen. Greta droht mit der Zeit durchzudrehen, denn Brahms scheint tatsächlich nicht nur eine Puppe zu sein.

Die erste Stunde ist THE BOY ein grandioser Horrorfilm, mit wunderschönen Bildern und einer beklemmenden Atmosphäre. Passend dazu hat man dem Streifen eine wirklich sensationelle Blu Ray spendiert, deren Bild gestochen scharf ist und den unheimlichen Look noch unterstützt.

Laure Cohan, die die meisten wohl aus THE WALKING DEAD kennen dürften, bietet zudem eine mehr als ansprechende Leistung, zumal sie nahezu den ganzen Film alleine tragen muss, lediglich unterstützt von einer Porzellanpuppe.

Leider aber kann der Streifen seine Qualität bis zum Ende nicht halten. Tappte man bis dahin völlig im Dunklen, ist der letzte Abschnitt leider recht vorhersehbar geworden.

Nun kann man nicht sagen das THE BOY deswegen ein schlechter Film ist – ganz im Gegenteil, nur kann er eben das Niveau des grandiosen Starts nicht halten und die Auflösung ist nun auch nicht wirklich neu. Vielleicht hätte man hier doch beim Übernatürlichen bleiben sollen.

Regisseur William Brent Bell sagt in den Extras „Wir wollten nicht einfach einen Horrorfilm drehen, sondern einen neuen Klassiker des Genres erschaffen“. Dann hätte er aber den letzten Abschnitt des Films etwas weniger konventionell gestalten müssen.

So gibt es insgesamt dennoch eine gute Bewertung, die aber noch etwas höher hätte ausfallen können.

Die FSK 12 Freigabe ist ein Hohn, denn sowohl psychisch als auch optisch gibt es hier viele Szenen, die ich einem 12-jähirgen nicht zeigen würde. Zudem schreckt sie Käufer ab, die denken, das das eh ein Kinderfilm sein muss. Wann wird diese Institution endlich abgeschafft? Sinn macht sie eh keinen.

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THE QUIET HOUR (Lighthouse Film)

am 21. Juni 2016 unter Drama, SciFi abgelegt

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Außerirdische haben die Weltherrschaft übernommen und nur noch wenige Menschen leben auf Mutter Erde. Diejenigen die es geschafft haben den Angriff zu überleben, bekommen täglich 2 Stunden, in denen sie sich frei bewegen können – außerhalb ihrer Häuser. So auch Sarah, die mit ihrem blinden Bruder auf der Farm ihrer Eltern lebt. Der Vater der beiden ist in ihren Armen gestorben, doch sie bringt es nicht übers Herz, ihrem Bruder davon zu erzählen, zumal sie genug Arbeit hat, das Anwesen gegen Plünderer zu verteidigen. Eines Tages taucht ein mysteriöser Fremder, der ihr gegen diese hilft. Doch bald stellt sich heraus, das die Herrschaften die vor der Tür lauern, hinter ihm her sind.

Ein Endzeitfilm ohne Endzeit-Szenario, ein Alien-Film ohne Aliens. Das erwartet den Zuschauer hier. Die wenigen Abschnitte mit dem Raumschiff am Himmel stehend, sind optisch durchaus gelungen, haben aber nicht wirklich einen großen Einfluss auf den Film.

Ansonsten ist THE QUIET HOUR eher ein leises Drama, als ein typischer Alien-Invasion Film und es wird daher schwer sein, eine Zielgruppe zu finden, denn Menschen die sich die Handlung durchlesen, die man so im Internet beschrieben findet, erwarten hier sicherlich etwas ganz anderes.

Schauspielerisch gibt es nichts zu meckern. Dakota Blue Richards ist durchaus talentiert, hat aber den Durchbruch noch nicht wirklich geschafft, weil sie doch eher in kleinen Rollen zu sehen ist – ebenso wie Karl Davies.

Zudem handelt es sich hier um ein Regiedebüt, denn Stephanie Joalland brachte bislang ansonsten nur einen Kurzfilm auf den Markt. Sie bewiest durchaus Gespür für Atmosphäre, doch verweigert ihrem Streifen leider etwas Tempo, das ihm an manchen Stellen definitiv gut getan hätte.

Ganz schwer, hier eine Bewertung abzugeben, da auch die Zielgruppe nicht eindeutig bestimmt werden kann. Freunde von Alien-Streifen werden enttäuscht sein – Leute die gerne feinfühlige Dramen sehen, kommen nicht auf die Idee sich diesen Film anzuschauen (schon gar nicht nach dem Cover)

Daher lasse ich die Bewertung hier mal offen.

THE FOREST (Splendid Film)

am 07. Juni 2016 unter Horror abgelegt

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Sara erfährt, dass ihre Zwillingsschwester, die in Japan lebt, vermisst wird. Also fliegt sie kurzerhand aus den USA ein, um sie zu suchen. Sie erfährt, das Jess in den Aokigahara gegangen ist. Nicht wirklich eine gute Neuigkeit, denn dort begeben sich nur Menschen hin, welche sich umbringen wollen. Sara erhält dabei Unterstützung von einer etwas undurchsichtigen Barbekanntschaft, der sie zusammen mit einem Führer in den Wald begleitet. Dort findet man das Zelt, aber von Jess keine Spur. Zudem wird es dunkel, und in dieser Zeit sollte man sich dort auf keinen Fall aufhalten, da dort Geister spuken, die unter anderem Halluzinationen hervorrufen. Das interessiert Sara aber nicht und sie schläft im Zelt ihrer Schwester. Doch manchmal sollte man auf die Einheimischen hören…

Die Bewertungen dieses Streifens gehen extrem auseinander – einige finden ihn grottenschlecht, andere super, daher war ich schon sehr gespannt und kann aber beiden Lagern nicht wirklich zustimmen.

Alles richtig gemacht hat man bei der Atmosphäre. Der Wald ist wirklich gruselig und die Kamera ist immer ganz nah bei den Protagonisten, so dass man sich als Zuschauer mittendrin fühlt. Zudem gibt es ein paar wirklich gelungene Einfälle.

Alleine die Idee des Selbsmordwaldes ist schon gut, aber das Menschen die sich nicht sicher sind ein Zelt mitnehmen um dort zu sinnieren, ob sie wirklich den Freitod wählen wollen, hat auch was. Pluspunkte sammeln auch die Idee mit dem Flusslauf und mit dem Zettel durch die Tür schieben (ich glaube das ist kein wirklich schlimmer Spoiler) – diese Dinge habe ich bisher in keinem Film gesehen.

Schauspielerisch ist das alles auch durchaus gelungen, denn Natalie Dormer die 70 % des Filmes zu tragen hat und dabei noch eine Doppelrolle spielt, macht ihre Sache wirklich gut.

Allerdings muss man auch anmerken, das es schon eine ganze Weile dauert, denn bis der Streifen mal in die Gänge kommt ist eine gute halbe Stunde vergangen. Zudem hätte man aus der wirklich guten Grundidee noch etwas mehr herausholen können und FOREST ist einer der wenigen Filme, die ich persönlich zu kurz fand. Gerade die Szenen und Erscheinungen im Wald hätte man noch etwas mehr herausarbeiten und intensivieren können.

Dennoch würde ich hier schon einige Chuckies vergeben, weil mir besonders die Atmosphäre gefallen hat und es hier, wie oben erwähnt, durchaus das ein oder andere zu sehen gibt, was man nicht schon aus anderen Filmen kennt. Das Ende lässt durchaus auch eine Fortsetzung zu.

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LIFJORD (Koch Media)

am 07. Juni 2016 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Aksel Borgen hat seinen Lifjord vor 20 Jahren verlassen. Er war angeklagt, ein junges Mädchen ermordet zu haben, doch wurde freigesprochen. Danach hatte er jedoch die Schnauze voll von seinem Geburtsort, startete in Asien durch und ist mittlerweile ein erfolgreicher Geschäftsmann. Eines Tages bekommt er überraschend einen Anruf vom Vater des ermordeten Mädchens, der nie an Aksels Schuld geglaubt hat. Er versucht ihn zu überreden, zurückzukommen und die große Firma des Ortes zu übernehmen, da diese kurz vor dem Bankrott steht, was den ganzen Ort zerstören würde, da fast alle dort arbeiten. Eher lustlos willigt er ein und versucht tatsächlich diese zu retten. Doch kaum angekommen holt ihn die Vergangenheit wieder ein und ihm schlägt von einigen Bewohnern blanker Hass entgegen, da ihn viele für den Mörder halten. Zudem trifft er seine Jugendliebe wieder und beginnt mit ihr eine Affäre. Langsam kommen auch in ihm die damaligen Ereignisse wieder hoch….

Norwegische oder überhaupt Serien aus dem hohen Norden stehen im Moment ja hoch im Kurs, eben auch weil die Herrschaften immer gute Produkte abliefern, man denke nur an DIE BRÜCKE, BORGEN oder KOMMISARIN LUND.

LIFJORD braucht ein wenig bis sie Fahrt aufnimmt, was einfach daran liegt, das der Zuschauer in die Geschehnisse der Gegenwart und der Vergangenheit eingeführt werden muss, was schon etwa 2 Folgen dauert.

Im Verlaufe wird das ganze aber dann deutlich interessanter und auch spannender. Zudem gibt es jede Menge Wendungen, die man nicht unbedingt erwartet. Zum Beispiel hat man praktisch in jeder Folge einen anderen Verdacht, wer der damalige Mörder des Mädchens sein könnte.

Dazu gibt es jede Menge Lokalkolorit. Die zahlreichen Naturaufnahmen zeigen die ganze Schönheit dieses Landes und auch der Ort, den man sich ausgesucht hat, liegt direkt zwischen den Bergen, was sehr imposant wirkt und fast dazu verleitet als nächstes Urlaubsziel Norwegen auszuwählen..

Die Darsteller kennt man ebenfalls, wenn man sie auch nicht immer zuordnen kann. Der Hauptdarsteller ist mir noch aus MAX MANUS bekannt und auch die Mutter des Mädchens habe ich schon oft gesehen, aber weiß nicht, wo ich sie hinstecken soll.

Insgesamt braucht LIFJORD ein bisschen um in Schwung zu kommen, steigert sich aber im Laufe der Zeit deutlich. Insbesondere die letzten 5 Folgen (von insgesamt 10) sind richtig gut. Zudem bekommt man hier eine exzellente Figurenzeichnung geboten, denn am Ende der Serie könnte man alle Charaktere beschreiben

Wer diese Serien aus dem Norden mag, kann hier nicht wirklich etwas falsch machen. Wie man allerdings nach dem Ende eine Fortsetzung hinbekommen will (auf der Hülle steht groß STAFFEL 1) erschließt sich mir nicht, denn eigentlich ist alles geklärt.

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LILA AND EVE (New Ksm)

am 07. Juni 2016 unter Drama, Thriller abgelegt

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Lilas Sohn Stephon ist auf offener Straße erschossen worden. Die Mutter kommt mit dem Verlust ihres Sohnes nicht zurecht und nimmt Medikamente. Dann schließt sie sich einer Frauengruppe an, die alle ein Kind auf tragische Weise verloren haben. Dort lernt sie auch Eve kennen, die nicht so wirklich zum Rest passen will, denn statt zu trauern, lebt sie ihr Leben offensiv weiter. Die beiden freunden sich an und Eve redet so lange auf Lila ein, bis diese bereit ist, die Mörder zu bestrafen, zumal die Polizei nicht wirklich Interesse an dem Fall zu haben scheint. Bald gibt es erste Tote, doch der ermittelnde Detektive ist auch nicht auf den Kopf gefallen und den beiden Damen auf der Spur.

Filme über Selbstjustiz sind schon immer in den USA gut angekommen, zumal das Waffengesetz da ja auch ganz anders aufgebaut ist als hier.

Das Olivia Wilde schauspielern kann ist nichts neues, aber was ist denn bitte mit Frau Lopez passiert? Hat die Schauspielunterricht genommen? Ich kann mich nicht erinnern, die schon einmal annähernd so gut gesehen zu haben. Die Rolle der toughen Mutter passt natürlich auch zu ihrem Naturell.

Manchen Dinge sind allerdings nicht zwingend logisch. Das die beiden Frauen z. B. so schnell an die Verantwortlichen herankommen erscheint mir etwas sehr weit hergeholt, da das ja nicht gerade ein Kaff mit ein paar Einwohnern ist, sondern eine größere Stadt.

Die Wende einige Minuten vor Schluss ist allerdings wirklich überraschend. Obwohl man bei genauem Hinsehen diese durchaus hätte erahnen können – aber mir gelang das nicht.

Der Streifen ist eher ein Drama mit Thrillerelementen, als ein reinrassiger Suspengenrefilm, der von seinen beiden wirklich überzeugenden Hauptdarstellerinnen getragen wird. Die Nebenrollen sind allerdings partiell etwas mau synchronisert.

Fazit: Wem die Handlung zusagt kann einen Blick riskieren…

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PAY THE GHOST (New Ksm)

am 01. Juni 2016 unter Horror, Thriller, mystery abgelegt

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Mike Lawford ist ein vielbeschäftigter Professor. Manchmal komm es seiner Frau so vor, als würde er seine Studenten mehr lieben, als seine Familie. Auch zu Halloweeen kommt er wieder zu spät, überredet seine Gattin aber noch, mit seinem Sohn auf das Fest in der Nebenstraße zu gehen. Als er ihm ein Eis kaufen will, ist dieser plötzlich verschwunden und taucht auch nicht wieder auf. Während die Polizei im Dunkeln tappt, stellt Lawford eigene Ermittlungen an, da er überzeugt davon ist, das sein Sohn noch lebt. Die führen ihn in eine Welt, die er vorher nicht kannte.

Nicholas Cage nimmt ja mittlerweile jede Rolle an, um aus den Schulden herauszukommen und dabei kommt eben auch allerhand Schrott heraus. Dieser Steifen jedoch ist durchaus gelungen.

Uli Edel dreht einen Horrorfilm mit Nic Cage – darauf muss man auch erstmal kommen, da der Regisseur doch eher durch Filme über deutsche Geschichten bekannt wurde (Christiane F, Baader Meinhof Komplex). Jedenfalls klappt der Spagat, denn Edel hat durchaus ein feines Näschen für Timing und hübsche Kamerafahrten.

Den Vogel diesbezüglich schießt allerdings eine Szene 10 Minuten vor Schluss ab (ich sag nur Kinder). Dieser Part ist absolut fantastisch inszeniert, selten hat mich ein Bild so beeindruckt wie dieses. Alleine dafür gibt es schon einen halben Chucky extra.

Aber auch sonst ist der Film spannend und extrem kurzweilig. Cage übertreibt es glücklicherweise nicht mit seinem gefürchteten Overacting und Sarah Wayne Callies ist eh immer gut.

Natürlich muss man hier über einige erhebliche Logikmängel hinwegsehen, aber das wird insgesamt durch einige wirklich interessante Storywendungen wieder kaschiert.

Fazit: Nix erwartet, erstaunlich viel bekommen.

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FACE OF THE DEVIL (Maritim Pictures)

am 01. Juni 2016 unter Horror abgelegt

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Achtung hier die Beschreibung des Labels zu diesem Streifen:

Die hübsche Lucero möchte mit Freunden ins Dschungelparadies Tarapoto reisen. Ihr Vater macht sich große Sorgen, kann seiner Tochter das Vorhaben aber nicht ausreden. Fernab der Zivilisation genießt die Gruppe den Zauber des tropischen Urwalds. Doch der “Tunche”, ein uraltes, blutrünstiges Naturwesen, hat sie ins Visier genommen. Sein Erkennungszeichen: ein unscheinbares Pfeifen. Keiner ahnt etwas Böses als die merkwürdigen Töne im Dschungel erklingen. Wenig später geschieht ein grausamer Mord. Dem übermächtigen Angreifer schutzlos ausgeliefert laufen die Freunde um ihr Leben.

He, das hört sich doch interessant an denkt man an der Stelle. Das Problem ist nur – das Ganze findet erst statt, wenn man schon eingeschlafen ist.

Die ersten 30 Minuten passiert gar nichts, die nächsten 30 Minuten nichts und die letzten 30 Minuten fast nichts. Der Streifen ist einfach sterbenslangweilig. Auch wenn man mit den Visionen aus der Kindheit der Protagonistin ab und an mal einen Schreckmoment zu setzen versucht, wirkt das immer aufgesetzt und ist zudem auch nicht wirklich gruselig, sondern ermüdend und auch an den Haaren herbei gezogen.

Der Streifen stammt übrigens aus Peru. Dort sollte man sich aber besser weiterhin auf Dokumentationen über die Inkas konzentrieren, denn das KANN nur interessanter sein, als dieses maue Langweilerfilmchen, dessen FSK Freigabe 18, der Witz des Jahrtausends ist. Eine 12 wäre hier eher angemessen, ist für den Film aber sicher nicht so werbewirksam.

Die Schauspieler agieren hölzern, die Regie ist mittelmäßig und die Kamera passt sich dem Geschehen an und bietet eher öde Einstellungen.

Wer sich den Film aufgrund der Beschreibung kauft, wird sein blaues Wunder erleben – wer allerdings unter Einschlafproblemen leidet, dem ist hier geholfen.

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BESESSEN (Koch Media)

am 01. Juni 2016 unter Klassiker, Thriller abgelegt

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Rein zufällig findet Medizin-Student Nils Janssen in seinem Apartment ein kleines Loch in der Wand, als das Bild seiner Mutter herunterfällt. Durch dieses Löchlein beobachtet er ein ziemlich merkwürdiges Treiben in der Nachbarstube, denn dort scheinen Frauen mit Drogen vollgepumpt zu werden, um sie hörig zu machen. Eines Tages bricht er daher in der Wohnung ein um nach dem Rechten zu sehen und findet ein merkwürdiges Szenario vor. Als er der Sache nachgeht, begibt er sich in Lebensgefahr.

Ich gebe zu, den Film kannte ich vorher nicht. Er stammt aus dem Jahre 1969, ist für die damalige Zeit doch recht freizügig und geizt daher auch nicht mit nackten Frauenkörpern. Wahrscheinlich war er deshalb eine halbe Ewigkeit verschollen. Die Spezialisten von Koch haben ihn nun wieder neu aufgelegt.

Das Bild ist mittelmäßig. Es gelang nicht wirklich die Grobkörnigkeit zu entfernen. Es flackert doch an manchen Stellen heftig. Der Ton hingegen ist glasklar und kommt sauber aus den Boxen.

Interessant: Am Drehbuch schrieb der junge Martin Scorsese mit, den Soundtrack steuerte Bernhard Hermann bei, der auch für Hitchcock arbeitete und auch Jan de Bont (SPEED) war dabei – in welcher Funktion habe ich allerdings nicht herausfinden können.

In den interessanten Extras kommt der Hauptdarsteller zu Wort, der sich über die Entstehungsgeschichte des Films auslässt, was den ein oder andern Schwank mit sich bringt. Dieter Geissler ist ein sehr sympathischer älterer Herr, der sehr unterhaltsam erzählt, wie es zu dem Streifen kam.

Ich bin nun kein bekennender Fan von so alten Filmen, war aber durchaus überrascht, besonders über das sehr konsequente und gelungene Ende. Sammler und Cineasten, die schon lange auf die Veröffentlichung warten, werden sich eh freuen.

RETROACTIVE (Koch Media)

am 01. Juni 2016 unter Action, SciFi, Thriller abgelegt

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Die Polizeipsychologin Karen hat mitten in der menschenleeren Wüste eine Autopanne. Zum Glück (oder auch nicht) wird sie von Frank Lloyd und seiner Frau Rayanne aufgegabelt. Im Laufe der Fahrt entpuppt sich Frank jedoch als eher unangenehmer Geselle mit psychopathischen Zügen. Erst tötet er mal eben seine Frau, dann macht er Jagd auf Karen. Die kann in ein abgelegenes Labor flüchten, in dem Brian an einem Zeit-Experiment arbeitet. Karen wird von ihm in die Vergangenheit zurückversetzt, landet aber erneut auf Franks Rücksitz und der Spuk geht von vorne los,

Diese Zeitreisegeschichten und auch das der Protagonist immer wieder aufwacht und den Tag von neuem erlebt sind ja nun nicht wirklich neu. Es begann wohl so richtig alles Anfang der 90er mit UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER. Danach wurden dieses Thema oft variiert. Dieser Streifen hier ist bereits aus dem Jahre 1997 – aber erst jetzt erscheint er auf Blu Ray.

Wenn man davon absieht das 20 Jahre später die Effekte natürlich um einiges besser wären, bekommt man einen extrem spannenden und sehr originellen Streifen geboten. Karens Versuche die Geschehnisse durch ihre Zeitreisen zu verbessern scheitern meist kläglich und machen alles noch viel schlimmer. Und genau da liegt der Reiz des Films, der eigentlich immer die gleiche Story erzählt, aber mit neuen Varianten und Wendungen überrascht.

Inmitten des Szenarios ein James Belushi, den man in seiner Filmgeschichte nur ganz selten als bösen Psychopathen erlebt hat. Auch Kyle Travis als Gegenspielerin liefert einen sehr guten Job ab.- sie hat allerdings die Schauspielerei mittlerweile an den Nagel gehängt.

Das Bild der Blu Ray ist sehr gut und unterscheidet sich kaum von neueren Produktionen. Hier und da mal ein kleiner Blitzer aber das kann man nun wirklich vernachlässigen. Der Ton ist grundsolide und ab und zu schepperts auch mal in den hinteren Boxen.

Fazit: Origineller und spannender sowie gut durchdachter Streifen mit tollen Darstellern. Normalerweise bewerte ich ja erst Filme ab dem Jahre 200, aber hier mache ich mal eine Ausnahme (fehlen ja auch nur 3 Jahre).

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