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DONT KNOCK TWICE (Splendid)

am 14. März 2017 unter Horror abgelegt

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Chloe wohnt im Jugendheim, in das sie ihre Mutter vor vielen Jahren weggegeben hatte, weil sie der Erziehung, aufgrund ihrer Alkoholsucht, nicht mehr gewachsen war. Als sie mit ihrem Kumpel zweimal an die Tür eines leerstehenden Hauses, das den Ruf genießt, verflucht zu sein, klopft, werden die beiden kurz danach von Visionen heimgesucht. Diese werden jedoch bald bittere Realität. Chloe flüchtet zu ihrer Mutter, die versucht, ihrer Tochter Halt zu geben und sich ihr wieder anzunähern. Das Böse ist in diesem Fall aber leider nicht ortsgebunden und so wird Chloe weiterhin verfolgt. Als auch ihre Mum die merkwürdigen Geschehnisse nicht mehr ignorieren kann und versucht Aufklärung zu schaffen, kommen beide hinter ein düsteres Geheimnis.

Nun könnte man sagen, das diese Story nicht wirklich einen Originalitätspreis bekommt, denn das Ganze wurde so schon öfters gezeigt und erinnert insbesondere an CANDYMAN, da durfte man eben nicht dreimal den Namen sagen – hier darf man nicht zweimal klopfen. Wieso man es dann trotzdem tut ist eben immer die Frage, aber sonst würde der Film ja erst gar nicht beginnen.

Was den Streifen aber wohltuend von vielen Filmen ähnlicher Machart unterschiedet, sind die beiden wirklich ausgezeichneten Schauspieler. Hätte man diese Rollen mit irgendwelchen Nichtskönnern besetzt, hätte sich das Ganze sicher negativ auf die Bewertung ausgewirkt, doch die beiden Damen spielen wirklich hervorragend.

Bemerkenswert auch, das der Blutzoll hier gegen Null tendiert. Die einzige Szene, in der man mal ein wenig, von der von so vielen Horrorfans geliebten, roten Flüssigkeit sieht, ist nicht einmal real. Daher wird DONT KNOCK TWICE auch deutlich eher Freunde von Filmen wie THE OTHERS ansprechen, als Menschen, die lieber Gemetzel statt Spannung möchten.

Letztere kann man dem Streifen nämlich nicht absprechen. Eben diese Spannung bezieht der Film fast ausschließlich durch Atmosphäre, was mir persönlich immer am liebsten ist. Dazu gesellt sich ein fantastisches Bild. Überhaupt fallen Filme von SPLENDID in letzter Zeit diesbezüglich extrem positiv aus, denn auch TRAIN TO BUSAN lag fast im Referenzbereich.

Fazit: Oldschool-Gruseler, der durch subtile Spannung zu punkten weiß. Zudem liegen die Darstellerinnen für einen Horrorfilm weit über dem üblichen Niveau.

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PASSENGERS (Sony Pictures)

am 14. März 2017 unter SciFi abgelegt

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Weltraumreisen zu neuen Planeten sind in de Zukunft kein Problem mehr, da man mit Lichtgeschwindigkeit fliegen und daher auch ferne Galaxien mühelos erreichen kann. Da dies aber trotzdem eine Weile dauert werden die Reisenden in einen künstlichen Kälteschlaf versetzt. Als Jim aufwacht ist er zunächst erfreut, denn schon bald kann er sein neues Zuhause sehen. Dafür müsste er aber ziemlich alt werden, denn die Kammer hat einen Defekt und er wurde 90 Jahre zu früh geweckt. Da er der einzige der 500 Passagiere ist, dem dieses Missgeschick passierte, wird das Leben für ihn trotz anfänglicher Freuden bald zur Qual, und er steht kurz vor dem Suizid. Dann entdeckt er Aurora in einer der Schlafkabinen und holt Erkundigungen über sie ein. Nach und nach verliebt er sich und fasst den für sie folgenschweren Entschluss, sie vorher aufzuwecken, wohl wissend, das das auch für sie bedeutet, das sie ihr restliches Leben im Weltraum verbringen muss. Doch das ist bald nicht das einzigste Problem, denn so wie es aussieht, wird das Schiff seinen Zielort niemals erreichen.

PASSENGERS beginnt richtig stark. Die erste habe Stunde erinnert von der Geschichte ein wenig an MOON. Hier findet man sogar ernste Töne, denn die folgenschwere Entscheidung Aurora aufzuwecken, stellt den Protagonisten vor eine große Gewissensfrage. Zudem zeigt der Film eben auch auf, das der Mensch nicht fürs Alleinsein geschaffen ist.

Nach diesem überraschend tiefgründigem Beginn folgt PASSENGERS dann aber doch den üblichen Hollyood-Gesetzen, bleibt aber trotzdem weiterhin unterhaltsam. Die Wende mit dem „dritten“ Passagier der aufwacht, ist ebenfalls gelungen.

Alles in allem hätte ich dem Streifen, der eine wirklich fantastische Optik auf den Beamer zaubert, durchaus eine sehr hohe Bewertung gegeben. Leider tue ich mich aber wieder schwer mit den letzten 10 Minuten. Muss das denn immer alles so glattgebügelt werden? Kann man nicht einfach mal einen Film ohne komplettes Happy-End lassen? Anscheinend nicht.

Die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache gut, wobei mich vor allem Chris Pratt überrascht, der ja weite Teil des Films im Alleingang tragen muss. Das Lawrence gut schauspielern kann, nur meist die falschen Rollen annimmt, die sie unterfordern (ich sage nur Panem) ist nichts Neues.

So bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer Streifen, mit tollen Effekten und einigen originellen Zukunftsideen (der Barkeeper sorgt immer wieder für ein Lächeln), dessen Gesamteindruck durch die typischen Gesetze eines A-Movies leicht getrübt wird. Trotzdem:

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THE MONSTER (Koch Media)

am 14. März 2017 unter Horror abgelegt

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Eigentlich wollte die geschiedene und alkoholkranke Kathy ihre junge Tochter Lizzy bei ihrem Ex-Mann abliefern, mit dem Wissen, dass diese nie wieder zurückkommen wird. In einem einsamen Waldabschnitt läuft den beiden plötzlich ein Wolf vors Auto und Kathy muss bremsen. Die beiden verletzen sich nur leicht, hocken jedoch im Nirgendwo fest. Glücklicherweise naht in Form von Jessie und seinem Abschleppwagen bald Hilfe – sollte man meinen, denn als der das Auto der beiden wieder fit machen will, taucht ein recht unfreundliches Tierchen auf, das ihm unsanft die Eingeweide entnimmt. Nun setzen auch Mutter und Tochter in der Falle, denn das Vieh kann jederzeit wieder zuschlagen.

Grundsätzlich ist diese Geschichte natürlich in Ordnung und bietet zumindest Potenzial für Spannung. Diese kommt jedoch nur bedingt auf, was auch daran liegt, das Regisseur Bertino die eigentliche Geschichte immer wieder mit Rückblenden unterbricht, in denen man zu sehen bekommt, wieso das Verhältnis von Mutter und Tochter so schlecht ist.

Das mag in einem Drama funktionieren, in einem Monsterfilm zieht es leider die Spannung ab und an in den Keller. Zudem bringen die in der Vergangenheit passierten Sachen die eigentlichen Geschichte kein Stück weiter, sondern dienen gefühlt eher dazu, die Laufzeit des Streifens zu verlängern.

Das Vieh ist eigentlich recht ordentlich getrickst und auch die Atmosphäre passt, denn auf der einsamen Landstraße bieten sich natürlich die idealen Möglichkeiten.

Schauspielerisch ist das insgesamt überschaubar, wobei Frau Kazan mir eh etwas überbewertet ist und eigentlich auch nicht ganz in die Rolle hereinpasst. Das kann aber auch daran liegen, das ich sie bislang eher aus lustigen Filmen kenne.

So bleibt unter dem Strich ein netter kleiner Film, der sein Potential aber nicht komplett ausreizt, das durchaus vorhanden gewesen wäre. Übrigens hatte der Regisseur das gleiche Problem auch schon bei STRANGERS.

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RECOVERY (Splendid)

am 14. März 2017 unter Horror, Thriller abgelegt

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Diese Party hatte sich Jessie sicherlich anders vorgestellt, denn ihr Freund geht vor ihren Augen fremd. Dann wird sie von einer gleichaltrigen namens Kim angesprochen, die gleich sieht was da läuft und rät ihr, die Party zu verlassen, um mit ihr in einem Klub zu gehen. Vorher sammelt man noch Jessies Bruder und einen schnuckeligen Typen aus dem Internet auf und dann geht’s ab zum Feiern. Doch plötzlich ist Kim verschwunden. Und mit ihr Jessies Handy, das sie ihr geliehen hatte. Glücklicherweise hat ihr Bruder eine App installiert, mit der man dieses überall orten kann. Bald stellt sich jedoch heraus, das man das Handy besser Handy hätte sein lassen sollen, denn das Leben ist doch etwas kostbarer als ein Stück Elektronik.

RECOVERY beginnt etwas konfus. Irgendwie wirken die ersten 20 Minuten etwas unbeholfen chaotisch und ohne eine klare Linie. Mit Verlassen des Clubs allerdings ändert sich dies, was auch damit zusammenhängt das der Streifen erst von einem Jugendfilm zu einem Thriller und später zum Horrorfilm mutiert.

Die Wende in der Mitte des Streifens ist nicht ganz so überraschend wie sie gerne wäre, das Ende ist aber mit einer wirklich fiesen (wenn auch nicht zwingend logischen) Schlusspointe versehen. Das zauberte mir ein Grinsen ins Gesicht.

Schauspielerisch ist das ganze durhsccnittlich. Lediglich Samuel Larsen, der durch die Serie GLEE bekannt wurde, sticht ein wenig hervor und war auch kürzlich schon in REMAINS zu sehen, der ebenfalls über Splendid vertrieben wird.

Spannend ist der Streifen allemal und, das muss ich jetzt wirklich explizit erwähnen, die Handlungsweisen der Protagonisten sind hier ausnahmsweise wirklich mal nachvollziehbar. Hier wird nicht nur dumm herumgeschrien und um Gnade gewinselt. Man wehrt sich gegen den vermeintlich lauernden Tod. Das muss man heutzutage schon gesondert erwähnen, denn normalerweise sind solche Gestalten ja immer nur dankbares Schlachtvieh.

Apropos Blut: Der Streifen ist an manchen Stellen durchaus etwas brutaler, aber eine FSK 16 hätte es meiner Meinung nach auch getan, aber das 18er Logo macht es eben immer noch etwas interessanter für den geneigten Käufer.

Fazit: Wenig Tiefgang, aber ordentliche Spannung.

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RUPTURE (Splendid)

am 28. Februar 2017 unter Horror, SciFi, Thriller, mystery abgelegt

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Renee ist mit der Erziehung ihres Sohnes überfordert, seit sie sich von ihrem Gatten getrennt hat. Als sie ihren Filius bei ihrem Ex abliefert wird sie auf dem Weg zu einem Fallschirmkurs entführt und wacht gefesselt in einem mysteriösen Gebäudekomplex wieder auf. Anscheinend werden hier Versuche an Menschen durchgeführt, in dem man sie mit ihren Ängsten konfrontiert. Bald schon bekommt Renee Besuch von einer recht unsympathischen Spinne, denn ihre größte Angst ist eben die vor diesen Tierchen. Doch zu welchem Zweck setzen die angeblichen Forscher diese Qualen ein?

Der Streifen macht eigentlich nichts falsch. Ein solider Spannungsaufbau, ein wenig Horror, ein bisschen Mystery und einige Wendungen. So wirkt das ganze wie eine überlange Folge von Akte X, in der nur Scully und Mulder fehlen.

Dazu ist der Streifen mit Noomi Rapace und Peter Stormare mehr als ordentlich besetzt. Überhaupt spielt Madame gerne in kleinen Independent-Movies mit, statt sich in Groß-Produktionen zu verschwenden.

Die Auflösung ist weit hergeholt, aber eigentlich gar nicht mal so unclever. Der Schluss lässt dann mehrere Interpretationsmöglichkeiten zu und schreit eigentlich nach einer Fortsetzung.

Ob diese kommt, wage ich allerdings zu bezweifeln, denn dazu müsste der Streifen schon richtigen Kultstatus erlangen, was ich bei den durchwachsenen Kritiken nicht glaube.

Ich persönlich fand RUPTURE durchaus unterhaltsam und zudem überwiegend spannend. Allerdings, wie bereits erwähnt, eher für Fans von AKTE-X geeignet, denn für Leute, die hier einen Horrorfilm erwarten. Das Cover suggeriert allerdings etwas anderes.

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INTO THE FOREST (Capelight/Alive)

am 28. Februar 2017 unter Drama, SciFi, mystery abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Als plötzlich der Strom ausfällt, glaubt man nur an ein kurzfristiges Phänomen, doch als das ganze über Wochen und Monate anhält, machen sich die beiden ungleichen Schwestern Nell, Eva und ihr Dad, die mitten im Nirgendwo im Wald leben doch langsam Gedanken, zumal die Lebensmittel ausgehen. Insbesondere für die wissbegierige und vom Internet abhängige Nell ist das ganze nur schwer zu verkraften. Auch weitere Ausflüge in die weit entfernte Stadt gestalten sich schwierig, da kein Benzin mehr vorhanden ist. Als dann noch der Vater der beiden bei einem Unfall stirbt, sind die beiden völlig auf sich alleine gestellt und müssen von dem leben, was der Wald hergibt.

Das Problem das INTO THE FOREST hat ist ganz einfach, das diese Geschichte keinen Stoff für einen sage und schreibe 106 Minuten lang Film hergibt, denn irgendwann wird das ganze langweilig. Die Grundidee ist gelungen und auch das Verhalten der Menschen (will nicht spoilern) scheint mir nicht allzu weit hergeholt.

Doch irgendwann geht der Streifen einfach nicht mehr vorwärts und man sieht den beiden Schwestern nur noch zu, wie Sie langsam dahinvegetieren. Auch der Handlungsstrang mit Nells Freund wirkt etwas aufgesetzt, und wieso sie ihr Vorhaben mit ihm nicht in die Tat umsetzt nur weil sich ihre Schwester bockig stellt, ist ebenfalls nicht wirklich nachvollziehbar.

Schauspielerisch ist hier natürlich alles über jeden Zweifel erhaben, denn Ellen Page (die das Buch entdeckte und auch als Produzentin fungierte) und Evan Rachel Wood (sonst nicht wirklich mein Fall) spielen hier absolut überzeugend auf und helfen dem Streifen über die ein oder andere Länge hinweg.

Das funktioniert auch sechzig Minuten lang, doch spätestens mit der Wende, das die beiden noch einen dritten Mitbewohner bekommen, wird mir das alles etwas zu abstrus. Zudem kann dieser neue Handlungsstrang keine neuen Spannungs-Impulse setzen.

So bleibt unter dem Strich ein gut gemeinter Ansatz, mit tadellosen Darstellern, der sich allerdings, besonders gegen Ende, doch etwas zieht.

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COLLIDE (Universum Film)

am 28. Februar 2017 unter Action, Suspense abgelegt

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Casey ist aus den USA geflohen, weil er dort diverse Probleme mit dem Rechtssystem bekam, denn Autoknacker ist nicht wirklich ein angesehener Job. Seine Wahlheimat Deutschland erweist sich jedoch als Glücksfall, denn hier lernt er die große Liebe seines Lebens kennen. Doch nach einer schönen Zeit bekommt Juliette die erschütternde Diagnose, das ihre Nieren nicht wirklich mehr funktionieren und sie dringend, zumindest eine neue braucht. Obwohl er dem kriminellen Leben eigentlich abgeschworen hat, steigt Casey wieder ein, um seine Freundin zu retten. Als er für den Gangster Geran einen Drogentransport überfallen soll, geht leider alles schief und Juliette scheint dem Tode geweiht, wie auch Casey, denn er hat sich hier mit dem falschen angelegt.

COLLIDE ist gar nicht so blöd, wie man nach dem Cover glauben könnte. Natürlich gibt es hier im Mittelteil Action ohne Ende, doch die Grundgeschichte ist durchaus nachvollziehbar und das Pärchen mit Nicholas Hoult und Felicity Jones auch glaubwürdig besetzt.

Auch Anthony Hopkins nimmt man seine Rolle als fiesem Drogenhändler mit Stil durchaus ab, doch was Ben Kingsley geritten hat diese Rolle anzunehmen, wird er wohl für sich behalten, denn in der undankbaren Rolle des Verbrechers Geran mutiert er zur Selbstkarikatur. Hat er das wirklich nötig?

COLLIDE ist einer der Filme, bei dem man mit dem Hauptdarsteller fiebert, obwohl er ja eigentlich Verbrechen begeht. Da dies aber im Namen der Liebe passiert, hat man als Zuschauer dann doch Verständnis für sein Tun, ähnlich wie bei Streifen wie SET IT OFF.

Natürlich sind die Verfolgungsjagden total übertrieben und die Gangster schießen grundsätzlich auch immer daneben, obwohl sie sonst alles treffen, aber der Unfall auf der Autobahn zum Beispiel ist wirklich spektakulär inszeniert.

Dadurch, das der Film die ersten 20 und die letzten 10 Minuten in ein Storygerüst eingebettet ist, wirkt er auch nicht so banal wie man zunächst glauben mag, denn die Grundgeschichte gefällt.

Fazit: Unterhaltsamer Streifen, dem natürlich partiell die Logik abgeht, aber bei dem man richtig gut abschalten kann.

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DIE ERSTE FAHRT ZUM MOND (Koch Media)

am 28. Februar 2017 unter Klassiker, SciFi abgelegt

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Einem Raumschiff gelingt die erste Landung auf dem Mond – dachte man zumindest, denn ein Astronaut findet eine britische Flagge und eine Urkunde in der steht, das ein gewisser Mr. Bedford den Erdtrabanten bereits 1899 besucht hat und dieser nun Königin Viktoria gehört. Nach seiner Rückkehr auf die Erde, versucht man herauszufinden, wie das möglich sein kann, das bereits vor so vielen Jahren eine Weltraumexpedition stattgefunden hat. Die Spur führt in ein Seniorenheim in England.

Also ich finde es schon erstaunlich, das jeder Mist ein Remake erhält, solch eine putzige Idee aber nicht. Dabei würde sich das doch gerade zu anbieten, denn sind wir mal ehrlich – das die Effekte die damals sicherlich als toll galten, heutzutage nach Mottenkiste aussehen, kann man einem Film aus dem Jahre 1964 nun wirklich kaum übel nehmen.

Das ganze erscheint in der Ray Harryhausen Effects Collection, die Koch bereits vor einigen Jahren gestartet hat und die skurrile Dinge an die Oberfläche fördert. DEN Streifen hab ich jedenfalls noch nie gehört, geschweige denn gesehen.

Insgesamt unterhält das Gezeigte durchaus, wenn man natürlich auch völlig andere Maßstäbe anlegen muss, als bei heutigen Produktionen.

Dafür gibt es aber von technischer Seite, wie fast schon normal, bei Veröffentlichungen von KOCH, absolut nichts auszusetzen. Als Ton wird hier DTS HD 4.0 angegeben, was in Wahrheit aber nichts anderes ist als solides Stereo, aber das geht vollkommen in Ordnung.

Das Bild ist für einen über 50 Jahre alten Film allerdings ein Knaller. Kaum sind Blitzer oder Unschärfen auszumachen und so sieht der Streifen wie eine Produktion der letzten 10 Jahre aus. Immer wieder erstaunlich was man aus so ollen Kamellen rausholen kann, wenn man sich Mühe gibt und nicht wie Warner alles einfach auf DVD presst (ich sage nur immer wieder „die 12 Geschworenen“).

Wer den Streifen schon immer sei Eigen nennen wollte, kann hier nichts falsch machen.

TRAIN TO BUSAN (Splendid)

am 21. Februar 2017 unter Horror abgelegt

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Sok-woo denkt nur an seine Arbeit. Daran zerbrach letztendlich auch die Ehe. Seine Tochter Soo-ahn wünscht sich, an ihrem Geburtstag bei ihrer Mutter zu sein. Da er gegenüber ihr ein schlechtes Gewissen hat, akzeptiert er dies und die beiden begeben sich am nächsten Tag in den Schnellzug nach Busan. Doch leider schlüpft kurz vor Abfahrt noch ein Passagier in den hinteren Wagon, auf den man hätte verzichten können. Dieser ist nämlich mit etwas infiziert, das Menschen binnen kurzer Zeit zu Monstern werden lässt. Das Virus scheint sich auch außerhalb des Zuges schnell auszubreiten und auch drinnen wird es eng, da sich die Untoten häufen und ein Wagon nach dem anderen von ihnen eingenommen wird.

Und genau daraus ergeben sich jede Menge origineller Situationen, weil den nicht Infizierten selbst in einem so riesigen Zug irgendwann der Platz ausgeht, in denen es noch sicher ist. Das erinnert ein wenig an SNOWPIERCER, der jedoch bei weitem nicht so spannend war und natürlich auch einen anderen Ansatz verfolgte.

Fakt ist – die Idee ist sehr gelungen und auch an der Umsetzung gibt es nichts zu mäkeln. Insbesondere daraus, dass die Untoten auf Geräusche reagieren, resultieren schon jede Menge Einfälle, die ich so noch nicht gesehen habe. Stichwort: Handyklingeln.

Zudem verzichtet man Gott sei Dank auf humoristische Einlagen und den typischen Pseudo-Spaßmacher, der einem in Filmen aus dem Land so oft auf den Zeiger geht.

Zum Bild eines neues Films äußere ich mich normalerweise nicht, weil ich einfach davon ausgehe, das dies ordentlich ist. TRAIN TO BUSAN allerdings bewegt sich im Referenzbereich. Die Bilder sind gestochen scharf und insbesondere in den hellen Aufnahmen habe ich außer LUCY noch nie etwas besseres auf meinem Beamer gesehen. Das steigert das Filmvergnügen natürlich noch.

Leichte Kritikpunkte wären das etwas melodramatische Ende, und das 20 Minuten weniger auch gereicht hätten. Das allerdings ist jammern auf ganz hohem Niveau – selbst die mir unbekannten Darsteller, die bei solchen Filmen ja eigentlich nie groß eine Rolle spielen, weil sie nix zu tun haben als vor der Horde zu fliehen oder ihnen die Birne einzuschlagen, überzeugen, zumal man insbesondere die Hauptfiguren, für dieses Genre untypisch, mit erstaunlich viel Charakterzeichnung versehen hat.

Fazit: Rundum gelungenes Filmvergnügen. Der Film kopiert nicht simpel Dinge die es schon 1000 mal gab, sondern bringt jede Menge neue Ideen mit ein. Alleine dafür lohnt sich die Sichtung schon. Wer noch immer eine Aversion gegen asiatische Filme hat, sollte diese nun langsam mal ablegen.

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LINE OF DUTY – STAFFEL 3 (Justbridge)

am 21. Februar 2017 unter TV-SERIE abgelegt

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Sergeant Danny Waldron ist der Leiter einer Armed Response Unit, die aktuell den Auftrag hat, einen Tatverdächtigen lebend zur Strecke zu bringen. Als Waldron diesen allerdings als einen der Personen identifiziert, die ihn und seine Freunde in einem Kinderheim missbrauchten, schießt er ihn über den Haufen. Seine Kollegen ahnen nichts von der Vorgeschichte und werden von ihm gezwungen die Vorgänge anders darzustellen, als sie sich wirklich zutrugen. Anfangs ziehen diese auch mit, leiden aber unter ihrem schlechten Gewissen. Mittlerweile ermittelt auch die AC-12 gegen die Herrschaften, allen voran Steve Arnott. Der hat allerdings bald selbst ein größeres Problem, denn Lindsey Denton, die er vor einem Jahr in den Knast gebracht hat, wird vorzeitig entlassen und belastet ihn schwer. Und welches merkwürdige Spiel treibt Kollege Cotton?

Ganz selten bespreche ich von einer Serie auf meiner Seite drei Staffeln, da in vielen Fällen spätestens nach Nummer zwei alles gesagt ist. LINE OF DUTY gehört hier zu den Ausnahmen, denn die Komplexität von Staffel 3 sprengt schon fast den Rahmen den ich hier zur Verfügung habe.

Eigentlich sind das hier drei Serien in einer, bei denen die verschiedenen Handlungsstränge aber irgendwann zusammenlaufen und ein harmonisches Ganzes ergeben.

Im Gegensatz zum Vorläufer kann man diese Staffel allerdings nicht separat schauen, denn dann versteht man spätestens nach Folge drei gar nichts mehr, da sich die Geschichte von Denton und Arnott komplett auf den Vorgänger bezieht und man, ohne diese zu kennen, völlig im Dunkeln tappt.

Das macht aber nichts, denn Nummer zwei war keinen Deut schlechter, so lohnt sich das Anschauen beider Veröffentlichungen. Erstaunlich ist hierbei, das die mit Abstand schlechteste die Auftaktstaffel ist. Das hat man dann doch eher selten.

Die Darsteller, die glücklicherweise alle gleich geblieben sind, machen ihre Sache wie auch schon im Vorgänger gut und standen laut meiner Informationen alle auch noch für eine Fortsetzung zur Verfügung. Man hat sich auch an die Gesichter gewöhnt und insbesondere Kate und Steve ins Ermittler-Herz geschlossen.

Fazit: Vielschichtige Serie, bei der man dran bleiben muss. Verschläft man zwischendurch mal 20 Minuten kann man eventuell wieder von vorne anfangen. Daher erfordert LINE OF DUTY 3 eine hohe Konzentration. Also bitte nur fit schauen :o )

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